SV Kollerbeck

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02.06.2013

Zweite Vizemeisterschaft in Serie unter Dach und Fach

4:0-Pflichtsieg beim Absteiger in Fürstenau – Dreifachtorschütze Sven Abitz

Fürstenau (krü). Mit einem standesgemäßen 4:0 Auswärtssieg beim Überraschungsabsteiger SV Fürstenau/Bödexen revanchierten sich die Dölitzsch-Jungs für die ernüchternde 0:3-Schlappe im Spitzenspiel gegen Brenkhausen/Bosseborn vier Tage zuvor. Dreifacher Torschütze in einem emotionslosen  Nachbarschaftsderby war Sven Abitz. Der eingewechselte Pascal Ewers markierte auf Vorlage von Sven Abitz das abschließende 4:0.

Vor der Partie rieben sich nicht wenige der mitgereisten Kollerbecker Fans die Augen, als mit Christian Föst, Michael Meyer und Pascal Ewers die drei Leistungsträger in Grün-Weiß schlechthin nur auf der Ersatzbank Platz nahmen. Ob es ein Nachbarschaftsgeschenk für den vor der Partie noch nicht abgestiegenen Gastgeber sein sollte oder ob Norbert Dölitzsch nur seinen Reservisten eine Chance von Anfang an geben wollte, ist spekulativ und nebensächlich. Unter dem Strich steht ein überaus deutlicher 4:0-Sieg und damit die Festigung der Vizemeisterschaft für den SV Kollerbeck. Zum zweiten Mal in Folge hat der SVK somit die goldene Zitrone eingefahren. Allerdings sollte niemand traurig sein, dass es nicht zum ganz großen Wurf gereicht hat. Die Dölitzsch-Truppe hat eine Bombensaison gespielt und mehr zählt einfach nicht.
 
Das Spiel ist eigentlich schnell erzählt. In der ersten Hälfte boten beide Teams ein recht ideenloses Spiel, in dem beide Teams kaum zu Torgelegenheiten kamen. Kollerbeck war zwar ständig die technisch bessere Mannschaft und hatte auch ein leichtes optisches Übergewicht, doch nach Vorne hin passierte wenig. Und so etwas wie Durchschlagskraft blieb absolute Mangelware. Lediglich eine schöne Einzelaktion von Mittelstürmer Sven Abitz in der 41. Spielminute ließ etwas Freude aufkommen. Fast von der Eckfahne zirkelte der Schwalenberger das Leder über den Keeper hinweg ins lange Toreck. Ein schöner Treffer, der die Spielanteile so auch ganz genau in Zählbarem ausdrücken konnte. Ansonsten gab es nur noch je eine kleinere Chance (22. und 24. Minute) für jedes Team, die aber nie als ernsthafte Gefahr fürs gegnerische Tor herhalten konnte.
 
Nach dem Wechsel fand Fürstenau/Bödexen gar nicht mehr statt. Jetzt hatte Kollerbeck mindestens 40 Minuten die Vorherrschaft. Erstaunlich und enttäuschend, wenn man bedenkt, dass Fürstenau/Bödexen eigentlich um die letzte theoretische Klassenerhaltschance kämpfen musste. Doch von Kampf war ebenso wenig etwas zu sehen wie von Aufbäumen oder Emotionen oder Einsatzwillen. Die Truppe vom Köterberg ist in einen Sog geraten, aus dem sie am Ende nicht mehr heraus kam. Bleibt nur zu hoffen, dass die sympathischen Kicker aus dem Nachbardorf den „Betriebsunfall Abstieg“ recht schnell wieder reparieren können. Ein SV Fürstenau/Bödexen in der B-Liga ist gar nicht vorstellbar. Aber seit Sonntag leider Fakt.
 
Nachdem auf Kollerbecker Seite nach und nach Pascal Ewers, Michael Meyer und Christian Föst eingewechselt wurden, gewann das einseitige Spiel immer mehr an Oberwasser für Kollerbeck. So dauerte es zwar bis zur 75. Minute, ehe der endgültige Knock-Out fallen sollte, aber auf Fürstenau/Bödexen gab bis dahin trotz des knappen Ein-Tor-Rückstands niemand mehr etwas. Und das, obwohl Höxter II in Brenkhausen auch schon deutlich zurück lag und von daher zumindest theoretisch noch was drin war. Aber es ging scheinbar nicht mehr.
 
In der 75. Spielminute war es dann der erwähnte Sven Abitz, der einen langen Ball von Michael Meyer per Kopf in die Maschen drückte. Hier reagierte die komplette Gastgeber-Deckung überhaupt nicht. Nur fünf Minuten später dann der dritte Abitz-Treffer. Ein schnell ausgeführter Freistoß von Michael Meyer düpierte die Fürstenau/Bödexer Abwehr und Sven Abitz schloss trocken und gekonnt zum 3:0 ab. Erneut fünf Minuten später dann der Treffer zum Endstand. Eine sehr schöne Kombination über Michael Meyer und Sven Abitz landete bei Pascal Ewers und der ließ sich diese Chance nicht nehmen und in Elfmetermanier verwandelte der Rechtsaußen souverän zum 4:0.
 
Paradoxum am Rande. Fünf Kollerbecker Spieler, die auf dem Rasen des Köterbergstadions standen, stammen aus Fürstenau oder Bödexen oder haben zumindest wie die Abitz-Brüder einen Teil ihrer Wurzeln im Köterbergdorf. Vater Rainer ist waschechter, gebürtiger Fürstenauer. Die Föst-Brüder und Martin Skatulla stammen allesamt aus Bödexen. Für alle sicherlich ein zusätzlicher Motivationsfaktor, den besonders Sven Abitz mit seinen drei Treffern in bahre Münze umwandeln konnte.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Martin Skatulla, Marvin Köhne (66. Michael Meyer),  Lukas Meyer (63. Pascal Ewers),  Raphael Föst, Martin Rheker, Dominik Abitz, Andreas Koch, Sven Abitz, Jan Dyballa (81. Christian Föst), Marc Neumann

Mann Of The Match im Köterbergstadion: Sven Abitz erzielte drei Buden