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07.09.2014

SVK weiterhin im Niemandsland der Tabelle

SVK – SV Altenbergen/Vörden 0:2

Junge, Junge, war das ein grausames Spiel. Der SVK verliert ein äußerst niveauloses Derby gegen Altenbergen/Vörden mit 0:2. Einen Sieger hatte dieses Festival an Fehlpässen, langen Bällen, Meckereien und Tätlichkeiten eigentlich nicht verdient gehabt. Weil aber der Gast vom Berg seine eine Chance in der 55. Spielminute verwandelte und kurz vor Ende per Foulelfmeter den Sack zumachte, verliert der SVK schlussendlich verdient und steckt damit weiter im Niemandsland der Tabelle fest.

Trainer Raphael Maaßen hatte wegen des erneuten Ausfalls von Pascal Ewers wiederholt seine Anfangsformation ändern müssen. Der Außenstürmer laboriert weiter an seiner Sprunggelenkverletzung und gibt zu Protokoll, dass er „womöglich zu früh wieder angefangen hat.“ Außerdem weilt Sven Abitz für einige Wochen in Australien.
 
Die Partie begann zerfahren. Und wir können es kurz machen: Das blieb bis zum Abpfiff des ebenfalls sehr schwach agierenden Unparteiischen auch so. Die Schreierei auf dem Spielfeld und daneben schallte durch das gesamte Unterdorf und lockte sogar Zuschauer an. Grausam!
 
Über das Spiel zu schreiben, ist an und für sich Zeitverschwendung. Die Chancen des ersten Durchgangs sind mit zwei bis zweieinhalb Fingern abzuzählen. Die größte Möglichkeit hatte ohne Wenn und Aber der Gast in der 31. Spielminute. Jens Schölzel machte sie zunichte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Alexander Rheker bereits mit einer Oberschenkelzerrung abgemeldet. Für ihn kam Spielertrainer Raphael Maaßen ins Spiel. Doch auch dem Routinier gelang es nicht, Ruhe und Struktur ins Kollerbecker Spiel zu bringen. Vielmehr standen Kamp, Krampf und teils heftig geführte Zweikämpfe auf der Agenda.
 
Dies setzte sich auch im zweiten Durchgang fort, nur nutzte der SV Altenbergen/Vörden nun recht zeitig seine eine große Chance. Das Spiel schrieb die 55. Spielminute, als gleich mehrere Kollerbecker an Ball und Gegner vorbei grätschten und der gegnerische Angreifer Jens Schölzel mit seinem tollen Abschluss keine Chance zur Abwehr ließ.
 
Im Anschluss wollte der SVK nun zwar offensichtlich mehr. Es ging aber nix an diesem Tag. Allenfalls per Freistoß wurde es zwei bis drei Mal begünstigt durch den Vördener Keeper einigermaßen brenzlig, der den Ball das eine oder andere Mal nur abprallen ließ. Dabei passt es jedoch ins Bild, dass daraus kein Kollerbecker Stürmer Kapital schlagen konnte. Lediglich Abwehrrecke Jan Dyballa warf sich in jeden dieser Bälle und hatte in der 65. Spielminute die große Chance zum Ausgleich auf dem Schlappen. Auf selbigen trat jedoch zeitgleich auch ein gegnersicher Abwehrspieler. Überhaupt: Was Jan Dyballa heute alles einstecken musste, das verdient eine Randnotiz. In der 70. Spielminute war es dann aber auch für ihn vorbei und Nils Krüger musste ran.
 
Die zwei restlichen Highlights sind ebenfalls schnell erzählt. Der SV Altenbergen nutzte in der 88. Spielminute eine Überzahlsituation im Kollerbecker Sechzehner und holte einen Foulelfmeter raus, den Stefan Lukas knallhart verwandelte.
 
Auch auf der anderen Seite hieß es nur eine Minute später ebenfalls Elfmeter. Wer dort wen gefoult, ist im Nachhinein schwierig festzustellen. Möglich ist auch eine Konzessionsentscheidung des Schiedsrichters, dessen Pfeife das eine oder andere Mal in ähnlicher Situation stumm geblieben war. Macht aber alles nix, da Michael Meyer – passend zu Spiel im Allgemeinen – den Ball hoch und weit in Richtung Friedhof beförderte. Irgendwann war das Spiel dann auch vorbei und es soll sogar so mancher Kollerbecker Anhänger gedacht haben. „Endlich ist dieses Gebolze zu Ende!“
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Alexander Rheker (30. Raphael Maaßen), Dominik Abitz, Michael Meyer, Lukas Meyer, Jan Dyballa, Raphael Föst, Tim Ewers, Jan Dyballa (70. Nils Krüger), Torben Rheker, Markus Esche

Auch er blieb heute weitestgehend wirkungslos: Neuzugang Markus Esche