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10.10.2006

Spitzenreiter! Spitzenreiter! Hey! Hey!

SVK – SC Lauenförde 2:1

Schöner kann man eine Tabellenspitze einfach nicht erklimmen. Die erste Mannschaft stürzte am 12. Spieltag den bisherigen Spitzenreiter SC Lauenförde und krönte sich damit gleichzeitig zum neuen Ligaprimus. In einem nervenaufreibenden Spiel schlugen die Mannen um Jörg Hundertmark den Gast aus Niedersachsen mit 2:1 Toren. Dieser hatte zuvor alle Spiele in der Fremde gewonnen. Die Tore für den SVK erzielten Carsten Rheker und Elmar Happe jeweils per Kopf.

Über die erste Halbzeit sollte Trainer Jörg Hundertmark später sagen, dass „man besser gegen diesen Gegner nicht spielen“ könne. Und tatsächlich war das teilweise ganz großes Kino, was den rund 220 Zuschauern gerade im Durchgang Nummer eins geboten wurde. Naturgemäß hatten jedoch die Kollerbecker Anhänger mehr Freude am Spiel als die Lauenförder Fans. Zwar spielte der Gast von jenseits der Weser guten Fußball, allerdings trafen sie das Tor nicht. Ganz anders die Kollerbecker, die aus zwei erstklassigen Torchancen zwei erstklassige Tore machten. Insbesondere das 1:0 durch Carsten Rheker war in seiner Entstehung sehenswert. So schaltete Marc Neumann nach einer Freistoßentscheidung des Unparteiischen aus Schlangen blitzschnell. Der Youngster führte den fälligen Freistoß reaktionsschnell auf Michael Meyer aus. Der Bönnekenberger fackelte ebenfalls nicht lange und schlug eine mustergültige Flanke auf Carsten Rheker, der sich nicht lange bitten ließ und per Kopf einnetzte (15.). Und nur sieben Minuten später stand es auch schon 2:0. Vorausgegangen war hier eine Ecke durch Niklas Rheker, die Elmar Happe mit seinem eher lichten Haupt im Tor des Gegners unterbrachte. Zuvor hatte er noch seinen Libero André Struck lautstark davon abgehalten, seinerseits sein Glück zu versuchen. In der letzten Saison wurde das berühmte „Leo!“ konsequent abgepfiffen. Das hat sich offenbar wohl wieder geändert. Heute zum Glück für die Kollerbecker.
Geradezu euphorisch zollte Jörg Hundertmark seinen Kickern in der Halbzeitansprache dann Respekt. Zwar kann an dieser Stelle aus Jugendschutzgründen nicht veröffentlicht werden, wie er seine Leute auf die zweite Halbzeit einzustimmen versuchte. Sinngemäß forderte er jedoch unbändigen Kampfgeist. Und der war im zweiten Durchgang auch durchaus vonnöten. Denn der SC Lauenförde machte jetzt Druck ohne Ende. Ganz anders der SVK, der sich mehr und mehr an den eigenen Strafraum drängen ließ. Und auch Entlastungen durch eigene Offensivaktionen erfolgten viel zu selten. Als dann noch Routinier Elmar Happe dreißig Minuten vor Ende wegen wiederholten Foulspiels mit gelb-roter Karte den Platz verlassen musste, ahnten viele Kollerbecker Anhänger nichts Gutes. Dass es am Ende dann doch noch reichte, ist zu einem gewissen Anteil auch Fortuna zu verdanken. Die Glücksgöttin verstellte ein ums andere Mal die Zielvorrichtungen der Lauenförder Spieler in Richtung der oberen Begrenzung des Fangzauns. So fiel der Anschlusstreffer der Gäste erst in der 90. Spielminute per Foulelfmeter und damit definitiv zu spät für eine Aufholjagd. Und auch, dass Jens Schölzel ebenfalls mit gelb-rot den Platz verlassen musste, fiel nicht mehr ins Gewicht.
Jetzt bleibt nur abzuwarten, wie lange sich der SVK diesmal an der Spitze halten kann. Denn als die Mannschaft nach dem siebten Spieltag schon einmal den ersten Platz innehatte, dauerte es nur ganze neunzig Minuten, bis das Vergnügen schon wieder ein Ende hatte. Und ein Vorsprung von gerade einmal sechs Toren auf den jetzigen Tabellenzweiten SC Lauenförde ist nicht gerade happig. Doch darum kümmerte sich nach dem Spiel erst einmal niemand. Spieler und Fans waren viel zu sehr mit Feiern beschäftigt.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Alexander Rheker, Matthias Brisgies, Elmar Happe, Marc Neumann, Jens Schölzel, Niklas Rheker, Michael Meyer (87. Simon Reingard), Carsten Rheker (92. Jan Durgeloh), Torben Rheker (67. Jörg Hundertmark)