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29.10.2006

Blutleer im Kurort

TuS Bad Driburg – SVK 3:0

(luw) Laut Tabelle sollte es ein Spitzenspiel sein. Der Vierte Driburg empfängt den Dritten Kollerbeck. Abhängig vom Spiel Fürstenau gegen Lauenförde hätte ein Sieg für den SVK sogar den Rückgewinn der Tabellenführung bedeuten können. Die Konstellation versprach also viel. Tatsächlich aber hielt das Spiel gar nichts. Das zumindest aus Kollerbecker Sicht. Denn der TuS Bad Driburg kann sich nicht nur über drei weitere Punkte freuen. Zusätzlich zogen die Badestädter nach Punkten mit dem SVK gleich und nach Toren sogar an ihnen vorbei. Alles in allem also eine echte Klatsche für die Grün-Weißen.

Der TuS Bad Driburg kam etwas besser ins Spiel und verzeichnete bereits in der dritten Spielminute eine echte Torchance durch einen Distanzschuss, der knapp am Tor vorbeigeht. Auf der Gegenseite hatte Elmar Happe in Spielminute Nummer zehn ebenfalls die Chance zur Führung. Doch sein Kopfball geht über das Driburger Gehäuse. Was zu diesem Zeitpunkt niemand der etwa 50 mitgereisten Kollerbecker Anhänger jemals vermutet hätte: es sollte die erste und zugleich letzte Torchance ihrer Mannschaft in dieser Partie sein. Und da wären wir auch direkt bei einem der zentralen Probleme dieses Spiels. Offensiv kam von den Grün-Weißen gar nichts. Fehlpässe ohne Ende und Zweikampfverhalten gleich Null. Da wunderte es auch niemand, dass sich Keeper Sascha Niemeier den Leistungen seiner Vorderleute anschloss. Nur er wird wissen, was genau da in der 33. Spielminute abgelaufen ist. Einen Rückpass will er anstoppen. Dies misslingt. Noch ist allerdings die Möglichkeit da, zur Ecke zu klären. Weil aber an diesem Tag einfach gar nichts läuft, geht auch das schief und es steht 0:1 aus Kollerbecker Sicht.
Elmar HappeUnd weil dieser Spielstand auch noch zur Halbzeitpause Bestand hatte, präsentierte sich Trainer Jörg Hundertmark annähernd ratlos in der Kabine: „Klar kann man in Driburg zur Halbzeit zurückliegen. Aber hier fehlt ja komplett das Herz. Leute, wir können Herbstmeister werden. Klärt den Rest selbst!“ Sprach es und verschwand, um sich warm zu machen. Zurück blieben 15 schweigende Spieler. Fünf volle Minuten sagte niemand ein Wort. Was dann folgte war nichts. Kein Wachrütteln. Kein Aufbäumen. Absolut blutleer.
Und genau so ging es auf dem Kunstrasen weiter. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass der Gastgeber in der 74. und 78. Spielminute auf 3:0 davonzog. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich schon viele Kollerbecker von der Tribüne verabschiedet. Denn zusätzlich zum Grottenspiel ihrer Mannschaft tat auch noch das Wetter sein Übriges.
Der SVK beendet also die Hinrunde mit zwei Niederlagen. Doch die beiden Spiele gegen Fürstenau und Driburg in einen Topf zu schmeißen, ist schon fast ein fußballerisches Verbrechen. Denn alles das, was die Mannschaft im Spiel gegen Fürstenau noch ausgemacht hat, scheint sie auch dort aufgebraucht zu haben. Schade, denn diese Hinserie hat einen solchen Abschluss wirklich nicht verdient.


Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Alexander Rheker, Matthias Brisgies, Elmar Happe, Marc Neumann, Jens Schölzel, Niklas Rheker (46. Jörg Hundertmark), Michael Meyer (46. Dominik Sprenger), Carsten Rheker, Torben Rheker (73. Simon Reinhard)

Wer weiß, was wäre, hätte er getroffen: Elmar Happe