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19.08.2007

Wer zwei mal führt…

TuS Vinsebeck – SVK 2:2

… der hat noch lange nicht gewonnen. Auch im zweiten Bezirksligaspiel konnte der SVK beim TuS Vinsbeck keinen „Dreier“ einfahren. Nach der Niederlage gegen Erkeln reichte es aber heute immerhin schon zu einem Unentschieden, mit dem man wohl leben muss. Von den Spielanteilen her ging dieses Unentschieden vollkommen in Ordnung. Eher war es noch der TuS Vinsebeck, der gerade in Halbzeit Nummer eins wesentlich mehr vom Spiel hatte. Der Spielverlauf allerdings, der sprach eindeutig für den SVK. Denn immerhin waren es die Mannen um Spielertrainer Elmar Happe, die gleich zwei Mal in Führung gingen. Dass dann am Ende kein Sieg herausspringt, kann deswegen durchaus als tragisch bezeichnet werden. Torschützen für den SVK waren Carsten Rheker und die Torgarantie Dominik Sprenger.

Elmar Happe nahm sich viel Zeit für die Ansprache vor dem Spiel. Und wieder einmal wurde deutlich, als was der Höxteraner unter anderem seine Arbeit versteht: als Fleißarbeit. Denn über viele Spieler des Gegners wusste Happe einiges zu berichten. Ob nun Disse, Weißenburger, Pott oder Elsner. Jeder wusste, was er gegen diese Spieler zu tun hatte. Theoretisch zumindest.

Die Praxis allerdings sah insbesondere in der ersten Halbzeit ganz anders aus. Denn zum größten Teil spielte nur der Gastgeber, der auch einige gute Chancen verzeichnen konnte. Allerdings fanden die Teutonen ein ums andere Mal ihren Meister im Kollerbecker Keeper Sascha Niemeier, der trotz Papenhöfener Schützenfest wieder glänzend aufgelegt war.

So sehen verzweifelte Männer ausDas Spiel lebte dennoch weniger von großartigen Spielszenen als von Leidenschaft, Kampfgeist und Emotionen auf und abseits des Platzes. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten vervollständigten das Bild.

Und so fiel das Tor zum 1:0 aus Sicht des SVK aus dem sprichwörtlichen Himmel. Manndecker Alexander Rheker hatte gut aufgepasst, einen Ball auf seinen Gegenspieler abgefangen und schnell auf Carsten Rheker in die Spitze gespielt. Der wiederum fackelte nicht lange und zog einfach mal ab. Ob nun Torwartfehler oder nicht mag hier dahingestellt bleiben. Auf jeden Fall lag der SVK auf einmal in Führung (32.).

In der Halbzeitpause war Elmar Happe jedoch mitnichten zufrieden mit der gezeigten Leistung. Die Rede war sogar von einem ganz und gar schlechten Spiel. „Wenn wir so weiter machen, bekommen wir mit Sicherheit noch das Gegentor“, so Happes Vermutung, die schneller als erwartet Wirklichkeit wurde. Denn in der 63. Spielminute hieß es nur noch 1:1. Zwar hatte erneut Sascha Niemeier zunächst unter Einsatz von Kopf und Kragen retten können. Gegen den Nachschuss aus 20 Metern war allerdings auch er machtlos (63.).

Doch nur sieben Minuten sah es schon wieder rosig aus für den SVK. Der eingewechselte Dominik Sprenger hatte eine wunderschöne Flanke von Michael Meyer per Kopf zur erneuten Führung nutzen können (70.). Die allerdings sollte wieder nicht lange Bestand haben, denn wiederum nur zwei Minuten später stand es schon wieder 2:2.

Kollektiver und zu lange anhaltender Glücksrausch war also die Ursache dafür, dass statt drei Punkten nur einer auf der Habenseite verbucht werden konnte. Schade eigentlich.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Alexander Rheker, Matthias Brisgies, Jens von Heesen (73. Elmar Happe), Marc Neumann, Jens Schölzel, Niklas Rheker (81. Mikael Grunwaldt), Michael Meyer, Carsten Rheker, Torben Rheker (57. Dominik Sprenger)

So sehen enttäuschte Männer aus: (v.l.) Matthias Brisgies, Jens von Heesen,
Jens Schölzel, Michael Meyer und Dominik Sprenger