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30.03.2008

Keine Bonuspunkte gegen Nieheim

SVK – FC Nieheim 0:1

Nach zuletzt zwei Heimsiegen in Folge konnte der SVK gegen den FC Nieheim nicht an seine Minierfolgsserie anknüpfen. Zwar fiel die Niederlage mit 0:1 denkbar knapp aus. Jedoch gibt es auch für knappe Niederlagen keine Bonuspunkte. Diese hatte Elmar Happe vor dem Spiel gefordert.

ErsatzbankDie Ausgangsvoraussetzungen vor dem Spiel waren alles andere als gut. Sämtliche Wackelkandidaten, bei denen beim Abschlusstraining am Donnerstag noch nicht klar war, ob sie spielen können, mussten auch tatsächlich die weiße Fahne hissen. Da war zum einen Torben Rheker, der wegen seiner Kniebeschwerden gar nicht erst im Kader stand. Und da waren zum anderen aber auch die Routiniers Elmar Happe und Jens von Heesen, die ebenfalls nicht für die Startformation zur Verfügung standen. So stellten sich nicht wenige Zuschauer beim Blick auf die Kollerbecker Spieler die Frage, ob dieses heute wohl die jüngste Kollerbecker Startelf der Vereinsgeschichte sei. Nur Sascha Niemeier hat die 30 Jahre schon hinter sich gelassen und hob den Schnitt etwas an.

Marc Neumann bekleidete für Elmar Happe den Liberoposten und machte seine Sache mehr als gut. Trotz sehr schwieriger Platzbedingungen zeigte der Youngster auf letzter Front so gut wie keine Unsicherheiten. Auch ihm war es zu verdanken, dass der gefürchtete Nieheimer Sturm für die Dauer des kompletten Spiels insbesondere im Vergleich zu den realen Wetterbedingungen eher einem lauen Lüftchen glich.

Auf der anderen Seite allerdings hatte auch der SVK nur sehr wenige Möglichkeiten, ein Tor zu machen. Wenn die Kollerbecker Angreifer dann jedoch einmal vor dem Nieheimer Gehäuse auftauchten, wurde es auch gefährlich. Insbesondere Carsten Rheker hatte in der 15. Spielminute nach feinem Zuspiel von Stefan Klocke die Großchance der ersten Halbzeit auf dem Fuß. Sein Ball ging jedoch weit am langen Pfosten vorbei.

Ansonsten passierte nicht viel in Halbzeit Nummer eins und Elmar Happe war wieder einmal recht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Insbesondere lobte er die Zweikampfbereitschaft, die wieder das ein oder andere Mal in Grätschen auf steinharter Kollerbecker Asche gegipfelt hatte.

So konnte man sich in der Halbzeitpause durchaus vorstellen, in gleicher Manier weiter zu spielen und auf kleine Nadelstiche nach Vorne zu hoffen. Dieser Plan jedoch wurde bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff „ad absurdum“ geführt, denn urplötzlich stand es 0:1. Wie eigentlich nicht anders zu erwarten, fiel das Gegentor – mal wieder möchte man fast sagen – nach einer Ecke. Sascha Niemeier war wegen der Unberechenbarkeit des Balls in Kombination mit dem Wind auf der Linie geblieben und konnte von dort aus nur noch den Ball aus dem Netz holen.

„Jetzt müsste ein Kraftakt her. Das Problem ist nur, dass alles bis hierher auch schon ein Kraftakt war!“, so analysierte der stellvertretende Geschäftsführer Alexander Stecker die Situation. Und tatsächlich hatte der SVK im Anschluss Mühe, dass Spiel noch einmal zu forcieren. Chancen blieben auch jetzt Mangelware und wurden – wenn sie sich denn mal ergaben – schlicht und ergreifend nicht genutzt. Insbesondere der eingewechselte Dominik Sprenger (68.) und Carsten Rheker (90. +2) hatten noch die besten Chancen auf dem Fuß. Auch saßen keine offensiven Alternativen auf der Bank. Auf die Frage des Trainers an Jens von Heesen, ob er es nicht doch versuchen wolle, winkte dieser nur resigniert ab: „Es hat einfach keinen Zweck!“ So musste Elmar Happe persönlich noch einmal ran, konnte die Niederlage aber auch nicht mehr verhindern.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Alexander Rheker (58. Jan Durgeloh), Marc Neumann, Matthias Brisgies, Michael Meyer, Carsten Rheker, Stefan Klocke, Mikael Grunwaldt (52. Dominik Sprenger), Pascal Ewers, Simon Reinhardt (74. Elmar Happe), Niklas Rheker

Auf der "harten Ersatzbank" (v.l.): Elmar Happe, Dominik Sprenger, Jens von Heesen, Jens Schölzel und Jan Durgeloh