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17.10.2010

Oktoberfest: Drei Spiele, neun Punkte

SVK – TuS Amelunxen 3:0

(luw) Kann denn nicht jeden Sonntag Oktoberfest sein? Auch in diesem Jahr holen die drei Kollerbecker Mannschaften die volle Punktausbeute. Nach den Siegen der Damenmannschaft und der Reservemannschaft ließ sich auch die Erste Mannschaft nicht lumpen und besiegte den TuS Amelunxen hochverdient mit 3:0. Die Tore erzielten Niklas Rheker, Michael Meyer und Marc Neumann.

Gegenüber der Aufstellung in Riesel musste der Trainer nur eine Position verändern. Für Jan Durgeloh rückte Alexander Rheker wieder in die Startaufstellung. Mehr Schwierigkeiten personeller Art hatte wohl der Gast aus Amelunxen zu kompensieren, der viele Verletzungen zu beklagen hatte.
 
Ob es nun daran lag oder an der Tatsache, dass der SVK nach zwei sieglosen Spielen in Folge sehr konzentriert zu Werke ging, kann dahin gestellt bleiben. Fakt ist, dass die Grün-Weißen schnell das Zepter in die Hand nahmen und das Spiel machten. Bis sich die ersten Torchancen ergaben, sollte allerdings ein wenig dauern. 
 
Die erste richtig gute Gelegenheit hatte der wiederholt sehr souverän auftretende Innenverteidiger Martin Rheker auf dem Kopf. Nach einer Ecke kommt er schön zum Kopfball. Der Amelunxer Keeper beweist jedoch gute Reflexe und kann den Ball zur Ecke entschärfen. Aber auch die wird wieder gefährlich, denn Pascal Ewers setzt den herein gegebenen Ball auch wieder nur knapp neben den Pfosten. Wiederum nur vier Minuten später hat Lukas Meyer die ganz große Torchance nach Flanke von Pascal Ewers. Er kommt jedoch nicht an den Ball. Die Kollerbecker reklamieren auf Foulspiel. Die Pfeife des guten Schiedsrichters bleibt jedoch stumm. Auch Stefan Klocke versuchte sein Glück. Aber auch er scheitert in der 31. Spielminute am Gästekeeper.
 
Irgendwann war es dann aber doch so weit und der Ball fand endlich den Weg ins Amelunxer Gehäuse. Niklas Rheker hieß der glückliche Torschütze, Pascal Ewers der Flankengeber. In der 40. Spielminute stand es zur Genugtuung der vielen Kollerbecker Anhänger also endlich 1:0.
 
Auch Norbert Dölitzsch war in der Kabine zufrieden mit seinen Leuten: „Wie führen hier hoch verdient und sind für unsere Geduldigkeit belohnt worden. Wir müssen jetzt das Tempo hoch halten. Dann geben wir das Spiel auch nicht mehr aus der Hand!“
 
Und das taten seine Jungs dann auch nicht mehr. In der zweiten Halbzeit wurden die Amelunxer geradezu eingeschnürt in der eigenen Hälfte. Eine einzige eigene Torchance konnten sich die Gäste in der zweiten Halbzeit noch erspielen. Die vereitelte Jens Schölzel allerdings in der 72. Spielminute nach einem Freistoß. Ansonsten spielte nur noch der SVK. Torchancen im Zwei-Minuten-Rhythmus waren die Folge. Allein das blöde Tor wollte nicht fallen. Das Gehäuse war wie vernagelt, der gegnerische Torwart längst zum besten Amelunxer Spieler geworden. Seine Vorderleute erweckten teilweise sogar den Eindruck, mit dieser knappen Niederlage zufrieden zu sein. So weit beförderten sie teilweise die Bälle ins Seitenaus.
 
Wie gefährlich eine solch knappe Führung und das Auslassen von derart guten und zahlreichen Torchancen sein kann, das weiß jedoch jeder, der auch nur ein bisschen zu Hause ist im Fußball. Gut also, dass Michael Meyer in der 80. Spielminute dann doch endlich das erlösende 2:0 machte. Bemerkenswert: Es war das erste Saisontor des Spielmachers. Noch am Vortag ist er augenzwinkernd innerhalb der Mannschaft gefragt worden, ob es sein könne, dass Benedict Lange mehr Tore geschossen habe als er. Zur Erinnerung: Der Borner hatte eine Woche zuvor gegen Nethetal getroffen. Michael Meyer hatte jedoch zumindest äußerlich gelassen reagiert: „So lange Marc Neumann nicht trifft, mache ich mir keine Sorge!“ Der neugewählte Kapitän hat ja bekanntlich noch nicht ein einziges Tor in einem Senioren-Meisterschaftsspiel erzielt.
 
Das aber nur bis heute! Denn als er selber in der 85. Spielminute regelwidrig im gegnerischen Sechzehner gefoult worden ist, ließ er sich die Gelegenheit nicht nehmen, schnappte sich den Ball und versenkte in cool zum 3:0-Endstand. Erster Gratulant direkt nach dem Schuss ins Glück war übrigens Jörg Hundertmark, der den „goldenen“ Schuh putzte.
 
Alles in allem also ein überaus erfolgreiches und unterhaltsames Oktoberfest 2010. Ein wenig wärmer hätte es zwar durchaus sein können, doch ein Blick auf die A-Liga-Tabelle vermag derzeit ja ebenfalls, eine ähnliche Wirkung im Brustbereich zu erzielen. Vom Original-Wiesen-Bier ganz zu schweigen…
  
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Torben Rheker, Martin Rheker, Alexander Rheker, Lukas Meyer, Alexander Rheker, Michael Meyer, Marc Neumann, Pascal Ewers (85. Benedict Lange), Niklas Rheker (87. Slava Neskoromny), Mikael Grunwaldt, Stefan Klocke

So sehen Sieger aus: Die treusten der treuen Kollerbecker Anhänger bejubeln ihre Mannschaft