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31.07.2011

Nicht ruhmreich, dafür aber mit Erfolg

SVK gewinnt in Haarbrück 3:0

Haarbrück (krü). Mitten aus der Saisonvorbereitung heraus schaffte der SV Kollerbeck durch einen 3:0-Sieg beim C-Ligisten SV Haarbrück/Jakobsberg den Sprung in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals auf Kreisebene. Gegner ist hier am kommenden Sonntag der Landesligist SpVg Brakel. Die Tore in einem insgesamt schwachen Spiel erzielten Michael Meyer und zweimal Neuzugang Mario Mugabe.
 
Die Kräfteverhältnisse vor dem Spiel spielten den Grün-Weißen die klare Favoritenbürde zu. Und obwohl der A-Ligist nur einen Tag zuvor in einem Testspiel beim Lipper Kreisligisten Kohlstädt/Oesterholz ein 2:2-Remis erreicht hatte, waren die Dölitzsch-Jungs in den Beverunger Bergen die klar spielbestimmende Mannschaft. Haarbrück/Jakobsberg hatte über die gesamten 90 Spielminuten hinweg eigentlich nie eine Chance. Allerdings machte Kollerbeck aus seinen Möglichkeiten viel zu wenig und mit zunehmender Spielzeit verflachte das Spiel derartig, dass nicht wenige der doch schon recht zahlreich gekommenen Zuschauer froh waren, als der Schiedsrichter abpfiff.
 
In der ersten Spielhälfte war Kollerbeck immer Herr im Hause. Allerdings war die Anzahl der Fehlpässe und die Häufigkeit der technischen Fehler auf Kollerbecker Seite sehr auffällig. Dass dadurch kein richtiger Spielfluss aufkommen konnte, ist nicht weiter verwunderlich. Ob das jetzt mit der frühen Phase der Vorbereitung entschuldbar ist oder aber die Hoffnung auf die nächsten drei Wochen bis zum ersten Meisterschaftsspiel Oberhand gewinnen mag, sei einmal dahin gestellt. Fakt ist, Kollerbeck hat seine Pflichtaufgabe erfüllt und alles weitere ist der Mannschaft und Trainer Dölitzsch mit Sicherheit nicht verborgen geblieben.
 
Aus den wenigen gelungenen Aktionen, zog der SVK schon früh Kapital. In der 12. Minute war es Neuzugang Mario Mugabe, der eine Flanke des ansonsten arg enttäuschenden Michael Meyer im Stile eines echten Knipsers zum 1:0 verwandelte. Und gerade Michael Meyer war es vorbehalten, in der 29. Spielminute auf 2:0 zu erhöhen. Eine verunglückte 25-Meter-Flanke landete für alle überraschend am Innenpfosten und von dort sprang das Leder dann über den Umweg des entgegen gesetzten Pfosten in die Maschen.
 
Viel mehr ist zur ersten Hälfte auch nicht zu berichten. Klar. Die eine oder andere leichtere Chance für Grün-Weiß blieb nicht aus, aber die rechte Motivation oder gar ein klarer spieltechnischer Klassenunterschied war einfach nicht festzustellen. So kann aus der zunehmend schwächer werdenden zweiten Spielhälfte auch nur noch das 3:0-Endergebnis verzeichnet werden. Hier spielten sich Torben Rheker und Mario Mugabe vier Minuten vor dem Abpfiff schön auf links durch und erneut war es der aus Steinheim gekommene Mittelstürmer, der eiskalt und sicher verwandelte.
 
Neben dem Ergebnis und dem damit verbundenen Weiterkommen waren von beiden Neuzugängen viel versprechende Ansätze zu erkennen. Obwohl der Gegner lange nicht das Format eines A-Ligisten hatte, zeigte Pascal Wegener aus Belle auf der rechten Verteidigerposition einige Male, dass er durchaus den Sprung in die SVK-Abwehr schaffen kann und als Alternative zu Mikael Grunwald dem Deckungsgefüge mehr Sicherheit geben kann. Und Mario Mugabe zeigte genau das, was man von ihm kannte und weswegen man ihn so dringend brauchte. Er bewies Knipser-Mentalitäten. Ob er sich auch gegen gestandene A-Liga-Verteidiger durchsetzen kann, wird sich zeigen. Doch die Ansätze bei beiden Neuen waren schon mal da und auch sehr viel versprechend.
 
Der SV Kollerbeck spielte mit folgender Mannschaft: Jens Schölzel; Pascal Wegener, Benedikt Lange, Martin Rheker, Christian Föst; Marc Neumann (65. Alexander Rheker), Torben Rheker, Michael Meyer (59. Steffen Rheker), Pascal Ewers; Mario Mugabe, Stefan Klocke (65. Lukas Meyer).

Lauschen mehr oder weniger andächtig den Worten des Trainers: Neuzugänge Pascal Wegener (links) und Doppeltorschütze Mario Mugabe