SV Kollerbeck

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02.09.2011

Kollerbeck seifte Altenbergen/Vörden im Derby käftig ein

Gäste mit 1:6 Packung noch gut bedient

(svk)

Kollerbeck (krü). Selten hat es ein so einseitiges Derby zwischen dem SV Kollerbeck und dem Ortsrivalen Altenbergen/Vörden gegeben wie beim nie gefährdeten 6:1-Sieg der Dölitzsch-Truppe  am Donnerstag Abend. Machte man im ersten Spielabschnitt noch fast aus jeder Chance ein Tor, so hätte es im zweiten Spielabschnitt auch gut und gerne ein Debakel für die Gäste geben können. Nur diesmal wurden in den zweiten 45 Minuten die zahlreich heraus  gespielten Chancen versemmelt. Die Torschützen in einer insgesamt sehr überzeugenden Kollerbecker Mannschaft waren Pascal Ewers (2), Michael Meyer und Stefan Klocke in Durchgang eins und Mario Mugabe und Lukas Meyer nach dem Wechsel.

In den ersten Minuten des mit Spannung erwarteten Ortsderbys zeichnete sich ein offenes packendes Spiel auf Augenhöhe ab. „Hat Norbert Dölitzsch seine Mannen erstmal auf Defensive eingestellt“, fragten sich nach einer viertel Stunde nicht wenige der anwesenden Zuschauer. Altenbergen ging aggressiv auf jeden Ball und drückte die Gastgeber immer wieder in die eigene Hälfte zurück. Mehr als ein Lattentreffer wollte aber nicht dabei herausspringen. Besser machte es dann Pascal Ewers. Seinen Freistoß zirkelte er direkt ins kurze Eck und danach war die Partie eigentlich gelaufen. Ab jetzt spielte nur noch Kollerbeck.
 
So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass es nicht einmal 10 Minuten dauerte, ehe der gleiche Spieler auf 2:0 erhöhte. Ewers überlistete den Gästekeeper mit einer schönen Kopfballbogenlampe nach einer langen Flanke von links. Altenbergen hatte spürbar an diesem Doppelpack zu kauen. Es gelang jetzt kaum noch etwas und immer, wenn man sich gerade berappelt zu haben schien, stießen die Dölitzsch-Jungs wieder zu. Michael Meyer war es in der 34. Minute der im Fallen volley zum 3:0 erhöhte und Stefan Klocke schloss drei Minuten vor dem Pausentee die schönste Kombination des ganzen Spiels über Mario Mugabe und Pascal Ewers zum 4:0-Pausenstand ab.
 
Überhaupt war es eben dieser Pascal Ewers der zum Mann des Spiels, zumindest aber der erste Hälfte wurde. Zwei Tore selbst gemacht und die beiden anderen auch noch super vorgelegt. Dass er dann nach 70 Minuten duschen gehen durfte, ist dem deutlichen Ergebnis und der weiteren Überlegenheit des SVK zu verdanken.
 
Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste. Altenbergen/Vörden machte Druck und versuchte, das Unmögliche doch noch möglich zu machen. In der 61. Minute sah es auch erst danach aus, als wenn noch einmal so etwas wie Gegenwind aufkommen könnte, aber nach dem 1:4-Anschlusstreffer dauerte es nur zwei Minuten, ehe aller Elan und Mut gedämpft wurden. Mario Mugabe hechtete in eine schöne Hereingabe von Torben Rheker und schwupp stand es auch schon 5:1. Das war es dann. Nun rollte Kollerbeck ungebremst über die Gäste hinweg und wenn man überhaupt etwas am Spiel bekritteln könnte, dann war es die Chancenverwertung. 
 
Denn nur noch der eingewechselte Lukas Meyer (79. Spielminute) konnte sich noch einmal zum 6:1 Endstand in die Torschützenliste eintragen. Aber bei einem derart deutlichen und vor allem spieltechnisch sehenswerten Sieg sollte man über die versemmelten Chancen einfach den Mantel des Schweigens decken. Was zählt ist der Sieg, die Höhe des Sieges, die Überlegenheit über den Gegner und vor allem die hervorragende Darbietung, die die Dölitzsch-Jungs den leider zu wenigen Zuschauern geboten haben. Jetzt kann es nur noch heißen, nur nicht überheblich werden und weiter konzentriert in die nächsten Partien gehen. Dann kann alles möglich sein. Die Spiele gegen Brakel im Kreispokal und jetzt gegen Altenbergen/Vörden haben das wirkliche Potenzial gezeigt. Wenn da nur nicht der Schlendrian ab und an durchsickern würde…

Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Christian Föst, Martin Rheker,  Marc Neumann, Alexander Rheker, Pascal Ewers (58. Lukas Meyer),  Torben Rheker (74. Jens Schölzel), Mario Mugabe (80. Benedict Lange), Stefan Klocke, Michael Meyer, Mikael Grunwaldt.