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03.10.2012

Erste Heimniederlage nach Urzeiten

SVK verliert gegen den SV Höxter II mit 2:3

(luw) Gefühlte Ewigkeiten ist das nicht mehr passiert: Der SV Kollerbeck verliert mal wieder ein Heimspiel und verzichtet so auf drei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg. Dabei war es mit dem Aufsteiger Höxter II mal wieder ein so genannter „Kleiner“, der den Kollerbeckern die Federn rupfte. Grund für die Niederlage war ein katastrophaler erster Durchgang, an dessen Ende ein Halbzeitstand von 0:3 zu Buche stand. Da half selbst die kleine Aufholjagd in Durchgang Numero zwo mit Toren durch Michael Meyer und Joker Jan Dyballa nichts. Es blieb bei einer bitteren Niederlage.

Christian Föst war beruflich verhindert gewesen und so wurde insbesondere die Kollerbecker Defensivabteilung ein wenig durcheinander gebracht. Alexander Rheker übernahm die vakante Position und hatte zusehends so seine Schwierigkeiten mit der Interpretation dieser für ihn ungewohnten Rolle. Damit befand er sich allerdings in bester grün-weißer Gesellschaft, denn heute wollte bei so ziemlich allen Kollerbecker Spielern nicht allzu viel Brauchbares gelingen. Und das weder in der Defensive als auch in der Offensive.
 
So dauerte es auch keine fünf Minuten, bis der SV Höxter durch einen abgefälschten Schuss aus 18 Metern die Führung erzielte und zum ersten Mal mächtig jubeln durfte an diesem Tag.
 
Kein Problem, noch war ja genug Zeit, den Fauxpas wieder auszubügeln. Wer so dachte, der hatte jedoch seine Rechnung ohne die heute gnadenlosen Höxteraner gemacht, die es in Halbzeit Nummer eins tatsächlich fertig brachten, aus vier Torschüssen drei Buden zu machen. So klingelte es in Minute 32 und 44 noch zwei Mal im Kollerbecker Kasten.
 
Dass die Jungens in grün und weiß dabei ordentlich Schützenhilfe anboten, darf dabei natürlich nicht verschwiegen werden. Norbert Dölitzsch stellte folgerichtig in der Kabine fest, dass „nicht Höxter so gut war, sondern wir so unfassbar schlecht. Das fängt bei Nummer eins an und hört bei Nummer elf auf. Leute, ich bin ja nicht oft sprachlos, aber heute bin ich es!“
 
Der Trainer war also restlos bedient und konnte sich nur mit Mühe wieder aufrappeln: „Leute, wenn es die Höxteraner schaffen, in einer Halbzeit drei Buden zu machen, dann müssen wir das auch können.“ Sprach es und schickte seine unveränderte Elf wieder auf den frisch vertikutierten Rasen, um ihren angerichteten Schaden wieder gut zu machen.
 
Das sollte jedoch nur in Ansätzen gelingen. Zwar erhöhte der SVK nun seinen Ballbesitz von handgemessenen 60% auf 70%. Aber so richtig gefährlich wurde es vor dem Höxteraner Kasten eher selten. Zu ungenau kamen die Anspiele. Zu weit weg sprangen die Bälle. Und zu viele falsche Entscheidungen wurden getroffen.
 
Dabei hatte die zweite Halbzeit doch eigentlich ganz gut angefangen. Schließlich dauerte es nur knappe zehn Minuten, ehe der Treffer zum 1:3 fiel. Michael Meyer war es gewesen, der eine von dieser Art Flanken auf das gegnerische Tor brachte, die auch von ganz allein ins Tor fliegen, wenn weder Freund noch Feind die Flugkurve verändert. Genau so kam es und der Ball lag im langen Ecke. Na bitte, ging doch.
 
Dann allerdings wollte einfach zu lange nichts gelingen, sodass die Kollerbecker Anhänger bis zur 85. Spielminute auf das Anschlusstor zum 2:3 warten mussten. Dieses Mal war Torschütze der soeben eingewechselte Jan Dyballa gewesen, der eine Flanke von Dominik Abitz gekonnt mit dem Kopf ebenfalls im langen Eck unterbringen konnte. Na, würde es noch einmal spannend werden?
 
Nein, es wurde nicht mehr spannend. Denn ehe der Nervenkitzel so richtig begann, war schon wieder Schluss. Eher vor Ablauf der neunzig Minuten als danach pfiff der Unparteiische das Spiel ab und trieb so die Kollerbecker Akteure auf die Barrikaden. Sie hatten sich angesichts nicht weniger Unterbrechungen in Halbzeit Nummer zwei zumindest ein kleines bisschen Hoffnung auf ein bis zwei Minütchen Nachspielzeit gemacht.
 
Es halfen aber weder die flehenden Proteste noch die zwischen den Zähnen hindurch gezischten Flüche. Es blieb bei einer Niederlage, die so definitiv nicht einkalkuliert war. Genau so wenig wie die Punktverluste gegen Bergheim vor einigen Wochen…
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Alexander Rheker (56. Lukas Meyer), Martin Rheker, Martin Skatulla, Dominik Abitz, Andreas Koch, Pascal Ewers (65. Raphael Föst), Sven Abitz (75. Jan Dyballa), Marc Neumann, Stefan Klocke, Michael Meyer

Auch sein Tor sollte nichts mehr an der Niederlage ändern: Jan Dyballa