SV Kollerbeck

Service

Suche



Termine

2018

August

September

08.05.2004

Rheker hoch 5

Beim 5:2-Sieg in Pömbsen nur „Rheker“-Tore

(luw) Langsam aber sicher schießen sie sich warm, die Herren Rheker. Beim 5:2 in Pömbsen waren sie es mal wieder allein, die den SVK zum Sieg schossen. Dabei durften sich Alexander und Carsten je ein Mal und Torben Rheker sogar drei Mal in die Torschützenliste eintragen. Und auch vier der fünf Torvorlagen kamen aus den „eigenen“ Reihen.

Ganz und gar unwirtliche Verhältnisse empfingen die Kollerbecker am vorletzten Freitag beim vorgezogenen Meisterschaftsspiel in Pömbsen. Wind, Regen und jede Menge Kälte machten aber nicht nur den Akteuren, sondern natürlich auch den Zuschauern zu schaffen. Und so manch ein Fan dachte bestimmt schon vor dem Spiel an Sofa und heimischen Ofen. Hätte dieser jemand allerdings tatsächlich das Weite gesucht, so hätte er wohl das beste Spiel der Kollerbecker seit langer Zeit verpasst.
Denn die Kollerbecker legten gegen den stark abstiegsgefährdeten Gastgeber los wie die Feuerwehr. Schöne Kombinationen vor allem unter Einbeziehung der Außen waren im Minutentakt zu bewundern Unterstützt durch fiese Windböen waren auch Schüsse aus 35 Metern auf das Pömbser Gehäuses keine Seltenheit. Allein das Tor wollte nicht fallen. Und so hätte man sich auf Kollerbecker Seite nicht wundern dürfen, wenn der erste ernstzunehmende Angriff der Pömbser in der 30. Minute nicht nur durch einen Lattentreffer abgeschlossen worden wäre. So aber fiel das Führungstor der Kollerbecker quasi im Gegenzug durch Torben Rheker zum 0:1. Und auch das 0:2 ließ nicht lange auf sich warten. Nach Zuspiel von Alexander Rheker nahm sich Carsten Rheker in der 35. Minute ein Herz und zog flach aus 20 Metern Torentfernung unhaltbar für den Pömbser Keeper ab. Für das 0:3 zeigte sich dann kurz vor der Pause noch einmal Torben Rheker nach schönem Zuspiel von seinem Bruder Carsten verantwortlich.
Schon zur Pause also ein komfortable Führung für den SVK gegen einen Gegner, der in dieser Form zu Recht im Tabellenkeller sein Dasein fristet. Zu unorganisiert und langsam vor allem Abwehr der Alhäuser, die zu keinem Zeitpunkt des Spiels mit den quirligen und laufstarken Kollerbecker Stürmern zurecht kam. Auf der anderen Seite waren die Alhäuser Stürmer in der Kollerbecker Hintermannschaft um Interims-Libero Andreas Ludwig zumeist bestens aufgehoben,
„Wir wären nicht die ersten Dummen, die nach einer 3:0-Führung zur Halbzeit am Ende noch mit leeren Händen vom Platz gehen“, hatte Trainer Jörg Hundertmark in der Halbzeit noch den Finger gehoben. Doch diese Besorgnis löste sich schnell in Wohlgefallen auf, denn Kollerbeck drückte weiter und erarbeitete sich Chancen im Minutentakt. Und so stellte sich nur die Frage, wann das 0:4 fallen würde. Viel interessanter als der Zeitpunkt (53.) ist allerdings die Frage nach dem „wie“: Carsten Rheker hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und eine butterweiche Flanke vor das gegnerische Tor gebracht. Und sein Bruder Torben drosch diesen Ball spektakulär per Seitfallzieher in den Winkel desselbigen. Offene Münder, soweit der Blick reichte, waren die Folge. Ein „Tor des Monats“ in der B-Liga. Sieben Zeigerumdrehungen weiter fiel dann auch noch das 0:5 durch Alexander Rheker. Und niemand weiß so recht, was noch alles passiert wäre, wenn Kollerbeck nicht durch eine Undiszipliniertheit dezimiert worden wäre. Alexander Rheker aber sorgte genau hierfür in der 65. Minute, in dem er sich wegen Reklamierens innerhalb von 10 Sekunden zunächst die gelbe und dann die gelb-rote Karte vom guten Schiedsrichter abholte.
Was jetzt folgte, war vor allem Unordnung in der Kollerbecker Mannschaft. Und diese verhalf dem Gastgeber zu neuer Luft, die auch genutzt wurde. Kollerbeck musste in der Schlussviertelstunde noch das 1:5 und 2:5 hinnehmen. In beiden Fällen führten Abfälschungen durch Kollerbecker Verteidiger dazu, dass für Sascha Niemeier keine Chance blieb.
Der Sieg insgesamt war allerdings zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet und schlussendlich auch in dieser Höhe verdient. Bleibt nur zu wünschen, dass diese wieder entdeckte Spielstärke des SVK nicht ebenso schnell wieder verschwindet wie die Regenwolken an diesem Abend.