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22.02.2014

Der SV Kollerbeck zwischen den Zeiten

Generalversammlung 2014 diskutiert leidenschaftlich

Am Ende waren es gemischte Gefühle, die die Generalversammlung 2014 bei den 72 anwesenden Mitgliedern hinterließ. Zu spüren war ein gewisser Stolz auf die vergangenen 60 Jahre gepaart mit einer gehörigen Portion Respekt vor dem, was alleine in den nächsten zehn Jahren folgen könnte. Wohin geht die Reise? Das war die zentrale Frage, die über der Generalversammlung 2014 des SVK lag.

Präsident Bernward Brisgies nutze die Eröffnung, um zunächst die guten, alten Zeiten hochleben zu lassen. Mit nicht viel mehr als einer gesteppten Torwarthose, zwei Säcken Sägemehl und einem Ball begann die Vereinsgeschichte im Jahre 1954, einem guten Monat nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft durch Deutschland. Sechzig Jahre später ist der Verein breiter aufgestellt als je zuvor. Der Fußball ist und bleibt zwar ein wesentlicher Bestandteil des SV Kollerbeck. Daneben sind aber auch Tischtennisplatten, Tennisplätze, Stepper, Sportabzeichen, Kanus und vieles mehr ebenso Teil dieses Vereins. Und trotzdem erscheint die Zukunft schwerer denn je. Denn fehlende Übungsleiter trüben das Bild ebenso wie beispielsweise schwindende Fußballerzahlen. Dementsprechend desillusioniert führte Bernward Brisgies weiter aus: „Zum Feiern ist mir heute nicht zumute. Gerade heute hat mir Michael Silber seinen Job als Jugendleichtathletikobmann vor die Füße geworfen. Nun müssen Lösungen gefunden werden. Denn wenn wir es nicht schaffen, die Jugend für unsere Ideen zu begeistern und ihnen eine Perspektive zu bieten, dann brauchen wir uns für die vergangenen sechzig Jahre nicht zu beweihräuchern. Dann ist der Verein über kurz oder lang am Ende.“
 
Dementsprechend emotional wurde die Generalversammlung auch im weiteren Verlauf geführt. Als Trainer der Ersten Mannschaft nutzte Norbert Dölitzsch die Gelegenheit, um ein paar Worte zum Zustand seiner Mannschaft zu äußern: „ Es ist schon bitter, wenn man wie wir in den letzten beiden Jahren jeweils über siebzig Punkte holt und trotzdem nicht aufsteigt. Es nützt aber alles nichts. Angst und Bange kann es einem aber tatsächlich werden, wenn man sich die derzeitige Tabelle der A-Liga anschaut und überlegt, wie knapp es in diesem Jahr rund um die Quali für die einzügige A-Liga im nächsten Jahr zugeht. Ich könnte jetzt noch viel mehr Negatives beispielsweise über die üble Trainingsbeteiligung berichten, aber Ilona hat mir das verboten!“
 
Grund zur Freude hatte allerdings Anne Reinhard, die nicht ohne Stolz die beeindruckende Zahl von 35 Sportabzeichen im Jahr 2013 vermelden konnte: „Zwar waren es damit drei weniger als 2012. Doch fröhlich stimmt die beeindruckende Zahl von 32 Abzeichen im Erwachsenenbereich. Ein großes Lob gilt daher der Frauen- und der Ersten Mannschaft!“
 
Anschließend ging es nach obligatorischer Entlastung des Vorstands nahtlos über zu den Wahlen. Diese vollzogen sich weitestgehend unspektakulär, auch weil Wahlen im geschäftsführenden Vorstand turnusgemäß nicht auf der Agenda standen. Als Kassenprüfer wurden also Ferdi Fromme und Linda Reinhard gewählt. Die bereits von den einzelnen Abteilungen auserkorenen Abteilungsleiter wurden ebenso ausnahmslos bestätigt wie die übrigen Funktionäre, die da wären: Lukas Welling als Pressesprecher und Schriftführer, Friedel Wittrock als EDV-Betreuer, Ulrich Multhaupt als Schiri-Obmann, Friedel Raders als Ehrenamtsbeauftragter, Heinrich Rheker als Organisator Laufgruppe, Konrad Krüger und Georg Fuhrmann als Platzkassierer, Anne Reinhard als Sportabzeichenbeauftragte und Simon Reinhard als multifunktionaler Beauftragter.
 
Unter dem Stichwort „Jubiläum“ wurde ein Blick auf die bevorstehende Feierlichkeit zu Ehren des sechzigjährigen Jubiläums des SVK geworfen. Die großen Feierlichkeiten sollen am 5. und 6. Juli 2014 insbesondere mit Höpperturnier, heiliger Messe, Ehrungen und einem Dorfturnier in einer noch zu bestimmender Sportart stattfinden.
 
Spannend wurde es dann noch einmal im Bereich „Verschiedenes“. Da, wo andere Vereine womöglich die Versammlung langsam aber sicher ausklingen lassen, ging es beim SVK in diesem Jahr noch einmal so richtig rund. Denn es ging um nicht weniger als um die Zukunft des Vereins. Während Geschäftsführer Alexander Stecker seinen Punkt noch relativ profan mit „Manta-Platte gegen die Vereinspleite“ überschrieb, machte insbesondere Jugendobmann Olaf Wittrock auf die unaufhaltsame Entwicklung in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen in der Stadt Marienmünster aufmerksam: „Es ist nicht die Frage, ob demnächst auch im Seniorenbereich die Kollerbecker beispielsweise mit den Bredenbornern zusammen spielen werden, sondern nur noch, wann das so sein wird! Der Trend ist nicht aufzuhalten und auch richtig so. Die Jungs spielen jetzt schon im Jugendbereich zusammen – und das nebenbei gesagt auch noch sehr erfolgreich! Wir müssen uns mit diesen Gedanken frühzeitig auseinander setzen, um für die Zukunft gewappnet zu sein!“ 

 
Sportabzeichenbeauftragte Anne Reinhard (rechts) beglückwünschte Getrudis Werpup zum 25. und Robert Klocke zum 35. Sportabzeichen