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16.03.2014

Norbert Dölitzsch und SVK gehen ab Sommer getrennte Wege

Leistungsgerechtes Remis bei der SpVg Rolfzen/Sommerll/Entrup

Entrup (krü). Hektik, Kampf und Torchancen auf beiden Seiten, aber einen Sieger gab es nicht. Im ersten Spiel nach der viermonatigen Winterpause trennten sich die Spielvereinigung Rolfzen/Sommersell/Entrup und der SV Kollerbeck leistungsgerecht 0:0 unentschieden. Während Kollerbeck zur Halbzeit durchaus führen konnte, ja führen musste, war niemand auf Seiten der mitgereisten SVK-Anhänger nach dem Schlusspfiff traurig, dass es keinen „Dreier“ im Nachbardorf gegeben hat. Allein in den letzten drei Spielminuten hatte die Spielvereinigung Chancen, das Feld als Sieger zu verlassen. Viel zu leichtsinnig hatte der konditionell stark nachlassende SVK die Bälle im Mittelfeld verloren. Mit jeder Menge Glück überstanden die Grün-Weißen aber diese prekäre Situation.

Mit einem Paukenschlag wurde die Rückserie für den SVK vor dem ersten Spiel des neuen Jahres fortgesetzt. Norbert Dölitzsch und die Grün-Weißen werden ab dem kommenden Sommer getrennte Wege gehen! Bernward Brisgies, erster Vorsitzender des SV Kollerbeck und Norbert Dölitzsch hatten sich am vergangenen Donnerstag zusammengesetzt, um sich rechtzeitig über die weitere Zusammenarbeit ab zu stimmen. Am Ende sind beide Seiten mit der Entscheidung auseinander gegangen, nach vier Jahren das Engagement mit Ablauf der Spielzeit 2013/2014 zu beenden. 
 
Unter Norbert Dölitzsch hat der SVK in den abgelaufenen Spielzeiten zwei Vizemeisterschaften und einen dritten Platz eingefahren. Unvergessen werden die hohen Punktzahlen jenseits der 70 bleiben, mit denen man nur den damaligen „Übermannschaften“ Stahle und Brenkhausen den Vortritt in die Bezirksliga lassen musste.
 
In der aktuellen Serie belegt der SVK nach anfänglichen Schwierigkeiten, verursacht durch die langwierigen Verletzungen von Michael Meyer und Andreas Koch, einen guten fünften Tabellenplatz. Ziel für den Rest der Spielzeit ist der Erhalt der A-Liga. Dafür ist eine Platzierung unter den ersten sieben Mannschaften nötig. Wie es danach für Norbert Dölitzsch und den SV Kollerbeck weiter geht, ist noch offen. Dafür ist die vereinbarte Trennung allerdings auch zu frisch, um schon neue Wasserstandsmeldungen publizieren zu können.
 
Zum Spiel in Entrup hatte Norbert Dölitzsch einen richtigen Schnitt gemacht. Verletzungen zwangen den engagierten Coach zu einer stark verjüngten Mannschaft. Im Tor stand so für die beiden etatmäßigen Keeper Jens Schölzel und Sascha Niemeier David Fuhrmann aus der Kollerbecker „Zweiten“. Er machte seine Sache ebenso gut wie die als Verteidiger aufgebotenen Tim Ewers und Jonas Stecker. Im Mittelfeld spielte Marvin Köhne neben Torben Rheker, Raphael Föst und dem erstmals in dieser Saison aufgebotenen Michael Meyer. 
 
Wenn man bedenkt, dass neben Kapitän Marc Neumann, den beiden Torhütern Schölzel und Niemeier auch noch die Defensivleute Dominik Abitz, Andreas Koch, Alexander Rheker und Martin Rheker draußen standen, so verblüffte die Truppe des SV doch schon sehr. Und dass die junge Rasselbande gegen den Gastgeben mindestens mithalten konnte, lässt für die Zukunft hoffen.
 
Im ersten Spielabschnitt dauerte es recht lange, bis beide Mannschaften die Müdigkeit nach der langen Pause aus den Beinen geschüttelt hatten. Rolfzen/Sommersell/Entrup versuchte es vom starken Rückenwind unterstützt mit Fernschüssen, doch diese verfehlten allesamt das Tor der Kollerbecker. Was ansonsten vor das Gästetor kam, fischte David Fuhrmann sehr sicher weg oder lenkte es zur Ecke. Überhaupt lag der Teilerfolg zum Remis in der SVK-Abwehr. Hier überzeugten neben den beiden Youngstern Ewers und Stecker der routinierte Christian Föst auf der Position des letzten Mannes und vor allem Jan Dyballa, der den Mann der Hinserie, Frank Seltrecht nie richtig zur Geltung kommen ließ. 
 
Der SVK hatte seinerseits sehr starke Szenen, als noch einigermaßen Kraft vorhanden war. So wurden mustergültige Konter über den gleich von Beginn an wieder Regie führenden Michael Meyer und Pascal Ewers als schnellen Rechtsaußen gefahren. Schade nur, dass nicht eine der drei hundertprozentigen Torchancen den Weg ins Tor der Spielvereinigung gefunden hat.
 
In der 15. Minute setzte Pascal Ewers das Leder an den Pfosten. Leider war niemand in der Mitte zur Stelle, der den Abpraller eindrücken konnte. 20 Minuten später dann die größte Torgelegenheit. Erneut wurde ein Konter über Michael Meyer und Pascal Ewers gefahren, doch diesmal ging das Leder an die Unterkante der Latte und den von dort zurückspringenden Ball vergab Lukas Meyer per Kopf. Eine Minute vor dem Seitenwechsel dann noch einmal eine so genannte „Muss-Chance“. Aus elf Metern schoss Pascal Ewers einen Abpraller einem auf der Torlinie postierten Spielvereinigung-Verteidiger an den Kopf.
 
Nach dem Pausentee drehte sich das Spielgeschehen optisch ein wenig. Unterstützt durch den Wind war es nun Kollerbeck, das sich mehr in der Hälfte des Gastgebers aufhielt, aber unter dem Strich hatte jetzt Rolfzen/Sommersell/Entrup die besseren Torchancen. Insbesondere in den besagten letzten drei Spielminuten hätte der Gastgeber den Sack zu machen müssen. Kollerbeck hatte mit zunehmender Spielzeit deutlich an Kraft verloren. Nach Vorne kam jetzt gar nichts mehr. Im Mittelfeld wurden die Bälle leichtsinnig verloren und in der Abwehr konnte nur noch die Routine von Christian Föst manch brenzlige Situation entschärfen.
 
Unter dem Strich also ein gerechtes Unentschieden, das sowohl nach oben wie nach unten Signale setzte. Nach unten, was die nachlassende Kraft und die mangelhafte Trainingsbeteiligung anbetrifft. Und nach oben, was die sehr junge Mannschaft an Perspektiven aufzeigen konnte. Alle eingesetzten Nachwuchsleute wussten zu überzeugen und allein dies lässt für die Zukunft hoffen. Bleibt jetzt noch abzuwarten, wie sich die frühzeitige Entscheidung in der Trainerfrage auswirkt. Schon am nächsten Sonntag beim Gastspiel des souveränen Tabellenführers TuS Bad Driburg werden einige der gestellten Fragen vielleicht beantwortet werden können.
 
Der SVK spielte mit: David Fuhrmann; Jonas Stecker, Tim Ewers, Christian Föst, Jan Dyballa, Raphael Föst, Michael Meyer, Marvin Köhne (80. Alexander Rheker), Torben Rheker, Lukas Meyer (88. Martin Rheker), Pascal Ewers.

Nach Saisonende trennen sich seine Wege von denen des SVK: Norbert Dölizusch