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24.05.2004

Knackpunkt: Elfmeter

SVK siegt gegen auswärtsschwache Everser mit 5:0

Nach einem so deutlichen Erfolg hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. Der Knackpunkt in diesem Spiel war sicherlich ein umstrittener Elfmeter in der 70. Spielminute zugunsten des SVK. Umstritten nicht etwa deswegen, weil Zweifel daran bestand, dass Jens Rheker vom Everser Torwart regelwidrig von den Füßen geholt worden ist. Zweifelhaft aber deswegen, weil der Langenkämper Mittelfeldregisseur zu diesem Zeitpunkt den Angriff bereits mit einem Schuss knapp am Tor vorbei abgeschlossen hatte. Sei es drum. Der Schiri gab den Elfer. Und der nach dem Absitzen seiner roten Karte wieder in die Mannschaft zurückgekehrte André Struck verwandelte sicher zum 1:0. Von diesem Zeitpunkt an lief es rund beim SVK. Locker und leicht zog man auf schlussendlich 5:0 davon. „Vielleicht ein oder sogar zwei Tore zu hoch“, befand später Spielertrainer Jörg Hundertmark.


Die erste Halbzeit kann schnell abgehakt werden. Zu wenig tat sich auf dem Spielfeld. Zwar machte der SVK wie vom Trainer gefordert von Beginn an Druck und kam mit Jörg Lange in der 2. Spielminute sogar zu einem Warnschuss. Diese „Drangperiode“ dauerte aber gerade einmal maximal 10 Minuten. Denn jetzt übernahm mehr und mehr der Gast aus Eversen das Kommando. Freilich ohne wirklich gefährlich zu werden. Spannend wurde es nur dann, wenn Unkonzentriertheiten bzw. Aussetzer in der Kollerbecker Hintermannschaft den Gast ohne Not zu Großchancen verhalfen. So geschehen in der 17. Spielminute durch Libero Andreas Ludwig, der zum Entsetzen der Kollerbecker Anhänger einen Everser Stürmer in aussichtsreicher zentraler Schussposition in Szene setzet. Dieser verzog jedoch denkbar knapp.
Und auch die zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hatte. Eversen kämpferisch stark, aber im Abschluss glück- und harmlos. Die Schüsse aus der zweiten und dritten Reihe gingen allesamt am Kollerbecker Gehäuse vorbei. Und so kam die 70. Spielminute mit der ersten sehenswerten Kombination der Kollerbecker und dem eingangs geschilderten Strafstoß. 1:0 also und jetzt sollte es auch wieder klappen mit dem Toreschießen. Und dies beinahe im 5-Minutentakt durch Jörg Hundertmark (78.), Carsten Rheker (85., 91.) und André Struck (87.). Eversen brach jetzt völlig ein und war weniger mit dem Spiel als vielmehr mit sich selbst bzw. dem Schiedsrichter Rolf Ludwig aus Altenbergen beschäftigt. Dieser stand bei den Eversern schon von Beginn an unter dem Verdacht, die Everser deswegen zu „verpfeifen“, damit diese keine Punkte in einem Abstiegskampf holen, in dem auch die Altenbergener involviert sind. Schon eingangs der zweiten Halbzeit hatte Schiedsrichter Ludwig zwei Everser Fans des Sportplatzes verwiesen, weil diese sich zu laut und eindringlich zu seiner Leistung geäußert hatten. Und auch nach dem Spiel ging es turbulent weiter. Zu Schaden kam allerdings glücklicherweise niemand. Und so bleibt von diesem Spieltag ein Sieg der Kollerbecker, der zwar nicht schön aber wertvoll im Kampf um eine zufrieden stellende Platzierung am Saisonende ist.