SV Kollerbeck

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19.04.2015

Kollerbeck ließ letzten Biss vermissen

1:2 Niederlage an der Diemel war total unnötig

(svk) Rimbeck (krü). Außer Spesen nichts gewesen. Im Spiel der Tabellennachbarn verpasste es der SV Kollerbeck, durch einen Sieg über Scherfede-Rimbeck an den Warburgern vorbei zu ziehen. Nach 90 weitgehend enttäuschenden Minuten musste die Elf des so gut gestarteten Kollerbecker Trainers David McCurry in eine 1:2 Niederlage einwilligen. Die treuesten Kollerbecker Anhänger waren nach dem so überraschenden Sieg am letzten Sonntag über Spitzenreiter FC Nieheim verheißungsvoll die gut 120 Kilometer in die Diemelaue gereist, um einen erneuten SVK-Sieg erleben zu können. Doch mehr als den Ehrentreffer von Torben Rheker 4 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit gab es nicht zu bewundern.

Vor dem Spiel standen die Zeichen auf Seiten der Grün-Weißen überwiegend auf positiv. Bis auf Marvin Köhne waren alle Mann an Bord. Der Sieg gegen Nieheim und die guten Schlagzeilen unter der Woche taten ihr übriges und als Sahnehäubchen hatte der Wettergott einen wolkenlosen blauen Himmel mit schönen frühsommerlichen Temperaturen beigesteuert. Einzig der aufgrund des trockenen Wetters leider noch ungewalzte Untergrund bereitete allen 22 Akteuren doch so manche Mühe. Die Bälle liefen einfach nicht und viele Bälle versprangen. Allerdings beiden Mannschaften.
 
In der ersten Halbzeit war das Spiel schon recht mau, was die Torchancen anging. Die erste hatte Scherfede-Rimbeck nach 25 Minuten zu verzeichnen, als Alex Iltner ein Missverständnis zwischen Lukas Meyer und Alexander Rheker nicht nutzen konnte. Und vier Minuten später war es Sven Abitz, der mit einem Seitfallzieher Pech hatte, dass ein Abwehrspieler des Gastgebers das Leder kurz vor der Linie wegdreschen konnte.
 
Genau nach einer halben Stunde brachte die dritte Chance des Spiels die Führung für Scherfede-Rimbeck. Nach einer Ecke stand ein Mittelfeldspieler der Warburger unbedrängt am Elfmeterpunkt und sein Kopfball landete unhaltbar unten rechts im Kollerbecker Netz. Diese Szene war symptomatisch für das Spiel des SVK. Immer einen Tuck langsamer, immer einen Moment später am Ball als die aggressiv auf Mann und Ball gehenden Gastgeber.
 
Im zweiten Durchgang blieb das Spiel sogar noch ärmer an Torszenen. Lediglich die beiden Tore konnten auf dem Bogen des Berichterstatters Erwähnung finden. Alles andere waren maximal halbgare Angriffsbemühungen, die es nicht wert waren festgehalten zu werden. Es fehlte einfach der nötige Biss im Spiel. Dabei wäre jederzeit etwas an der Diemel zu holen gewesen. Selbst nach dem 0:2 in der 73. Spielminute, als die Gästeabwehr wie wild durcheinander lief, wäre mindestens ein Punkt zu holen gewesen. 
 
Denn nach dem 1:2-Anschlußtreffer durch Torben Rheker vier Minuten vor dem Spielende gab es so etwas wie ein Aufbäumen. Doch immer, wenn man auf Kollerbecker Seite nahe aufs Tor der Gastgeber zu kam, versprang der Ball oder die Scherfede-Rimbecker droschen das Leder weg, was am Ende für das über die Zeit bringen ausreichte. Schade, dass man nicht mit dem Nieheimer Biss das Spiel angegangen ist. Jetzt kann es nur heißen, am nächsten Sonntag Brenkhausen-Bosseborn zu schlagen, um die unnötig verlorenen Punkt zurück zu holen.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel; Tim Ewers, Jan Dyballa, Alexander Rheker, Simon Reinhard, Michael Meyer, Marc Neumann, Lukas Meyer (88. Nawwar),  Raphael Föst, Torben Rheker, Sven Abitz (70. Marius Marx)