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28.05.2004

Spannung bis zur letzten Minute

Kollerbeck siegt glücklich mit 1:0 in Nieheim

(luw) Spannend war es wohl. Viel mehr aber auch leider nicht. Denn das Tor des Tages fiel bereits in der 10. Spielminute durch Carsten Rheker. Und was danach noch kam, ist schnell umschrieben. Die Kollerbecker stellten sich hinten rein und verlegten sich auf das Verteidigen und Kontern. Die Nieheimer hingegen waren im Angriff zwar druckvoll, aber weitgehend umständlich und dementsprechend harmlos. Was also unter dem Strich bleibt, ist ein Arbeitssieg gegen einen Abstiegskandidaten, der allerdings in dieser Form, und da waren sich alle Kollerbecker Zuschauer einig, nicht in den Tabellenkeller gehört.

„So kann es weiter gehen“, dachte sich wohl so mancher Kollerbecker Spieler, nachdem bereits die erste gelungene Kombination zum Tor durch Carsten Rheker geführt hatte. Jörg Hundertmark war zuvor stark abseitsverdächtig auf der rechten Angriffsseite frei gespielt worden war und hatte die Möglichkeit zum tödlichen Pass genutzt.
Was jetzt allerdings kam, war so gar nicht nach dem Geschmack der mitgereisten Kollerbecker Fans. Und an diesem Bild sollte sich auch bis zur 90. Spielminute nichts mehr ändern. Kollerbeck ließ sich nämlich immer weiter an und in den eigenen Strafraum drängen und hatte deswegen in schöner Regelmäßigkeit gefährliche Situationen zu überstehen. Die ganz dicken Chancen allerdings ergaben sich für die Nieheimer auch nicht. Und das, was durch das insgesamt gut gestaffelte Kollerbecker Bollwerk hindurch kam, damit hatte der für den beruflich verhinderten Stammkeeper Sascha Niemeier zwischen die Pfosten gerückte Rüdiger Brakweh wenig Probleme.
Was fehlte, war allerdings weitgehend die Entlastung durch Konter. Denn der sich zwangsläufig ergebende Platz zum Kontern wurde zu keiner Zeit des Spiels sinnvoll genutzt. Oft genug zwar befand man sich im Mittelfeld und auch im Sturm in Überzahl. Kaum ein Konter jedoch wurde mit einem Torschuss oder etwas änhlich Gefährlichem abgeschlossen. Hast und Unkonzentriertheiten führten regelmäßig dazu, dass immer wieder ein Nieheimer Bein an den Ball kam. Und so wurde das Spiel Mitte der zweiten Halbzeit immer mehr zu einem nervenaufreibenden Geschehen. Dass man heute wohl kein Tor mehr schießen würde, damit hatte man sich nämlich abgefunden. Aber würde die knappe 1:0-Führung zum Sieg reichen? Sie tat es, und das sogar am Ende in Unterzahl, nachdem Jochen Mönks nach mehreren Spielen ohne gelbe Karte in der 82. Spielminute mit gelb-rot vorzeitig zum Duschen geschickt worden war.
„Man muss auch mal ein schlechtes Spiel gewinnen“, meinte nach dem Spiel dann auch ein realistischer André Struck. Stimmt. Und wenn dieser Sieg sogar die Punkte 48 bis 50 bringt, so ist wohl sogar von einem wichtigen Sieg zu sprechen.