SV Kollerbeck

Service

Suche



Termine

2018

September

Oktober

17.05.2015

Feiernde Kollerbecker ernten derbe 0:4-Schlappe in Germete

Reisen ins Warburger Land gleichen einer Fahrt ins Blaue

Germete (krü). Eigentlich braucht man als Kollerbecker Fan zu Spielen ins Warburger Land gar nicht mehr mit zu fahren. Die Grün-Weißen verlieren dort sowieso nur und wenn dann noch des nachts zuvor eine Sause anstand, sollte die ganze Sache früh als „Fahrt ins Blaue“ (O-Ton Friedrich Neumann) verbucht werden. Nach anfänglich überlegener Spielführung sackten die Kollerbecker beim FC Germete-Wormeln mit zunehmender Spielzeit immer mehr in sich zusammen und am Ende konnte man froh sein, mit 0:4 noch einigermaßen davon gekommen zu sein. Traurig, wie der SVK sein Potenzial an der Diemel her schenkte und somit die Früchte einer beachtlichen Rückserie vergessen machte.

„Eigentlich braucht Ihr gar nicht dorthin zu fahren. Die Jungs haben bis vier Uhr in der Nacht Junggesellenabschied gefeiert“, meinte SVK-Präsident Bernward Brisgies, als man sich nach dem Spielort Germete oder Wormeln erkundigte. Und vor dem Hintergrund dieser Prophezeiung waren die wenigen mitgereisten Kollerbecker Fans dann anfangs doch sehr überrascht, wie klar man den Tabellenfünften aus dem Warburger Raum in der ersten Viertelstunde beherrschte. Der Ball lief sicher in den SVK-Reihen und nicht ein Zweikampf ging verloren.
 
Umso verdutzter schaute man sich an, als es mit einem Male 0:1 stand. Der Linksaußen der Gastgeber überlief in der 13. Spielminute nach  einem blitzgescheiten Konter Jan Dyballa und ohne mit der Wimper zu zucken zog der schnelle Mann ab. Sein Ball prallte vom Innenpfosten ins Netz der Kollerbecker. Ein völlig überraschender Moment, den niemand erwarten durfte. Doch ab jetzt verlagerten sich die Spielanteile. Kollerbeck behielt bis zum Wechsel noch die Oberhand und auch die Mehrzahl an Torchancen, aber Germete-Wormeln zeigte immer wieder, dass die absolut sicher wirkende Abwehr und das schnelle Umschalten auf Angriff deutlich besser strukturiert war als bei Kollerbeck. Hier war die Defensive klar die Achillesferse am Sonntag.
 
Der Knock-out ereilte die McCurry-Truppe praktisch mit dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit. Nach einer Ecke stand ein Abwehrspieler mutterseelenallein am Elfmeterpunkt und köpfte unbedrängt zum 2:0 ein. Kopien dieses Gegentreffers waren das 0:3 und 0:4. Wiederum durch Standards kamen die Gastgeber zu ihren Toren. Kollerbecks Abwehr schlief hier nicht nur einmal. Und da nach vorne auch nicht viel lief, konnte man am Ende mit dem Ergebnis sogar noch zufrieden sein. Phasenweise kam man sich wie beim munteren Scheibenschießen vor und mehr als einmal fragte man sich, wieso Germete-Wormeln das Leder nicht im SVK-Netz untergebracht hatte.
 
Schade um den Sonntag, schade um die gute Rückrunde. Wenn der SV Kollerbeck vom Leistungsvermögen her schwächer gewesen wäre als die Gastgeber, hätte man nichts sagen können. Aber so wie am Sonntag verspielt sich der SV Kollerbeck Sympathien und eine durchaus mögliche Platzierung im Vorderfeld der A-Liga.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel; Tim Ewers, Jan Dyballa, Alexander Rheker, Simon Reinhard (67. Marius Marx), Michael Meyer, Marc Neumann, Jonas Stecker (85. Nawwar),  Raphael Föst, Torben Rheker (62. Jan Happe), Stephan Klocke