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08.09.2003

SVK wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen

Bittere 0:2 Auswärtsniederlage bei Brakel II

(luw) Am vergangenen Sonntag wurde die 1. Mannschaft des SVK nach seinem Überraschungssieg zum Saisonauftakt gegen die SG Albaxen/ Lüchtringen I schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. In einem auch für B-Liga-Verhältnisse schlechten Spiel erarbeiteten sich die Kollerbecker kaum Torchancen. In der Abwehr stand man zwar zumeist sicher, aber eben nur zumeist. So kam es, dass das Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte, 2:0 zugunsten des Gastgebers endete.

Von Anfang an war in der Mannschaft nicht das Feuer zu spüren, das noch eine Woche zuvor die Kollerbecker Zuschauer begeistert hatte. Beinahe Friedhofsstille herrschte in der 1. Halbzeit auf dem Platz. Die Zweikämpfe wurden nicht angenommen und die Mannschaft präsentierte sich einfach nur „schläfrig“. Personelle Änderungen zur Vorwoche hatte es zwar auf drei Positionen gegeben (Willi Struk, Jörg Lange und Andreas „Lui“ Ludwig konnten wegen Verletzungen nicht auflaufen). Dieses aber als Begründung für die so „veränderte Spielweise“ heranzuführen, wäre wohl zu einfach. Vielmehr, und so sahen es auch die meisten Spieler und Zuschauer, trat mal wieder das „alte“ Problem zu Tage. Und zwar das Problem damit, ein Spiel offensiv und selbst agierend zu gestalten. Schon in den letzten Jahren war immer wieder zu bemerken, dass man sich gegen offensive, zumeist auch spielerisch stärkere Gegner oftmals gut behaupten konnte. War es allerdings an der Zeit, eine eher schwächere Mannschaft, die sich vielleicht sogar noch weit in die eigene Hälfte zurückzieht, auszuspielen und sich Torchancen zu erarbeiten, dann hakte es ganz gehörig im Getriebe des SVK. Dieses Manko einzustellen, wird eine schwierige Aufgabe für den Spielertrainer Jörg Hundertmark sein.

Zum Spiel selber lässt sich nicht viel Bemerkenswertes sagen. Torchancen waren Mangelware. Erwähnenswert an dieser Stelle nur ein Lattentreffer aus 20 Metern von Rekonvaleszent Alexander Rheker (Viruserkrankung). Zwar hatte Brakel II eigentlich auch keine Torchance in den ersten 45 Minuten. Aber eben nur eigentlich. Denn in der 31. Minute fasste sich ein Gegner am Sechzehnereck ein Herz und der Ball senkte sich hinter Schlussmann Sascha Niemeier ins Tor. Dass dieses Tor so nicht hätte fallen dürfen, darüber waren sich auch die drei Spieler einig, die in unmittelbarer Gegend des Schützen standen. Wer nun aber eingreifen sollte, das war unklar.
In der Halbzeitpause versuchte nun der Trainer, die Mannschaft aufzurütteln. „Immer einen Schritt eher am Ball sein“ war die Devise. Klappte auch zunächst ganz gut. Zumindest ergaben sich Torchancen in der 46. (Jens Rheker) und 48. Minute (Jörg Hundertmark). Das Strohfeuer war aber schnell erloschen. Wie schon in der 1. Halbzeit versuchte man es ständig, mit hohen und langen Bällen, die aber sämtlich in der tiefen Abwehr der Brakeler hängenblieben. Ein gepflegtes Kurzpasspiel wollte einfach auch mit fünf Spielern im Mittelfeld nicht gelingen.

Und so kam es, wie es kommen musste. Ein langer Ball des Gegners und die weit aufgerückte Abwehr des SVK war überwunden. 0:2 in der 76. Minute. Die Schlussphase des Spiels gestaltete sich dann hektisch. Während die Brakeler naturgemäß alle Zeit der Welt hatten, lief für den SVK die Zeit davon. Zur Beruhigung trug auch nicht unbedingt der eher schwache Schiedsrichter bei, der am Ende beispielsweise Einwürfe nur noch gemäß der alten Spielplatzregel entschied „Wer hat, der hat“.
Da sich jedoch auch in der Endphase keine Chancen ergaben, blieb es schlussendlich beim 0:2 und der Erkenntnis nach dem Spiel, dass man heute noch hätte zwei Stunden spielen können. Ein Tor für den SVK wäre nie gefallen.