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01.05.2003

Debakel in Alhausen

SVK geht sang- und klanglos mit 1:6 gegen den SV Alhausen/Pömbsen unter

Am letzten Sonntag holte sich die erste Seniorenmannschaft des SVK gegen einen stark aufspielenden Gastgeber seine bisher größte Packung in der Rückrunde ab. Bis zur Halbzeit konnte man das Spiel mit 0:0 noch einigermaßen ausgeglichen gestalten. Kurz nach der Pause machten aber drei Gegentore innerhalb von nur sechs Minuten klar, dass an diesem Tag wohl nicht viel zu holen war. Schütze des Kollerbecker Ehrentreffers zum zwischenzeitlichen 1:3 war André Struck.

Von Anfang an stand das Spiel unter keinem guten Stern. Von Verletzungs- und Rotsorgen geplagt stellte sich die Mannschaft wieder einmal praktisch von selber auf. Trainer Dietmar Ferlemann musste nicht nur auf beide etatmäßige Manndecker verzichten (Jochen Mönks rotgesperrt, Willi Struk am Oberschenkel verletzt). Auch Mittelfeldspieler Carsten Rheker wird wegen einer Knochenabsplitterung im Fuß mindestens drei Wochen nicht spielen können. Erst jetzt wird langsam klar, wie viel Glück man über große Teile der Rückrunde hatte, als kein Spieler verletzt oder rotgesperrt war.
Zudem hätte der Respekt vor dem Gegner größer nicht sein können. Und das zu recht. Ist der SV Alhausen/Pömbsen doch noch vor dem Ligaprimus SC Lauenförde erfolgreichste Mannschaft der Rückrunde. Tore am Fließband Spieltag für Spieltag. Die einzige Tatsache, die Mut machte, war die, dass der SV Alhausen/Pömbsen anscheinend so viel wert auf das Tore schießen legt, dass er das Tore verhindern ab und zu vergisst.
So lautete die Devise vor Beginn des Spiels: „Hinten so lange wie möglich das Tor sauber halten und vorne die sich ergebenden Chancen eiskalt nutzen“. Das mit dem Tore verhindern klappte zunächst recht gut. Für den Gastgeber ergaben sich zwar einige gute Einschussmöglichkeiten, aber bis ins Tor reichte es nicht. Doch auch der Kollerbecker Sturm ließ einige gute Chancen verstreichen, sodass es zu Halbzeit noch 0:0 stand.
Was allerdings dann direkt nach der Halbzeitpause geschah, konnte keiner der mitgereisten Kollerbecker verstehen. Zunächst ein schnell ausgeführter Freistoß der Gastgeber, bei dem die gesamte Kollerbecker Mannschaft schläft und der Ball ohne Berührung von Freund und Feind langsam ins lange Eck trudelt. Zeit zum Ärgern blieb jedoch nicht, denn eine Minute später war das nächste Gegentor fällig. Alexander Stecker war sein Gegenspieler im Sechzehner enteilt und das lange Bein war nicht lang genug für den Ball, sondern nur für des Gegners Bein. Ein Pfiff, ein Elfer, ein Tor: 0:2. Drei Minuten später dann das nächste Tor: 0:3. Das Spiel war gelaufen.
Zwar gelang André Struck in der Folgezeit noch das 1:3 und ein wenig Hoffung keimte auf. Diese währte jedoch nicht lange, denn schnell legten die Gastgeber noch drei Tore unter gütiger Mithilfe der Kollerbecker Spieler und teilweise sogar unter Gelächter der Alhäuser Zuschauer nach. Chancen für den SVK ergaben sich zwar auch noch, wurden jedoch sämtlich und kläglich vergeben.
Dass das Schützenfest und die Blamage in Alhausen der heimischen Presse am nächsten Tag keine größere Schlagzeile wert war, lag nur daran, dass aus Kollerbecker Sicht glücklicherweise bei den anderen Spielen des Spieltages teilweise noch mehr Tore gefallen sind. Ob allerdings die Saison ebenso glücklich abgeschlossen werden kann, ist fraglich und hängt weitesgehend davon ab, wie sich die Personalmisere entwickelt.