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15.02.2006

Nur Streicher »streicht« mächtig ein

Auswertung der Serie »A-Ligisten« mit klaren und unklaren Aussagen

»Jens Streicher ist mit bisher 25 Treffern der Spieler der Hinrunde.« Das sagten zwölf der 16 A-Liga-Trainer. In keinem der weiteren sechs Stichworte stimmten die Übungsleiter mehr überein als in diesem. Das wird durch die Auswertung der Trainer-Stichworte in der nun abgeschlossenen WB-Serie »A-Ligisten in der Winterpause« belegt.  Neben Jens Streicher sprechen einige Trainer ihren Youngstern viel Lob aus. Ob Joel Versen (SpVg. Rolfzen/Sommersell), Süleyman Öztürk, Kiymet Aybak (beide TIG Brakel), Arthur Michel (SG Sandebeck/Langeland) oder Robert Kimmel (TuS Bad Driburg) - alle hätten laut ihrer Übungsleiter das Prädikat »Spieler der Hinrunde« verdient. Für den neuen TSC-Trainer Bilal Bozkurt ist sein Bruder Ünal der bis dato stärkste Akteur. Mit bislang 22 Treffern spielt der Torjäger wohl die wichtigste Rolle beim abstiegsgefährdeten TSC Steinheim. Stefan Hensel vom SC Lauenförde sieht seinen 41-jährigen Schlussmann Andreas Kleinschmidt und Romo Piegza (Stürmer vom SV Brenkhausen/B.) ganz vorne.
Bei der Frage nach dem Trainer der Hinrunde wurde meistens die Arbeit und der Einsatz aller hervorgehoben. Trotzdem wurden einige Übungsleiter namentlich erwähnt: Harald Klunker überzeugt mit seinem Auftreten beim TuS Bad Driburg drei seiner Kollegen und erhielt die meisten Stimmen. Weiteres Lob erhielten Norbert Dölitzsch (TuS Vinsebeck), Andreas Grützner (SVB/B), Werner Koch (SpVg. Brakel), Thomas Viehöfer und Michael Vogt (beide SV Höxter) sowie Jörg Hundertmark (SVK). Heißester Favorit für den Aufstieg in die Bezirksliga ist der SV Brenkhausen/Bosseborn. Gleich neun Trainer setzen auf die Fusionierten. SVB/B-Coach Andreas Grützner gab sich dann auch entsprechend selbstbewusst: »Wir wollen Meister werden.« Der Tabellenzweite TuS Bad Driburg bekam zwei Stimmen. Fünf Trainer wollten sich nicht festlegen: »Der SV Brenkhausen/Bosseborn und der TuS Bad Driburg machen die Meisterschaft unter sich aus« oder die Trainer fassten sich noch allgemeiner: »Die ersten fünf Mannschaften sind Meisterschaftskandidaten.« Dass die Grützner-Elf zur Winterpause ganz oben steht, überrascht vier der 16 Befragten positiv. Doch die absolut postive Überraschung in dieser Saison ist der Aufsteiger und aktuelle Tabellensechste SV Kollerbeck. Das führte die Hälfte der A-Ligatrainer aus. Der zweite Aufsteiger, die SG Sandebeck/Langeland, bekam zwei Stimmen. Auch der Tabellenzweite TuS Bad Driburg zählt mit fünf Stimmen zu den positiven Überraschungen. Die negative Überraschung ist der TuS Amelunxen (zehn Stimmen), gefolgt vom TSC Steinheim (drei Stimmen). Amelunxens Trainer Andreas Niemann und Bilal Bozkurt (TSC) sind sich nicht zu schade, ihre eigenen Teams als negative Überraschnungen zu nennen. Auch der SC Lauenförde und der SV Bredenborn werden vereinzelt als negative Überraschungen genannt. Der ein oder andere Übungsleiter hatte Bredenborn und Lauenförde ganz oben erwartet. Andreas Grützner und Martin Kröger (SG Ottbergen/B.) führten aus, dass die mangelde Trainingseinstellung bei einigen A-Ligisten alarmierend sei.  Aufgrund der aktuellen Situation in der Bezirksliga werden am Ende der Saison wohl nur zwei A-Liga-Teams absteigen. Das werden nach Auswertung der TrainerStichpunkte der SV Vörden und der TSC Steinheim sein. Jeweils sieben Übungsleiter sehen für den SVV und den TSC kaum noch Hoffnung. Vier Übungsleiter hielten sich aus der Abstiegsprognose ganz heraus. Wer weiß am Ende wirklich, ob der SVV oder TSC nächstes Jahr in der B-Liga spielen, der SV B/B Meister wird, Jens Streicher weiterhin so viele Tore schießt oder der SV Kollerbeck immer noch die Liga aufmischt? Klarheiten gibt es frühestens ab dem 5. März, denn dann beendet die Kreisliga A ihre Winterpause.
Quelle: Westfalenblatt vom 15.02.2006, Lokalsport Höxter