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05.01.2007

A-Ligisten in der Winterpause

Aufstieg ist in Kollerbeck längst kein Tabuwort mehr

(wb) Viele Experten hatten dem SV Kollerbeck vor der Saison einiges zugetraut: ein Platz unter den besten fünf Teams sei möglich. Doch dass es bei der Hundertmark-Elf derart glänzend laufen sollte, das hatten sie selbst im SVK-Lager nicht erwartet. Der Aufstieg ist beim Köterbergclub ein Thema. Nach 18 Partien rangiert die Mannschaft auf einem hervorragenden zweiten Tabellenplatz und hat nur einen Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter SV Brenkhausen/Bosseborn. Nicht nur aufgrund dieser Ausgangssituation für das Jahr 2007 gibt sich SVK-Trainer Jörg Hundertmark gegenüber dem WESTFALEN-BLATT entspannt und gelassen: »Natürlich sind wir mehr als zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Wir haben mehr erreicht, als wir uns vorgestellt haben. Viel wichtiger aber ist, dass sich unsere Spieler fußballerisch weiter entwickelt haben«, stellt der Coach mit dieser Aussage bewusst nicht den Tabellenplatz in den Vordergrund.

Als ein Indiz für den Reifeprozess führt Hundertmark die aktuelle Torstatistik des Teams an. Der SV Kollerbeck hat mit erst 22 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga. Nur der TuS Bad Driburg kassierte mit 20 weniger Gegentore. »Das sah in der vergangenen Saison noch ganz anders aus, als wir neben den Absteigern fast die meisten Gegentreffer hinnehmen mussten. Die Jungs spielen jetzt verhaltener und sind aufmerksamer in der Rückwärtsbewegung«, führt der junge Coach weiter aus. Mit bereits 49 erzielten Toren gehören die Grün-Weißen zwar nicht mehr zu den Spitzenteams der Liga, doch an Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor haben sie kaum eingebüßt.

Als bisherige Highlights sieht Hundertmark die Partie vor 500 Fans auf dem heimischen Platz gegen den SV Fürstenau/Bödexen: »Da haben wir zwar 2:3 verloren, die Stimmung war jedoch super.« Doch auch die Serie zu Beginn der Saison mit 13 ungeschlagenen Partien in Folge sei ein toller Erfolg gewesen. Weitere Pluspunkt für die Zeit nach der Winterpause sieht Hundertmark in Größe und Ausgeglichenheit des Kaders. »Ich habe 18 bis 20 Mann, die fast immer beim Training sind. Da gibt es auf mehreren Positionen Konkurrenzkampf, der jedoch absolut fair abläuft.« Die Kameradschaft und der Teamgeist beim SVK stimmen. »Leistungsträger wie Elmar Happe und Michael Meyer sind selbstverständlich gesetzt«, gibt es bei den Kollerbeckern natürlich auch eine Rangordnung.

Das Thema Aufstieg wurde in den Reihen des SVK vor der Saison nicht diskutiert, wird angesichts der aktuellen Tabellenkonstellation aber auch nicht abgewiesen. »Wir sind alles Sportler, speziell Fußballer, die immer den größten Erfolg wollen. Und wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann werden wir natürlich auch alles probieren, um aufzusteigen«, freut sich Hundertmark auf einen spannenden Ligaendspurt. Die Grün-Weißen werden nach der Winterpause voller Zuversicht starten.

Stichworte für den Trainer

Mannschaft der Hinrunde: Der SV Brenkhausen/Bosseborn. Diese Mannschaft ist nicht gerade berauschend gestartet. Doch dann haben die SVB/B-Spieler eine beeindruckende Trotzreaktion gezeigt und noch eine tolle Serie gespielt.

Spieler der Hinrunde: Aus unseren Reihen hat mich Marc Neumann positiv überrascht. Der Junge hat eine konstant starke Hinrunde gespielt. In der Liga ist mir Torjäger Christoph Uebensee vom TuS Amelunxen aufgefallen. Er hat eine gute Ballbehandlung und ist stets gefährlich.

Überraschung der Hinrunde: Ich bin etwas überrascht, dass TiG Brakel und die SpVg Rolfzen/Sommersell anscheinend so unterlegen sind, wie es die Tabelle darstellt. Von denen hätte ich mehr erwartet. Zumindest bei Rolfzen/Sommersell scheint es aufwärts zu gehen.

Trainer der Hinrunde: Da möchte ich keinen nennen. Jeder Coach versucht das Beste zu geben.

Rückrundenziel: So lange wie möglich oben mitspielen, um dann mit der nötigen Portion Glück den Aufstieg zu schaffen.

Quelle: Westfalen-Blatt, Lokalsport Höxter vom 05.01.2006