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10.09.2007

SVK noch immer nicht angekommen

SVK – TSV Kohlstädt 0:4

Null Punkte und null zu acht Tore. So sieht die grausame Wahrheit für den SVK nach drei Heimspielen aus. Die nackten Zahlen lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Der SVK ist noch nicht angekommen in der Bezirksliga. Das jedoch ist um Einiges zu einfach. Denn wer die drei Spiele gegen Erkeln, Peckelsheim und jetzt Kohlstädt gesehen hat, der weiß vielleicht auch die Ergebnisse richtig einzuordnen. Denn Fakt ist, dass der SVK zumindest in den beiden letzten Heimspielen phasenweise die klar bessere Mannschaft war. Das alleine reicht aber zumindest dann nicht aus, wenn man in diesen guten Phasen einfach das Tor nicht macht. Und genau das hat sich der SVK momentan vorzuwerfen.


Elmar Happe war beruflich unterwegs gewesen und hatte deswegen dezidierte Anweisungen zur Aufstellung und Spielweise seiner Mannschaft hinterlassen. Statt seiner sollte Flitterwochenheimkehrer Jens von Heesen im defensiven Mittelfeld agieren. Und insgesamt sollte weniger stürmisch und mehr defensiv agiert werden als im letzten Heimspiel, wo man ja bekanntlich drei Gegentore kassiert hatte. Die Umsetzung funktionierte zunächst vorzüglich. Die Mannschaft stand tief und kompakt und stieß gerade in den ersten zwanzig Minuten des Spiels immer wieder gefährlich zu. Doch trotz bester Gelegenheiten für Mikael Grunwaldt (4.), Niklas Rheker (6.), Michael Meyer (8.) und Jens von Heesen per Kopf (20.) wollte der Ball einfach nicht ins Tor.

Nun ebbten die Angriffsbemühungen des SVK langsam ab und der TSV Kohlstädt kam zu Torchancen. Insbesondere nach einem fatalen Fehler von Alexander Rheker in der 33. Spielminute hätte es gut und gerne 0:1 stehen können. Der Ball streifte jedoch nur die Querlatte des Kollerbecker Gehäuses. Das Tor sollte dann jedoch in der 40. Spielminute fallen. Vorausgegangen waren ein Freistoß und Gestocher im Kollerbecker Sechzehner. Der Ball wurde nicht konsequent geklärt und folgerichtig im Tor versenkt. Der Schock saß und es ging in der Halbzeitpause.

Dort stellte man fest, dass man mit Sicherheit nicht die schlechtere Mannschaft gewesen sei. Nun wollten die Spieler wieder wie zu Beginn des Spiels aus einer geordneten Defensive agieren und sich so ihre Chancen erarbeiten.

Was dann jedoch folgte, hatte mit Ordnung wenig gemein. Denn es dauerte keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff, bis das 0:2 fiel und alle Hoffnungen dahin waren. Ab jetzt beschreibt nur noch eine Vokabel das Kollerbecker Spiel treffend: Chaos.

Und so kam es, dass der SVK am Ende mit „nur“ vier Gegentoren noch gut bedient war. Zuvor hatte sich der mittlerweile eingetroffene Elmar Happe noch eingewechselt (62.) und wurde Libero André Struck zugunsten des dritten Stürmers Stefan Klocke geopfert (70.). Zusätzlich sah Torben Rheker noch die gelb-rote Karte.

Dann war das Spiel zwar irgendwann glücklicherweise vorbei. Es dauerte jedoch merklich lange, bis die Spieler das Geschehene verarbeitet hatten. Denn statt in der Bezirksliga sind sie spätestens heute ganz woanders angekommen: auf dem Boden der Tatsachen nämlich. Dieser ist aber bekanntlich nicht die schlechteste Basis für harte Arbeit…

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck (70. Stefan Klocke), Alexander Rheker, Matthias Brisgies, Jens von Heeses,, Marc Neumann, Michael Meyer, Niklas Rheker, Torben Rheker, Mikael Grunwaldt (62. Elmar Happe), Pascal Ewers (50. Jens Schölzel)

Da nützen auch die "dicken Backen" nichts: Michael Meyer im Zweikampf