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19.05.2005

Knapp an der Sensation vorbei

SVK unterliegt im Halbfinale des DFB-Kreispokals dem TuS Erkeln mit 2:3

(luw) Irgendwann musste es ja kommen. Und so gab es für den SVK im 29. Plichtspiel der Saison die erste Niederlage. Doch selbst diese Niederlage war vermeidbar. Denn obwohl es gegen den Zweitplatzierten der Bezirksliga, den TuS Erkeln ging, lagen die Hundertmark-Jungs für ganze zwei Minuten – nämlich von der 59. bis zur 61. Spielminute - in Führung. Am Ende allerdings stand es verdientermaßen 3:2 für die Gäste und der SVK hatte sich mit mehr als Anstand aus dem diesjährigen Wettbewerb verabschiedet. Torschützen für den SVK waren Elmar Happe und Michael Meyer.
Da staunten die Kollerbecker Kicker und Zuschauer gleichermaßen. Wann hatte es zuletzt offizielle Linienrichter im gelben Jersey im Rehbergstadion gegeben? Da war die erste Belehrung des Schiedsrichters schon vor Anpfiff fällig: „Ja klar. Ab Kreispokalhalbfinale sind immer Linienrichter dabei. Wussten Sie das nicht?“ Nein, wussten die meisten nicht. War aber auch egal. Denn auch zu dritt gingen mehrere Entscheidungen - darüber waren sich am Ende beide Trainer einig - daneben. Zwar wohl keine spielentscheidenden. Aber immerhin.
Fußball gespielt wurde aber auch. Und wie. Der TuS Erkeln legte los wie die Feuerwehr und so mancher Zuschauer fragte sich nach fünf Minuten schon, wo die Reise hingehen würde. Dann allerdings fingen sich die Kollerbecker allmählich und kamen immer besser in die Zweikämpfe. Allen voran Elmar Happe, der eigentlich überall auf dem Platz zu finden war. Doch auch er konnte das 0:1 in der 20. Minute nicht verhindern. Vorausgegangen war ein Fehlpass im Mittelfeld, der mit brutaler Konsequenz ausgenutzt wurde. Doch wer jetzt dachte, dass der SVK sich seinem Schicksal ergeben würde, der sah sich eines besseren belehrt. Denn nun kam Kollerbeck zu guten Torchancen durch Carsten Rheker (27.) und Elmar Happe (30.), die jedoch zunächst nicht genutzt werden konnten. Wohl aber zwei Minuten später wiederum durch Elmar Happe, der nach einem schönen Solo aus 18 Metern abzog und dem Torwart keine Chance ließ. Und mit diesem Resultat ging es in die Kabine, wo die Kollerbecker erstmal einige Zeit brauchten, um Luft zu holten. Das ungleich höhere Tempo des Bezirksligisten gegenüber den Mannschaften der B-Liga forderte seinen Tribut. Die Stimmung allerdings war gut. Kunststück.
Und auch die zweite Halbzeit begann temporeich mit Chancen hüben wie drüben unter anderem durch Niklas Rheker (46.). Die entscheidenden Situationen passierten dann jedoch zwischen der 59. und 63. Minute. Zunächst die 2:1-Führung durch Michael Meyer in der 59. Minute nach schönem Zuspiel durch Elmar Happe mit anschließendem grenzenlosen und ohrenbetäubenden Jubel in den Reihen des SVK. In der folgenden Euphorie ging jedoch etwas die Ordnung verloren, sodass der Ausgleich bereits zwei Minuten auf dem Fuße folgte. Damit aber nicht genug, denn wiederum zwei Minuten später ließ sich der erst kürzlich eingewechselte Jens Schölzel nach Provokation zur Tätlichkeit hinreißen. Rot war nur die logische Schlussfolgerung.
In der Folgezeit machten dann die Bezirksligisten noch mehr Druck und in der 81. Spielminute folgerichtig das 3:2, das auch schlussendlich zum Sieg reichte. Nach dem Schlusspfiff allerdings verkehrte Welt. Denn der minutenlange Applaus der Kollerbecker Anhänger für die gezeigte Leistung ihrer Jungs verwunderte auch die Gäste aus Erkeln. „Wer hat hier eigentlich gewonnen?“, so war aus mehreren Gesichtern der Gäste zu lesen. Die Antwort ist denkbar einfach: alle. Zum einen die Erkelner, die zu Recht im Kreispokalfinale stehen. Zum zweiten die Kollerbecker Spieler, die mit der gezeigten Leistung nahtlos an phantastische Saison anknüpften. Und zum dritte die Zuschauer, die ein hochklassiges Spiel mit Spannung und vielen Torraumszenen gesehen hatten.
Das wollen wir im nächsten Jahr wieder haben! Weiter so, ihr Spitzenreiter, Meister und Aufsteiger!

Elmar Happe

Mann des Tages für den SVK trotz Niederlage: Elmar Happe
mit Tor, Torvorlage und unzähligen gewonnenen Zweikämpfen