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09.04.2008

Happe: „Erwarte Trotzreaktion“

Vorbericht: SVK – SV Dringenberg

Das waren zwei ganz schwere Schläge, die der SVK in den letzten beiden Auswärtsspielen in Peckelsheim und Diestelbruch hat einstecken müssen. Und auch die unglückliche Heimniederlage gegen den FC Nieheim hat weh getan. Und das, obwohl man nach zuvor zwei Siegen gegen Vinsebeck und Borgholz doch so guter Dinge war, einmal positive Schlagzeilen in Serie schreiben zu können. Nun aber stecken die Grün-Weißen wieder oder auch immer noch richtig tief drin im Schlamassel. Dabei machen noch nicht einmal die nackten Zahlen am meisten Sorge, sondern eher die Verfassung unserer sehr jungen Mannschaft.

Dementsprechend bereitet Elmar Happe auch genau diese Art und Weise, wie sich unsere Jungs in Peckelsheim und Diestelbruch verkauft haben, die größten Sorgen: „Gegen Nieheim zu verlieren ist keine Schande. Wie wir uns aber gegen unsere direkten Konkurrenten verkauft haben, macht einem schon gehöriges Kopfzerbrechen. Insbesondere die Leistung gegen Diestelbruch war sehr enttäuschend.“

Auf Nachfrage, wo denn nun genau die Probleme im Spiel auf Diestelbrucher Asche gelegen haben, will sich der Höxteraner dann auch auf keinen Mannschaftsteil einschießen: „Sicherlich ist es mental problematisch, nach guten offensiven Aktionen mit darauf folgenden Fehlern in Rückstand zu geraten, weil sich Frustration breit macht. Allerdings stellen wir uns dabei in der Defensive nicht gerade clever an.“ Und das ärgert den Defensivspezialisten umso mehr, als dass „Diestelbruch ein eher schwacher Gegner war“. Dementsprechend wäre auch nach dem 0:2 genug Zeit gewesen, das Spiel zu drehen. Allerdings brächten die Grün-Weißen es nicht fertig ihre Offensivaktionen ordentlich zu Ende zu spielen. Stattdessen spielten sie viel zu hektisch nach vorne, was wiederum die Fehlerquote erhöhe. „Dass dann die Köpfe immer weiter nach unten gehen, ist nur logisch“, resümiert Happe.

Diesen altbekannten Teufelskreis aus Misserfolgen und hängenden Köpfen zu durchbrechen, sieht Happe in diesen Tagen verständlicherweise als seine Hauptaufgabe an: „Diese Fehler muss man im Training ansprechen und ausmerzen. Jeder einzelne muss sich hinterfragen und versuchen, in den letzten acht Spielen nochmal alles aus sich herauszuholen. Man sagt ja so schön ‚Solange theoretisch noch alles möglich ist geben wir nicht auf’. Und so sehe ich das zu 100%! Auch wenn es sehr schwierig wird.“

Und genau zu diesem Zeitpunkt, wo Erfolgserlebnisse mehr denn je gebraucht werden, kommt nun eine Mannschaft ins Rehbergstadion, von der Spielertrainer Elmar Happe zurecht sagt, dass sie eine der wenigen Mannschaften ist, die im Hinspiel spielerisch klar besser war als der SVK (hier geht es zum Bericht des Hinspiels). Was also anderes bleibt Happe übrig, als auf die berühmte Trotzreaktion im Spiel gegen den Favoriten zu setzen. Denn eins ist klar: Nicht selten hat sich unsere Mannschaft gerade gegen große Gegner wesentlich teurer verkaufen können als in Spielen gegen unmittelbare Konkurrenten. Und schlecht ist es mit Sicherheit auch nicht, dass nach einigen Ausfällen in den letzten Wochen nach derzeitigem Stand wohl alle Mann an Bord sein werden.

Ist bald hoffentlich wieder zu 100% fit nach überastandenem Pfeifferschen Drüsenfieber: Jens Schölzel