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06.09.2008

Tracht Prügel vom Lieblingsgegner

SVK I - SV Bredenborn 1:3

Im vorgezogenen Meisterschaftsspiel und Derby verliert der SVK verdient mit 1:3. Alle drei Gegentore fielen nach Standardsituationen. Spannend wurde es erst wieder, als Michael Meyer in der 70. Spielminute per Handelfmeter auf 1:3 verkürzte. Wäre dann in der 75. Spielminute noch der spektakuläre Freistoß von Pascal Ewers aus 25 Metern nicht am Pfosten, sondern stattdessen im Tor eingeschlagen, wer weiß, was dann noch passiert wäre. So aber bezieht der SVK eine regelrechte Tracht Prügel gegen den Erzrivalen aus dem Eichenwald.

Sascha NiemeierDieses Derby war so ganz anders als die vielen Derbys gegen unseren Nachbarn zuvor. Das fing schon damit an, dass wahrscheinlich sogar mehr Bredenborner als Kollerbecker Anhänger dem Spiel beiwohnten. Und als wäre das noch nicht genug: Auch auf dem Platz selber schienen in Halbzeit Nummer eins mehr „schwarz-gelbe“ als „grün-weiße“ rumzulaufen. So dauerte es auch nur drei Minuten – viele Kollerbecker hatten noch nicht einmal in ihre Bratwurst gebissen – da stand es schon 0:1. Wieder einmal sollte es eine Standardsituation sein, die Unheil über die Kollerbecker Abwehr bringt. Irgendwie schien man noch nicht so recht wach zu sein. Anders ist es wohl auch nicht zu erklären, dass auch im Anschluss von Kollerbecker Seite sehr wenig kam in Sachen Kampfbereitschaft und Initiative. Verwunderlich, waren diese Dinge doch in den Spielen zuvor gegen Bredenborn eine Selbstverständlichkeit gewesen. Und so kamen die Kollerbecker in der ersten Halbzeit doch tatsächlich auf nur eine einzige Torchance durch Stefan Klocke, der seinen Schuss allerdings über das Tor setzt (12.).

Dementsprechend enttäuscht war natürlich auch Elmar Happe in der Kabine: „Man merkt Euch einfach nicht an, dass Derby-Zeit ist! Die Bredenborner pushen sich nach jedem gewonnenen Zweikampf gegenseitig hoch und von uns kommt gar nichts!“

Noch enttäuschter wird der Höxteraner dann noch einmal gewesen sein, als es 0:2 hieß. Wieder war es eine Standardsituation gewesen. Und wieder fiel der Gegentreffer direkt nach der Halbzeitpause (52.). Und wieder hatte die Kollerbecker Innenverteidigung schlicht und ergreifend geschlafen. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass Patrick Brautlicht – spielte in der Jugend für den SVK und ist von seiner Statur her ganz und gar kein Kopfballungeheuer – überhaupt keine Mühe hat, mit dem Kopf an Sascha Niemeier vorbei einzunetzen.

Und es sollte noch schlimmer kommen. Denn in der 67. Spielminute hieß es einmal mehr Freistoß für die Germania. Und es hieß einmal mehr Tor für die Germania. Diesmal ging der schön getretene Freistoß aus 20 Metern direkt über die Mauer ins Kollerbecker Tor.

Erst danach kamen die Kollerbecker besser ins Spiel und kamen in der 70. Spielminute doch noch zu ihrem „Ehrentreffer“. Ein Bredenborner Verteidiger hatte den Ball dankenswerter Weise im eigenen 16er mit dem Oberarm gespielt und so einen Elfmeter spendiert, den Michael Meyer souverän verwandelte.

Fünf Minuten später hätte es tatsächlich noch einmal spannend werden können, doch der wunderschön von Pascal Ewers getretene Freistoß aus 25 Metern ging wie ein Strich an das Bredenborner Gehäuse. Langsam macht es keinen Spaß mehr mitzuzählen, wie oft wir in dieser Saison schon Pech mit dem Edelmetall hatten. Es dürfte das sechste Mal im sechsten Spiel gewesen sein. Aber egal, denn diese Situation dürfte mitnichten die alles entscheidende gewesen sein. Vielmehr ließen die Grün-Weißen heute einfach vieles missen. Und wenn dann noch diese offenkundige Defensivschwäche bzw. Schlafmützigkeit bei Standards und diese in schöner Regelmäßigkeit gefangenen Gegentreffer direkt nach der Pause hinzukommen, dann kann man wahrscheinlich gegen Bredenborn keine Punkte holen. Da kann noch so sehr Derbyzeit und die Serie gegen „schwarz-gelb“ noch so sehr grün-weiß gewesen sein.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Matthias Brisgies (89. Jan Durgeloh), Alexander Rheker (46. Jens von Heesen), André Struck, Michael Meyer, Mikael Grunwaldt, Niklas Rheker, Stefan Klocke, Jens Schölzel, Torben Rheker (56. Matthias Loges), Pascal Ewers

Erwartet gerade den Freistoß zum 0:2: Sascha Niemeier