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21.04.2009

Dieses war der zweite Streich…

Sonntag, 15:00: SVK I vs. FC Stahle

(luw) Zu nah lag die Anlehnung an die literarische Vorlage des Großmeisters Wilhelm Busch, um diese Vorlage links liegen zu lassen. Denn nach den beiden Siegen gegen die Spitzenmannschaften Alhausen und Hembsen folgt tatsächlich die Möglichkeit zum dritten Streich auf dem Fuße. Dieses Mal könnte das Opfer FC Stahle heißen. Der derzeitige Tabellenzweite liegt zwar noch nicht ganz in Schlagdistanz des SVK. Doch nach der Niederlage der Weserdörfler gegen die SG Alhausen/Pömbsen am letzten Sonntag sind es tatsächlich nur noch vier Punkte, die der SVK Rückstand auf den vermeintlichen Aufstiegsplatz hat. Und da noch acht Spiele zu absolvieren sind, kann es auch für den SVK noch ganz schön heiß werden im Kampf um die Bezirksliga.

Für die jetzt gute Ausgangssituation im Schlussspurt der Saison sorgten vor allem die beiden letzten Siege gegen Alhausen und Hembsen. Zuvor war es doch stets so gewesen, dass zwar der SVK in schöner Regelmäßigkeit gesiegt hatte. Aber auch die direkte Konkurrenz hatte fleißig gepunktet, sodass sich am Tabellenbild gar nicht so fürchterlich viel änderte. Aus diesem Grund hatte Hundertmark bereits vor den letzten beiden 6-Punkte-Spielen gegen die Tabellennachbarn immer wieder betont, „dass jetzt die Zeit des Erntens beginnen würde.“

Kapitän Sascha Niemeier sieht dagegen die beiden Spiele weniger philosophisch: „Das Alhausen-Spiel ist einfach gut gelaufen. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Länger zu knabbern hatte ich am Hembsen-Spiel. Da erspielt man sich einen Vorsprung, der durch einen absolut lächerlichen Elfmeterpfiff einfach zunichte gemacht wird. Gott-sei-Dank haben die Jungs Moral bewiesen, sich trotz der kuriosen Entscheidungen den Allerwertesten aufgerissen und schlussendlich das Spiel verdientermaßen gewonnen.“

Nun kommt mit dem FC Stahle der Tabellenzweite ins Rehbergstadion. Und weil dieser nur noch eine knappe Hand voll Punkte vor dem SVK residiert, stellt sich unter Umständen doch noch die Frage, ob über das sich selbst gesteckte Saisonziel noch einmal nachzudenken ist. Bisher hat Jörg Hundertmark stets als Ziel einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften ausgegeben. Kapitän Sascha Niemeier sieht die Situation so: „Wenn wir am Sonntag gegen Stahle gewinnen – und die Chancen dafür stehen meiner Ansicht nach gut – dann müssen wir uns nächste Woche mal zusammen setzen, um über die Anpassung des Saisonziels zu sprechen. Dann müssen wir Tacheles reden.“

Der Grund für seine Zuversicht liegt dabei vor allem in der Tatsache, dass er sich am letzten Sonntag mit einigen anderen Mannschaftskollegen das Spitzenspiel der SG Alhausen/Pömbsen gegen den FC Stahle vor Ort angesehen hat. „Obwohl Stahle fast eine halbe Stunde in Überzahl gespielt hat, haben sie sich erst ganz am Ende einige Torchancen erspielen können und haben deswegen verdient mit 0:3 verloren. Kurzum: Die Stahler sahen schlagbar aus!“

Einen weiteren Grund für einen Sieg in grün und weiß dürfte eventuell auch die Erinnerung an das Hinspiel liefern. Damals waren die Kicker um Mittelfeldmotor Michael Meyer an der Weser mächtig abgewatscht worden. Der Titel des Spielberichts lautete seinerzeit „Im freien Fall“. Und auch Sascha Niemeier denkt nur ungern an diese Lehrstunde der bitteren Art zurück: „Da hat uns Stahle ja so richtig vorgeführt. Wir haben jetzt also ordentlich was gut zu machen. Ich hoffe, dass wir ein vernünftiges Spitzenspiel abliefern werden. Und dabei natürlich das bessere Ende für uns behalten!“

Personell ist noch nicht ganz klar, wer am Sonntag zur Verfügung steht. Niemeier: „Mikael Grunwaldt wird definitiv noch mal fehlen. Fragezeichen stehen vor allem hinter Elmar Happe, Jens von Heesen und Matthias Loges, der im Spiel gegen Hembsen nach einer halben Stunde verletzt ausgewechselt werden musste.“

Jörg Hundertmark weilt im Übrigen diese Woche im Auftrag seines Brötchengebers PHOENIX CONTACT auf der Hannover-Messe. Deswegen: Wer auf ein Wiedersehen mit Jörg Hundertmark nicht bis zum Sonntag warten kann, der kann sich hier den 40-Jährigen Sunnyboy zwar weniger live aber dafür mit umso mehr Farbe ansehen. Jörg, wir sind stolz auf Dich!

Blickt zuversichtlich in die nächsten Wochen: Sascha Niemeier