SV Kollerbeck

Service

Suche



Termine

2018

September

Oktober

07.06.2009

„Nah dran am perfekten Spiel“

SVK nimmt Amelunxen mit 8:2 auseinander

Schöner kann man sich von seinem Heimpublikum nicht verabschieden. Erst Tore, dann Bier satt! Der SVK schlägt in seinem letzten Heimspiel der Saison 2008/2009 den TuS Amelunxen auch in dieser Höhe verdient mit 8:2. Torschützen für den SVK waren Stefan Klocke, Jens von Heesen (2), Torben Rheker, Pascal Ewers (2), Michael Meyer und ein unbekannter Gönner des SVK aus Kreisen des TuS Amelunxen.

Jörg Hundertmark war schon zur Halbzeitpause hochzufrieden. „Leute, was ihr hier heute anbietet, ist verdammt nah am perfekten Spiel. Das ist ganz klar unsere beste Saisonleistung. Die Amelunxer hatten ja keine Chance außer durch lange Pässe.“ Ein Sonderlob holte sich Stefan Klocke ab: „Das ist das beste Spiel, was ich von dir bisher gesehen habe!“

Zur Aufklärung: Zu diesem Zeitpunkt stand es „nur“ 3:1 und damit noch weit entfernt vom Kantersieg, der später dabei heraus kommen sollte. Und trotzdem war das klasse Fußballunterhaltung, die man die letzten Spiele schmerzlich vermissen musste beim SVK. Da wurde munter kombiniert, Zweikämpfe konsequent geführt und mancher Zungenschnalzer präsentiert. Und wahrlich war Stefan Klocke der Mann der ersten Halbzeit. Er machte nicht nur das 1:0 (15.), sondern erspielte sich fortan Chance um Chance, die jedoch leider nicht im Tor landeten. So kam es wie so oft und quasi die erste Chancen für die Gäste führte zum 1:1 (32.). Gut, dass im Gegenzug direkt das 2:1 durch Jens von Heesen fiel. Michael Meyer hatte eine Ecke vor das Tor gebracht, die der erfahrene Mittelfeldspieler mit dem Kopf versenkte. Nur sieben Minuten später sorgte Torben Rheker für das 3:1. Die Vorarbeit hatte wieder Stefan Klocke geliefert. Der hatte den Ball schön an der Eckfahne erobert und klug vor das Tor gebracht.

In der zweiten Halbzeit sollten dann die Tore fallen wie reife Früchte. Jens von Heesen traf in der 48. Spielminute zum 4:1, nachdem wieder einmal Michael Meyer eine Ecke herein gebracht hatte. Nur zwei Minuten später dann die zweite Chance des Spiels für den TuS Amelunxen und prompt wieder die Bestrafung. Die Gedankengänge von André Struck bei seiner verunglückten Kopfballabwehr müssten im Bedarfsfall noch mit ihm direkt geklärt werden. Allerdings spielte das Gegentor nicht solch eine gravierende Rolle, denn von nun an fielen die Tore nur noch auf der anderen Seite. Pascal Ewers sorgte für das 5:2 (55.) und Michael Meyer für das 6:2 (60.).

Das 7:2 wurde von einem Amelunxer Abwehrspieler beigesteuert und sorgte nicht unbedingt für Begeisterungsstürme des Gästekeepers. Der schnappte sich also das Leder – respektive Kunststoff – und schlug es Richtung Parkplätze. Folge waren nicht nur lieb gemeinte Sprüche der Kollerbecker Anhänger sondern darüber hinaus auch Feedback des Mannes in schwarz in Form einer Karte in gelb.

Das ist deswegen wichtig zu erwähnen, da sich das Spielchen in der 77. Spielminute nach dem 8:2 nur in der Form abgewandelt wiederholte, dass der Ball dieses Mal Richtung Kollerbecker Zuschauer weg geschlagen wurde. Die Folge war jedoch trotz Abwandlung die gleiche und der Torwart tauschte Handschuhe gegen Duschgel.

Die Aktion allerdings muss im Rückblick als nicht unbedingt förderlich für den Kollerbecker Torerfolg bewertet werden. Denn es fielen trotz etlicher Chancen keine Tore mehr. Auch als sich der TuS Amelunxen in der 81. Spielminute noch einmal dezimierte, änderte sich daran nichts.

Zu viele Kollerbecker wollten jetzt vielleicht den eigenen Torerfolg, sodass ein wenig die Ordnung verloren ging. Diese Torflaute änderte allerdings nichts am Unterhaltungswert der letzten zehn Minuten.

Insbesondere war es spannend, zu beobachten, ob Marc Neumann denn tatsächlich sein erstes Tor in einem Punktspiel erzielen würde. So manches Mal ging ein Raunen und ein lang gezogenes „Maaaaaaaaaarc“ durch das Rehbergstadion. Doch zwei Mal scheitert er am Amelunxer Keeper und einmal wird er zurück gepfiffen – Abseits soll der Grund gewesen sein. Sei es drum: Vielleicht hat sich der in Mannschaftskreisen „Gattuso“ genannte Mittelfeldkämpfer das Tor einfach für einen wichtigeren Zeitpunkt aufgehoben. Warten wir es einmal ab…

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Michael Meyer, Marc Neumann, Mikael Grunwaldt, Pascal Ewers, Stefan Klocke, Jens Schölzel, Torben Rheker (46. Lukas Meyer), Niklas Rheker (52. Dominik Sprenger), Jens von Heesen

Sorgte für mehr Spannung als Freistöße des TuS Amelunxen: "Lipps" Hund Mira