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05.04.2010

Drittes 1:1 in acht Tagen

SV Bergheim vs. SV Kollerbeck 1:1

Der SV Kollerbeck kommt auch im vierten Spiel nach der Winterpause nicht über ein 1:1 beim SV Bergheim hinaus. Zur Abwechslung sind unsere Jungs aber dieses Mal mit 1:0 in Führung gegangen. Gegen Nethetal und Dalhausen war man ja demgegenüber lange Zeit einem Rückstand hinterhergelaufen. Am Endresultat ändert das aber leider nichts. Denn kurz nach der Halbzeit fiel das 1:1 und Marc Neumann flog mit gelb-rot vom Platz. So kam es, dass man erneut mit dem 1:1 schon fast wieder zufrieden sein muss. Man schraubt ja schließlich seine Ansprüche runter.

Dass auf diesem Bergheimer Platz an diesem Tag kein schöner Fußball zu sehen sein würde, das erkannten alle Beteiligten spätestens beim Betreten des tiefen Grüns. Wann dieser Platz das letzte Mal eine Walze oder einen Rasenmäher gesehen hat, das wissen wir zwar nicht. Dass ihm beides durchaus einmal gut zu Gesicht gestanden hätte, das wissen wir allerdings. Aber sei es drum. Es wurde pünktlich angepfiffen.

Die erste Chance für den SVK ergab sich in der 13. Spielminute, als Pascal Ewers im Fünfmeterraum des SV Bergheim nur einen halben Schritt zu spät kommt. Stefan Klocke versuchte es in der 19. Spielminute aus 12 Metern. Doch der gegnerische Torwart hat kaum Mühe. In der 22. Spielminute dann die beste Chance der ersten Halbzeit für den Gastgeber. Der nach seiner Verletzung ins Team zurückgekehrte Sascha Niemeier lag bereits am Boden, als der Bergheimer Spieler den Ball jedoch über das Tor katapultiert. Danach versuchte es Niklas Rheker in der 23. Spielminute noch einmal aus 16 Metern, ehe das Spiel zeitweise ganz und gar in lautstarken Unmutsbekundungen der Kollerbecker unterging.

In diesen Minuten kam die ganze Unzufriedenheit, Frustration und Ungeduld mit der derzeitigen Situation an die Oberfläche. Fast jeder Grün-Weiße kommentierte alles und jeden in einer solch destruktiven Weise, die dem eigenen Spiel mit Sicherheit nicht förderlich ist. Neben allen Zuschauern staunte auch Jörg Hundertmark nicht schlecht: „Muss denn hier heute jeder den Mund aufmachen?“

Gut, dass mitten in diese Phase hinein die Kollerbecker Führung fiel. Nach einer Reihe von Pressschlägen und mehr oder weniger glücklich gewonnenen Zweikämpfen kam urplötzlich Pascal Ewers aus 14 Metern zum Schuss. „Der ist haltbar!“, dachte man noch, ehe der Bergheimer Keeper in schönster Hollywood-Manier abhob. Denn der machte zeigte ein wenig zu viel Show und ließ den Ball durch die Finger gleiten. Es stand also 1:0 aus Kollerbecker Sicht (30.).

Weil danach nichts mehr passierte – abgesehen von einer gelben Karte für Marc Neumann wegen Meckerns, die erst später an Bedeutung gewann – ging es mit dieser Führung in der Kabine und auch wieder heraus. Dann allerdings dauerte es nur drei Minuten, ehe sie dahin war. Denn ein Sonntagsschuss am Ostermontag aus 20 Metern in den Knick des Kollerbecker Gehäuses sorgte für den Ausgleich.

Als sich dann noch Marc Neumann in der 51. Spielminute bei einem gegnerischen Freistoß einen Moment zu früh aus der Mauer löste und mit gelb-rot zum vorzeitigen Duschen geschickt wurde, ahnten schon viele grün-weiße Anhänger, dass das heute nichts mehr werden würde mit dem ersten Dreier nach der Winterpause.

Und tatsächlich fielen keine Tore mehr. Das allerdings lag nicht etwa daran, dass die beiden Abwehrreihen so sattelfest gestanden bzw. gesessen hätten. Vielmehr konnten die Zuschauer insbesondere in der Schlussviertelstunde die Kuriosität eines offenen Schlagabtausches ohne die ganz großen Torchancen erleben. Denn oft genug liefen die Stürmer beider Parteien viel versprechend auf das gegnerische Tor zu, konnten aber den Ball wegen des Platzes und der mehr und mehr schwindenden  Kraft nicht kontrollieren, geschweige denn mal an einem Gegenspieler vorbei gehen. Ist es sonst oft schon schwer genug, mit dem Ball am Fuß seinem Gegenspieler zu entlaufen. Heute war es schlichtweg unmöglich. Der Ball höppelte, versprang oder blieb einfach liegen. Je nach Lust und Laune des Spielgeräts.

Erwähnenswert noch die Auswechslung von Sascha Niemeier in der 89. Spielminute, bei dem wohl die alte Verletzung wieder aufgerissen ist. Und das bei der ohnehin schon sehr angespannten Personallage und fehlenden Fitness und Form einiger oder auch vieler Spieler. Jetzt heißt es also: „Durchbeißen, SVK! Es kommen auch wieder bessere Zeiten…“

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier (89. Jens Schölzel), Jens Rendorf, Marc Neumann, Matthias Loges (83. Lukas Meyer), Torben Rheker, Michael Meyer, Pascal Ewers, Stefan Klocke, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt (90.+2 Uwe Mönks)