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16.05.2010

Ende der Remis-Serie

SVK gewinnt in Vörden 3:1

(luw) Nur bitte nicht schon wieder ein 1:1. Das Spiel gegen die SG Altenbergen/Vörden schreibt die 85. Spielminute und alles deutet erneut auf das alt bekannte Ergebnis hin. Doch dann rückt Libero Jens Rendorf mit nach Vorne und köpft aus kurzer Entfernung das erlösende Tor zum 2:1.

Marc Neumann durfte wider Erwarten doch mit ran. „Die Vier-Spiele-Sperre aus dem TIG-Spiel beginnt erst zum nächsten Spiel gegen den TuS Hembsen.“ Geschäftsführer Alexander Stecker hatte die Statuten ganz genau studiert und grünes Licht gegeben. So gab es gegenüber der Startaufstellung gegen TIG Brakel nur zwei Veränderungen. Für David Fuhrmann kehrte der wieder genesene Jens Schölzel ins Kollerbecker Tor zurück. Für Uwe Mönks spielte Lukas Meyer.

Das Spiel begann gut aus Kollerbecker Sicht. Bereits nach zwei Zeigerumdrehungen muss Mikael Grunwaldt das 1:0 machen. „Der kann sich die Ecke doch aussuchen.“ Jörg Hundertmark haderte mit dem Schicksal. Nützte aber nichts.

In der zehnten Minute dann Schrecksekunde auf der anderen Seite. Ein Vördener Freistoß aus 20 Metern findet den Weg an die Kollerbecker Querlatte. Glück gehabt.

Nur vier Minuten später wieder Aluminium. Dieses Mal auf der anderen Seite, wo Jens Rendorf den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen kann. „Irgendwann muss man seine Chancen auch mal wieder nutzen.“ Andreas „Porsche“ Krüger bringt die Kollerbecker Sturmmisere gewohnt treffsicher auf den Punkt.

In der 23. Spielminute heißt es dann wie aus heiterem Himmel 0:1 aus Kollerbecker Sicht. Der gegnerische Stürmer kann ohne nennenswerte Bedrängnis aus 16 Metern abschließen. Keine Chance für Jens Schölzel.

Nach einer halben Stunde erfolgte der Wechsel auf Kollerbecker Seite, der im Rückblick betrachtet ein glücklicher war. Niklas Rheker musste mit Magenkrämpfen den Platz verlassen. Für ihn warf Jörg Hundertmark Torben Rheker in die Partie. Und es sollte nur zwei Minuten dauern, bis der mit seinem klugen Zuspiel auf Pascal Ewers den Ausgleich einleitete. Dieser wiederum hatte nämlich überhaupt keine Probleme mehr, den Ball aus kürzester Distanz über die Linie zu schieben.

Es stand also 1:1 und viele Zuschauer unkten bereits, dass man ja eigentlich schon nach Hause fahren könne. Die Tore habe man ja alle gesehen. Noch mehr würden wohl nicht fallen. Und tatsächlich sah es sehr lange so aus, als ob sich diese nicht allzu gewagte These tatsächlich bewahrheiten würde. Denn was für Großchancen sich den Kollerbeckern auch zum Führungstreffer boten. Sie allesamt wurden nicht genutzt.

Insbesondere Stefan Klocke stocherte den Ball in der 47. Spielminute nur knapp neben das Tor und hat auch in der 80. Spielminute keinen Erfolg, als er alleine auf das gegnerische Tor zuläuft. Und auch „Denker und Lenker“ Michael Meyer vergab seine Großchance in der 72. Spielminute mehr oder weniger kläglich.

Dann aber kam die Stunde des Jens Rendorf, der in der 86. Spielminute dann doch noch das Kunststück vollbringt und den Ball über die Linie bugsiert. Flankengeber war erneut Torben Rheker gewesen. Und der machte in der Nachspielzeit sogar noch das 3:1. Nach einer Ecke. Mit dem Kopf. Das hat es wohl auch noch nicht oft gegeben in der Karriere des nicht gerade hünenhaft gebauten Angreifers.

Eine kleine Randnotiz ist wegen ihres Unterhaltungswerts noch die gelbe Karte für Pascal Ewers wert. Die erhielt er unmittelbar vor seiner Auswechslung. Wegen einer Muskelverletzung war der Stürmer nach einem Zweikampf nahe der Außenlinie – aber immer noch gute zwei Meter im Feld – zunächst kurz liegen geblieben. Möglicherweise um Kräfte zu sammeln. Als dann der Ball wieder in seine Nähe gelangte, quälte er sich hoch und ging in den nächsten Zweikamp. Zum Erstaunen aller pfiff der Unparteiische Helge Heinemann ab und gab ihm den gelben Karton. Er könne nicht so einfach wieder ins Feld kommen. Noch nicht klar ist, ob Pascal Ewers für diese Unsportlichkeit 15 Euro in die Mannschaftskasse zahlen muss. Kassierer Alexander „Sanner“ Rheker beruft sich da gerne auch mal auf die gute, alte „Tatsachenentscheidung.“

Die viel wichtigere Frage ist allerdings, ob der viel zitierte Knoten jetzt wohl endlich geplatzt ist? Man darf gespannt sein. Am Pfingstmontag in Hembsen werden wir hoffentlich schlauer sein.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Benedict Lange, Jens Rendorf, Marc Neumann, Michael Meyer, Pascal Ewers (68. Sven Schönhoff), Stefan Klocke, Alexander Rheker, Niklas Rheker (32. Torben Rheker), Mikael Grunwaldt, Lukas Meyer

Fußball kann so romantisch sein: Lukas Meyer in inniger Umarmung mit seinem Gegenspieler