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21.04.2011

Fußball ist Kopfsache

SVK – TuS Vinsebeck 2:1

Der SV Kollerbeck gewinnt sein Heimspiel am Grün-Donnerstag gegen den TuS Vinsebeck ebenso knapp wie am Ende verdient mit 2:1. Dem Zuschauer präsentierten sich dabei zwei Halbzeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Führten die Gäste aus Vinsebeck bis kurz vor der Halbzeitpause zunächst noch wegen der größeren Torgefährlichkeit und des größeren Bisses verdient mit 1:0, so drehten die Kollerbecker das Spiel im weiteren Verlauf gänzlich und fuhren am Ende sogar zu Recht die drei Punkte ein. Die Tore für den SVK erzielten Jens Schölzel und wieder einmal Christian Föst.

Das Spiel brauchte ein paar Minuten, um in Gang zu kommen. Dann aber in der siebten Spielminute bot sich Torben Rheker die ganz große Chance zum Torerfolg. Aus elf Metern kommt er frei vor dem Torwart stehend zum Schuss. Doch leider kam nur ein Schüsschen dabei heraus, sodass der Gästekeeper keine Schwierigkeiten mit dem Ball hat. 
 
Nur zwei Minuten später das 1:0 für den Gast aus heiterem Himmel. Martin Rheker versucht den spielerischen Spielaufbau, findet jedoch statt eines Mitspielers nur Vinsebecks Dominik Pott im zentralen Mittelfeld. Der geht ein paar Meter, wird und wird nicht bedrängt und zieht dann aus 25 Metern einfach mal ab. Der Ball schlägt unhaltbar am Torpfosten ein. Keine Chance für Sascha Niemeier.
 
„Keine Chance“ ist ein gutes Stichwort. Denn im Gegenzug hat Pascal Ewers die ganz, ganz große Möglichkeit zum Ausgleich. Der Stürmer macht bei seinem Kopfstoß eigentlich alles richtig, guckt sich aber leider nicht nur den Torwart, der schon keine Chance mehr hat, sondern auch den linken Torpfosten aus. Ganz knapp geht der Ball also am Tor vorbei.
 
Dann der zweite Schock in der 25. Spielminute. Mittelfeldmotor Michael Meyer räumt seinen Posten. Bei einer gewagten Grätsche verdreht sich der Bönekenberger das Knie und muss passen. Ein herber Verlust im Kreativbereich. Für ihn kommt Benedict Lange ins Spiel.
 
In der Folge entwickelt sich ein Spiel, das sich vorwiegend mit der Mitte des Platzes beschäftigt. So richtig brenzlig wird es erst wieder in Spielminute Nummer 40, als Sascha Niemeier einen ebenso unangenehmen wie schwierigen Kopfball sehenswert an die Latte lenkt.
 
Und als viele Vinsebecker Spieler sich offensichtlich bereits beim Pausentee wähnten, fällt dann doch noch das Tor für den SVK. Vorausgegangen war ein Freistoß von Alexander Rheker, der eine gefühlte kleine Ewigkeit durch den Vinsebecker Sechzehner flipperte, ehe Jens Schölzel sich ein Herz nahm und die Kugel mit dem linken Fuß in die Maschen setzte. Ein Tor aus dem Nichts, das man gerne mal mitnimmt.
 
Und weil wenige Sekunden später Schluss war mit dem ersten Durchgang, passierte auch nicht mehr viel auf dem Platz, dafür umso mehr in der Kabine, wo Norbert Dölitzsch die ein oder andere Sache durchaus kritisch anmerkte: „Formkrise hin oder her. Substanzverlust bei dem kleinen Kader hin oder her. Aber die elementaren Dinge wie Leidenschaft und Kampfbereitschaft muss ich immer verlangen können! Und unsere 1.000-Prozenter dürfen auch mal gerne reingehen! Leute, konzentriert Euch. Fußball ist eine Kopfsache!“
 
Anscheinend hatte der Trainer die Jungs an der richtigen Stelle gekitzelt, denn was die Kollerbecker Zuschauer nun zu Gesicht bekamen, das hatte so gar nichts mehr mit dem mehr oder weniger pomadigen Auftritt der ersten Halbzeit gemein. Stattdessen kämpften die Grün-Weißen nun um jeden Zentimeter und Ball. Folgerichtig dauerte es auch gar nicht so lange, bis die Führung gelang. 
 
Nach seinen Toren in den letzten Spielen war es wieder Christian Föst, der das 2:1 erzielte. Vinsebecks Torwart war dabei ein Abschlag aus der Hand mal so völlig misslungen. Auf direktem Wege flog er unserem Neuzugang am Mittelkreis auf den Fuß. Ist ja erst einmal nicht schlimm. Dumm ist dann nur, wenn man den Abschlag vom Sechzehnereck probiert hatte und damit das eigene Tor völlig verwaist in der Kollerbecker Abenddämmerung hat stehen lassen. Kurzum: Christian Föst nimmt sich ein Herz und bugsiert das Leder aus fast 40 Metern ins leere, grün-weiße Glück.
 
Nur fünf Minuten später dann fast das 3:1 durch Pascal Ewers. Viele Kollerbecker hatten den Torschrei nach seinem Schuss schon auf den Lippen, als der gegnerische Torwart den Ball noch so eben klären kann. Und auch in der 75. Spielminute hatten viele den Kopfball von Christian Föst schon im Tor gesehen. Doch wieder kann der Torwart retten.
 
So musste also die knappe Führung über die Zeit gerettet werden. Und Zeit war genug da. Ganze sechs Minuten ließ der Unparteiische aus dem Nachbarkreis Lippe nachspielen, bis er ein Einsehen hatte. Dabei war es ganz zum Ende des Spiels noch einmal mächtig hektisch geworden im Rehbergstadion. Die ganz großen Chancen für den TuS Vinsebeck hatten sich dabei allerdings nicht ergeben. Der erste ernst zu nehmende Torschuss in Halbzeit Nummer zwei war immerhin erst in Spielminute Nummer 80 erfolgt.
 
Der SVK schlägt also aufgrund einer kämpferisch sehr starken Leistung in der zweiten Halbzeit den TuS Vinsebeck verdient mit 2:1 und hat am Ostermontag nun die Chance, die einzige Hinrundenniederlage vergessen zu machen. Denn um 15:00 Uhr ist der FC Stahle zu Gast.
 
 
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Torben Rheker, Martin Rheker, Alexander Rheker, Michael Meyer (25. Benedict Lange), Marc Neumann, Pascal Ewers,  Mikael Grunwaldt, Christian Föst, Jens Schölzel (86. Steffen Rheker), Stefan Klocke (90+3` Jochen Mönks)

Es geht nicht mehr: Michael Meyer mit der Nummer 10 schleicht nur noch mit hängendem Kopf über den Platz. Für ihn kommt in der 25. Spielminute Benedict Lange aus Born