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25.04.2011

Chancenvergabe verliert gegen Konterfußball

SVK – FC Stahle 0:3

(luw) Der SV Kollerbeck verliert auch sein zweites Spitzenspiel innerhalb weniger Wochen auf eigenem Platz. Nach der Niederlage gegen den SV Brenkhausen vor zwei Wochen war es heute der FC Stahle, gegen den unsere Mannschaft am Ende deutlich unterlag. Das Ergebnis von 0:3 spricht dabei allerdings eine andere Sprache als das Spielgeschehen selber. Denn bis auf die ersten zehn Minuten des Spiels, die den Gästen aus Stahle gehörte, dominierten die Männer in Grün und Weiß über die gesamte Spieldauer das Geschehen. Eklatant allerdings einmal mehr die miserable Chancenauswertung. So lief der SVK lange Zeit erfolglos dem 0:1 aus der 12. Spielminute hinterher, um dann in 82. Spielminute und der ersten Minute der Nachspielzeit endgültig ausgeknockt zu werden. 

Ein klassischer Fall also von mangelndem Glück, zu dem sich insbesondere in der 82. Spielminute noch zu allem Überfluss das allseits gefürchtete Pech gesellte. Denn zunächst hat Christian Föst nach sehr feinem Zuspiel von Geburtstagskind Meinolf Köhne die vielleicht beste Chance des Spiels auf dem Außenrist. Und dann macht im direkten Gegenzug aus abseitsverdächtiger Position der soeben eingewechselte Jens Streicher das entscheidende 2:0. Damit war das Spiel gelaufen und das 0:3 in der Nachspielzeit nur noch eine Randnotiz wert. 
 
Doch wie ist es zur wiederholten Niederlage gegen den FC Stahle gekommen? Norbert Dölitzsch hatte zwei Änderungen in der Startelf vornehmen müssen. Alexander Rheker weilte in Rom und wurde durch Slava Neskoromny ersetzt. Und auch Michael Meyer konnte nach seiner Verletzung aus dem Vinsebeck-Spiel nicht auflaufen. „Gerissen oder großartig kaputt gegangen ist aber wohl nichts.“ Der Bönekenberger gibt sich also zuversichtlich hinsichtlich eines frühzeitigen Comebacks. Für ihn spielte Artur Razlaf.
 
Wie eingangs erwähnt kamen die Gäste von der Weser jedoch wesentlich wacher und engagierter aus der Kabine als die Heimmannschaft. So fiel das 0:1 auch nicht überraschend als Ergebnis einer Fehlerkette, an dessen Ende Martin Rheker zu früh zu Boden geht und den entscheidenden Zweikampf verliert (12.).
 
Dann allerdings bekrabbelte sich der SVK und kam in der 18. Spielminute zur ersten Torchance. Stefan Klocke ist es, der jedoch beim Abschluss aus 10 Metern entscheidend gestört wird. Und auch fünf Minuten später ist es der Youngster, dem sich die Gelegenheit zum Torerfolg ergibt. Allerdings ist er zu überrascht und kommt den entscheidenden Schritt zu spät.
 
In der 25. Spielminute dann allerdings fast das 0:2 aus Kollerbecker Sicht. Wieder ist es ein Konter, der brandgefährlich wird. Der Ball geht allerdings knapp am langen Pfosten des Kollerbecker Gehäuses vorbei. Dies sollte auch die letzte Stahler Chance in der ersten Halbzeit gewesen sein.
 
Auf der anderen Seite ergaben sich noch drei Einschusschancen bis zur Halbzeitpause. Zunächst scheitert Martin Rheker, der mit seinem Kopf relativ frei stehend keinen Druck mehr hinter den schwierig zu verwertenden Flankenball von Marc Neumann bekommt (35.). Dann hat auch Christian Föst mit seinem Linksschuss aus sieben Metern keinen Erfolg (39.). Und Pascal Ewers ereilt dasselbe Schicksal bei seinem Schuss mit dem Außenrist (43.).
 
„Schade!“ Das war der erste Kommentar von Norbert Dölitzsch in der Kabine. „Wir haben hier ein ganz klares Chancenplus, liegen aber wieder hinten. Wir dürfen uns ganz einfach nicht so auskontern lassen.“ Vielleicht hatte der ehemalige Profifußballer so einen Ahnung. Denn tatsächlich sollten die beiden weiteren Tore nach Tempogegenstößen fallen.
 
Doch vorher vergaben die Grün-Weißen noch Chancen in mittlerweile altbekannter Art. Stefan Klocke macht in der 50. Spielminute nach übereinstimmender Meinung der Anwesenden zwar alles richtig, lupft den Ball aber leider nicht nur über den gegnerischen Torwart, sonder auch über dessen Tor. Auch Meinolf Köhne kann sich an seinem 49. Geburtstag nicht beschenken und scheitert am Keeper in der 74. Spielminute. Die darauf folgende Ecke befördert Martin Rheker per Kopf an den Außenpfosten.
 
Und so kam es zu dieser 82. Spielminute, die das Spiel zugunsten der Gäste entschied und somit einen Strich unter ein aus Kollerbecker Sicht ungerechtes Ergebnis zog. Aber so ist Fußball nun einmal.
 
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Torben Rheker, Martin Rheker, Slava Neskoromny (73. Benedict Lange), Artur Razlaf (63. Meinolf Köhne), Marc Neumann, Pascal Ewers, Mikael Grunwaldt, Christian Föst, Jens Schölzel (73. Steffen Rheker), Stefan Klocke

Heute waren es nicht die Standardsituationen, sondern die Konter, die den Grün-Weißen das Genick brachen...