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02.10.2011

Alles, was ein Spiel braucht

SVK schlägt TuS Vinsebeck mit 4:1

(luw) Es waren zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. In der ersten Fußball zum Abgewöhnen. In der zweiten dann ein Match zwischen Kollerbeck und Vinsebeck, das alles in sich trug, was sich der neutrale und in dem Fall auch der Kollerbecker Fan erträumt: Tore, Brisanz, Emotionen. Und dann auch einen Feldverweis. Der allerdings erfreute mehr die Vinsebecker Zuschauer. Denn es traf einmal mehr in dieser Saison Mario Mugabe, der in dem Fall mit gelb-rot zum vorzeitigen Duschen geschickt worden ist. Das änderte jedoch nichts an einem insgesamt verdienten Sieg für Grün und Weiß durch Tore von eben diesem Mario Mugabe, Martin „Kiesel“ Rheker, Christian Föst und schließlich Stefan Klocke.

Herrlichstes Hochsommerwetter im Oktober. Das ist normalerweise das, was sich alle wünschen. Normalerweise. Denn heute war das fast ein wenig zu viel Hochsommer. Dem Spiel und den Spielern beider Mannschaften jedenfalls schienen die Temperaturen nicht unbedingt gut zu tun. Zu zerfahren war das Spiel. Zu wenig durchdacht die Aktionen. Zu wenig Torraumszenen dementsprechend auf beiden Seiten. Norbert Dölitzsch war auf jeden Fall schwer bedient: „Das Spiel ist so schlecht, da müssten normalerweise beide Mannschaften Minuspunkte für bekommen!“ So lautete die zutreffende Analyse des Coaches in der Halbzeitpause. 
 
Unterschlagen wollen wir jedoch nicht, dass der SVK zu diesem Zeitpunkt bereits 1:0 führte. Stefan Klocke war es, der den ersten vernünftigen Angriff des Spiels in der 38. Spielminute dazu genutzt hatte, eine schöne Hereingabe vor das Vinsebecker Tor zu bringen. Dort hatte Mario Mugabe am langen Pfosten relativ vereinsamt die Kugel mit Bedacht und dem Innenrist unter die Latte ins Tor befördert. 
 
So langweilig sich die erste Halbzeit präsentiert hatte, so mitreißend wurde sie nun im zweiten Durchgang geführt. Und es ging gleich Schlag auf Schlag los. Zunächst brachte in der 47. Spielminute der eine Innenverteidiger Mikael Grundwaldt einen Freistoß nah an der Mittellinie wunderschön in den gegnerischen Sechzehner. Dort machte der andere Innenverteidiger Martin Rheker verhältnismäßig freistehend per Kopf das 2:0.
 
Im direkten Gegenzug dann allerdings der Anschlusstreffer für die Teutonen ebenfalls nach einem Freistoß (49.). Da hatte die Kollerbecker Abwehr alles andere als gut und konzentriert ausgesehen.
 
Das jedoch war nicht ganz so schlimm, als dass es nun wiederum gar nicht so lange dauerte, bis der SVK den alten Torabstand wiederherstellte. Dieses Mal ist Defensivspezialist Christian Föst gewesen, der einen erneuten Freistoß von Mikael Grundwaldt zum 3:1 formschön verwerten konnte.
 
Den Sack zu machte dann in der 67. Spielminute Stefan Klocke durch einen trockenen Flachschuss aus 16 Metern ins kurze Eck. Passgeber war hier Christian Föst gewesen.
 
Die Partie war jetzt gelaufen und hätte eigentlich nur noch runterrieseln können. Das hätte aber nicht zu dieser packenden zweiten Spielhälfte gepasst und so sorgten viele Nickeligkeiten, kleinere verbale Scharmützel und unschöne Spuckereien für eine Stimmung auf und neben dem Platz, die gut zum Wetter passte. Die Krönung dieses zweifelhaften Vergnügens dann in der 78. Spielminute. Mario Mugabe hatte gerade den gegnerischen Torwart etwas zu hart angegangen und dafür den gelben Karton vom Schiedsrichter Willi Meyer gesehen. Weil er sich so recht nicht beruhigen und Norbert Dölitsch ohnehin ein bisschen an der Uhr drehen wollte, sollte er ausgewechselt werden. Diesen Vorgang nutzte Mario Mugabe für eine kleinere Provokation durch zwei erhobene Daumen in Richtung gegnerische Fans. Für dieses Vergehen gab’s gelb-rot und für eine Auswechslung war es nun zu spät.
 
Am Ergebnis selber sollte sich aber auch im Spiel zehn gegen elf nichts mehr ändern. Das Spiel endete 4:1 und damit mit einem Ergebnis, das das Spielgeschehen auf dem Platz insgesamt in den richtigen Zahlen ausdrückte.
 
Festzuhalten bleibt also, dass der SVK die erste Saisonniederlage am letzten Sonntag ganz gut weggesteckt hat. Mitte der ersten Halbzeit allerdings sah das – ehrlich gesagt – nicht ganz so aus. Wie sich die Spieler in dieser Phase teilweise gegenseitig angingen, das wäre so bestimmt nicht nachzulesen in einem Lehrbuch mit dem Titel „Wir sind ein Team!“.
 
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Christian Föst, Martin Rheker, Marc Neumann, Alexander Rheker, Pascal Ewers (86. Pascal Wegener) , Lukas Meyer (80. Kevin Mönks), Torben Rheker, Stefan Klocke (90. Benedict Lange), Mikael Grunwaldt, Mario Mugabe