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30.09.2012

Kuriose Tore verhelfen SVK zum 3:0-Sieg beim Angstgegner

Nach Gala vor einer Woche nur biedere Hausmannskost an der Emmer

Steinheim (krü). Der SVK setzt seine Siegesserie ohne Gegentore weiter fort. Beim TSC Steinheim siegten die „Grün-Weissen“ mit 3:0 Toren. Allerdings war der Sieg lange nicht so deutlich und souverän, wie es das Ergebnis erscheinen lassen mag. Die Tore zum 1:0 (Eigentor des TSC) und 2:0 (Michael Meyer mit tatkräftiger Unterstützung von TSC-Keeper Simon Schrader) entsprangen eher Zufallsaktionen und lediglich dem dritten Treffer durch Christian Föst ging eine ansehnliche Spielkombination voraus. Unter dem Strich war die Partie auf dem Steinheimer Kunstrasen um Klassen schwächer als am letzten Sonntag in Bredenborn.

Selten waren so wenige Kollerbecker Zuschauer mit ihrer Mannschaft mitgereist, wie am Sonntag. Lag es am schönen Wetter, an der Oktoberfestfahrt einiger treuer Fans oder an Huxori in Höxter? Wie auch immer. Verpasst haben die Ferngebliebenen kaum etwas. Allerdings hatten die meisten der wenigen Mitgereisten, dann doch schon die Kollerbecker Führung verpasst. Es war noch nicht einmal 15 Uhr, da stand es schon 1:0 für die Kollerbecker (4. Spielminute). Eine scharfe Hereingabe von rechts donnerte Türken-Abwehrspieler Orhan Özcelik mit  dem Spann ins eigene rechte Eck.
 
Dies war dann aber auch schon die einzige erwähnenswerte Szene in einem recht zerfahrenen Spiel, in dem es Kollerbeck einfach nicht gelang, so etwas wie ein Aufbauspiel auf zu ziehen. Die Bälle wurden meist lang aus der Abwehr nach vorne gedroschen oder aber von den quirligen Steinheimer Türken abgelaufen. Dennoch hätte es früh zur Vorentscheidung kommen können, als zweimal Kollerbecker Spieler im Sechszehner zu Fall kamen. In der 12. Minute war es Christian Föst, der unsanft und nicht regelkonform umgestoßen wurde und in der 20. Spielminute wurde Pascal Ewers im Strafraum gelegt. Allein der Pfiff des Höxteraner Schiedsrichterobmanns Willi Meyer blieb beide Male aus. Dafür pfiff der Istruper einige Kleinigkeiten im Mittelfeld, die so unter dem Strich auch nicht zur Verbesserung des Spiels beitrugen.
 
Erst ab der 25. Minute kam Kollerbeck dann mal kurzzeitig zu schönen Aktionen, die insgesamt aber Mangelware blieben. So war es der insgesamt lustlos wirkende Lukas Meyer, der einen Kopfball aufs Steinheimer Tor brachte, der vom TSC-Keeper Schrader nicht festgehalten werden konnte. Im Nachsetzen klatschte dann eine Ewers-Bogenlampe an die Latte. Damit war es das dann auch schon fast mit der ganzen Herrlichkeit im ersten Durchgang. Bis auf eine super Kombination in der 44. Minute, als Pascal Ewers seinen Gegenspieler um 10 Meter abhängte und mustergültig für Lukas Meyer auflegte. Doch der SVK-Mittelstürmer donnerte das Leder freistehend über die Latte.
 
Dass die vierte Kollerbecker Chance zum 2:0 führte, hat nicht nur die „Grün-Weißen“ überrascht. In der 32. Spielminute drosch Michael Meyer aus halbrechts einfach mal aufs Tor. Simon Schrader wollte das Leder locker aufnehmen, doch im letzten Moment bekam das Leder eine Drehung und zum Erstaunen aller ging der Ball von Schraders Hand abgelenkt ins untere rechte Eck.
 
Nach dem Pausentee und der sicherlich nicht zufriedenen Ansprache von Trainer Norbert Dölitzsch änderte sich an der Qualität des Spiels kaum etwas. Es dauerte recht lange, ehe Kollerbeck gegen die mit einigen Leuten Ersatz angetretenen Gastgeber wieder zu Chancen kam. Erst war es Christian Föst, der eine Vorlage von Pascal Ewers nicht verwerten konnte (59. Minute) und dann fand Pascal Ewers seinen Meister in der gegnerischen Torlatte (68.). Beide am letzten Sonntag noch herausragenden Leistungsträger hatten wie fast die gesamte Kollerbecker Truppe gegen den TSC nicht ihren besten Tag erwischt. So Blieb es Christian Föst aber wenigstens noch vorbehalten, auf 3:0 zu erhöhen (79. Minute). Nach schöner Vorarbeit des kurz zuvor eingewechselten Jokers Sven Abitz hatte Föst keine Mühe, das Leder unhaltbar einzunetzen.
 
Insgesamt war der Sieg gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Türken verdient. Aber an die Leistung des Bredenbornspiels konnte keinesfalls angeknüpft werden. Scheinbar spukt doch schon das Spitzenspiel gegen Brenkhausen/Bosseborn (gewann parallel zum punktgleichen SVK mit 4:0 gegen Bergheim) am 21. Oktober in den Köpfen herum. Bis dahin muss sich allerdings noch einiges tun in der Dölitzsch-Elf. 
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Martin Rheker, Dominik Abitz, Andreas Koch, Marc Neumann, Stefan Klocke (85. Andre Eilebrecht), Michael Meyer (87. Marvin Köhne), Christian Föst, Martin Skatulla,  Pascal Ewers, Lukas Meyer (75. Sven Abitz)

Bereitete als Joker das entscheidende 3:0 vor: Neuzugang Sven Abitz