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22.09.2013

Dölitzsch-Elf fängt sich deftige 1:4-Packung in Bergheim

SV Kollerbeck kommt einfach nicht in Fahrt

Bergheim (krü). An eine derartige Klatsche kann sich in Kollerbeck niemand mehr so richtig erinnern. Der SVK unterlag beim SV Bergheim mit sage und schreibe 1:4 Toren. Das einzige Tor auf Kollerbecker Seite erzielte Routinier Christian Föst in der 81. Spielminute beim Stande von 0:4. Bergheim war der Dölitzsch-Truppe in allen Belangen überlegen. Und wenn die lauf- und kampfstarken Gastgeber ihre Chancen konsequenter genutzt hätten, hätte es für Kollerbeck in einem Debakel geendet.

Vor dem Spiel fehlten Norbert Dölitzsch zwar zahlreiche Stammspieler auf Grund von Verletzungen (Michael Meyer, Mario Mugabe und Andreas Koch), gelb-roter Karten (Marvin Köhne und Alexander Rheker) oder Urlaub (Kapitän Marc Neumann), aber nichtsdestotrotz konnte der SVK-Coach durchaus eine wettkampffähige Truppe auf den etwas holprigen Rasen in Bergheim schicken.
 
In der ersten halben Stunde entwickelte sich ein ausgeglichenes, durchaus ansehnliches Spiel, in dem die Kollerbecker die Mehrzahl der leichten Chancen verzeichnen konnte. Lukas Meyer und Pascal Ewers hätten bis zur 8. Spielminute sogar mit etwas Glück zur Führung für die Kollerbecker einnetzen können. Die größte Chance überhaupt vergab in der 10. Minute Stephan Klocke. Als ihm ein Bergheimer Abwehrspieler das Leder direkt in den Lauf schob, sprach Bergheims Trainer Dieter Müller von einer „Elfmeterchance“. Doch anstatt den direkten Weg zum Tor zu wählen, lief der SVK-Stürmer auf die Bergheimer Abwehrspieler zu und verlor so gleich beim zweiten Gegner das Leder.
 
In der 20. Minute dann eine sehr kuriose Situation. Martin Skatulla hatte Jo Versen an der Mittellinie unglücklich gefoult, der Kapitän der Gastgeber musste sich recht lange an der Seitenlinie an der Nase behandeln lassen und direkt nachdem er wieder ins Spiel kam, rannte er auf Rechtsaußen auf und davon und passte so scharf in die Mitte, dass der zuvor Foulende das Leder nur zum Eigentor ins eigene Netz abwehren konnte. 0:1 nach 20 Minuten.
 
Ab der 30. Spielminute fand dann Kollerbeck förmlich gar nicht mehr statt. Jetzt drehte Bergheim auf, gewann fast jedes Laufduell und auch in Punkto Einsatz waren die Müllerjungs den Gästen klar überlegen. So konnte Norbert Dölitzsch froh sein, dass irgendwann die erste Hälfte vorbei war, denn nach dem 0:2 in der 40. Spielminute (im Anschluss an einen Freistoß standen zwei Bergheimer völlig frei), ergaben sich noch mehrere hundertprozentige für den SVB.
 
Nach dem Wechsel war es Torben Rheker, der dem Spiel noch eine Wende geben konnte, doch seine Riesenchance in der 46. Minute fand nicht den Weg ins Tor. Hier hätte der aus dem Urlaub zurückgekehrte Comebacker selbst einschießen müssen anstatt den ungünstiger postierten Pascal Ewers zu suchen. Dies war dann aber auch schon alles, was bis auf das Ehrentor und einige Chancen, die sich in der Schlussphase ergaben für Kollerbeck zu verzeichnen war.
 
Bergheim erhöhte in der 52. Spielminute auf 3:0, indem Kapitän Versen die komplette Kollerbecker Mannschaft düpierte. Quasi vom eigenen Sechszehner rannte der pfeilschnelle SVB-Mittelfeldmann los, ließ SVK-Gegner um Gegner stehen und passte dann noch von der Strafraumgrenze zum bestens frei stehenden Mitspieler, der keinerlei Mühe hatte, ins verwaiste Tor ein zu schieben. Ein Traumtor, leider aus Bergheimer Sicht.
 
Ähnlich fiel das deprimierende 4:0. Auch hier überlief der Bergheimer Torschütze die Kollerbecker Abwehr und schob zum auch in der Höhe verdienten 4:0 ein. Nach Christian Fösts Ehrentreffer in der 81. Minute ereignete sich nur noch eine für Kollerbeck weitere Hiobsbotschaft. Bei einem Zusammenprall an der Mittellinie verletzte sich Abwehrspieler Dominik Abitz böse am linken Knie. Hier ist eine Diagnose von dieser Seite viel zu früh und keineswegs angebracht, aber so, wie der am Sonntag noch beste Kollerbecker Abwehrmann vom Platz humpelte, ist eine länger währende Verletzungspause nicht auszuschließen.
 
Auch wenn am kommenden Sonntag wieder die gesperrten Spieler auflaufen dürfen, so ist damit zu rechnen, dass Jan Dyballa (humpelte nach dem Spiel stark) und Dominik Abitz  gegen Bredenborn kaum werden spielen können. Allein die Tatsache, dass Norbert Dölitzsch wieder gezwungen ist, die Mannschaft umzukrempeln, verheißt nicht Gutes. Einzig der Oktoberfest-Nimbus könnte hier gegen den Ortsrivalen noch Berge versetzen helfen.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel;  Dominik Abitz (87. Jonas Meyer), Raphael Föst, Lukas Meyer, Martin Rheker (55. Sven Abitz),  Pascal Ewers, Jan Dyballa (74. Jan-Henrik Golüke), Christian Föst, Stephan Klocke, Martin Skatulla, Torben Rheker