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23.08.2014

Verdientes Unentschieden ist einfach zu wenig

SVK spielt gegen Bezirksliga-Absteiger Stahle 4:4

(luw) In der noch jungen A-Liga-Saison 2014/2015 spielt der SV Kollerbeck im ersten Heimspiel der Serie 4:4 unentschieden gegen den Absteiger aus Stahle mit den guten Bekannten Norbert Dölitzsch und Christian Föst. Alles in allem kann das Remis durchaus als gerecht eingestuft werden. Die Kollerbecker nutzen in der Offensive zwar relativ konsequent ihre Einschussmöglichkeiten, ließen in der Defensive – insbesondere bei Standardsituationen – jedoch zu viele Möglichkeiten zu. Am Ende steht ein Unentschieden, mit dem man als Anhänger der Männer um Kapitan Marc Neumann deswegen nicht zufrieden sein kann, weil die Grün-Weißen zwischenzeitlich mit 3:1 und noch zehn Minuten vor Schluss gar mit 4:2 in Front lagen. Für den SV Kollerbeck trafen Michael Meyer vom Elfmeterpunkt, Pascal Ewers per Abstauber, Raphael Föst per Sahnefreistoß und Markus Esche mit seinem ersten Pflichtspieltor für den SVK.


Trainer Raphael Maaßen konnte endlich wieder Pascal Ewers aufbieten, der nach Verletzungspause direkt in die Startelf rückte. In der ersten bemerkenswerten Situation des Spiels, war es jedoch Raphael Föst gewesen, der bereits in der zweiten Spielminute derart ungestüm wie dumm im gegnerischen Sechzehner gehalten worden war und so einen berechtigten Elfmeter heraus holte, den Michael Meyer in gewohnter Manier im Kasten zum 1:0 versenkte. Das ließ sich doch schon einmal gut an.

 
 
Begünstigt durch das frühe Tor entwickelte sich im Anschluss ein sehr unterhaltsames und mit viel Leidenschaft geführtes Spiel, welches zunächst einmal die beiden Torhüter glänzen ließ. So parierte der Gästekeeper von der Weser einen herrlichen Schluss aus gut und gerne 30 Metern, den Michael Meyer einfach mal abgefeuert hatte (15.). Auf der Gegenseite war es Jens Schölzel in der 26. Spielminute, der spektakulär rettete. Dumm nur, dass es zu diesem Zeitpunkt schon 1:1 stand. Ecke, Kopfball, Tor: So einfach kann Fußball sein. Der FC Stahle hatte in der 20. Spielminute Erfolg mit diesem Rezept gehabt.
 
Doch was der FC Stahle kann, das müsste doch auch auf der Gegenseite klappen. So oder so ähnlich haben sich das wohl Michael Meyer und Markus Esche gedacht. Dumm zwar, dass der Gästekeeper den Kopfball noch so eben abwehren konnte. Doch gegen den Nachschuss durch Pascal Ewers war auch er machtlos (45.).
 
So ging es mit einer knappen Führung in die Pause, die in der 65. Spielminute sogar noch ausgebaut werden konnte. Raphal Föst war etwa 25 Meter vor dem Tor gefoult worden und hatte es sich nicht nehmen lassen, den fälligen Freistoß höchstselbst zu treten. Und dies tat er auch in einer Manier, die den Ball butterweich über die Mauer beförderte und dem Torwart keinerlei Chance ließ.
 
 
Die komfortable Führung war jedoch nur zwei Minuten später Makulatur, als der FC Stahle durch eine erneute Kombination namens Freistoß-Kopfball-Tor wiederholt erfolgreich war.
 
 
Die jetzt folgende Phase des Spiels gehörte ohne Wenn und Aber dem Gast von der Weser, der Druck machte und dem SVK kaum Luft zum Atmen ließ. Umso erstaunlicher war es dann, dass es in der 74. Spielminute 4:2 stand. Vorausgegangen war ein wunderschön vorgetragener Konter über die rechte Seite, der gekrönt wurde von einer butterweichen Flanke von Pascal Ewers und einer ebenso schönen Direktabnahme von Markus Esche, der am langen Pfosten gelauert hatte und sich dieses Chance – entgegen seiner Großchance drei Minuten zuvor – nicht entgehen ließ. 4:2 also und nur noch einen Viertelstunde zu spielen. Das musste doch irgendwie reichen, obgleich der SVK heute nicht in jeder Phase des Spiels einen zu hundert Prozent sattelfesten Eindruck im Defensivverbund machte.
 
 
Dass es am Ende jedoch tatsächlich 4:4 stand, ist zu einem großen Anteil den schwierigen Platz- und Wetterverhältnissen geschuldet. Es regnete nun teilweise in Strömen. Die Kugel war teilweise sehr schwer einzuschätzen. Fakt ist aber auch, dass Keeper Jens Schölzel bei beiden Treffern eine unglückliche Figur machte. Beim 3:4 in der 81. Spielminute ließ er den bereits sicher geglaubten Ball aus den Fingern gleiten. Beim Ausgleich zum 4:4 hatten ihn seine Stollenschuhe auf dem tiefen und nicht minder glitschigen Untergrund im Stich gelassen.
 
 
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Raphael Föst (79. Sven Abitz), Markus Esche, Pascal Ewers, Marc Neumann, Lukas Meyer, Tim Ewers, Michael Meyer, Alexander Rheker, Jan Dyballa, Dominik Abitz
 
Sah im Duell mit seinem großen Bruder Christian lange Zeit wie der Sieger aus: Raphael Föst wurde beim Stand von 4:2 ausgewechselt.