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10.05.2015

Jan Dyballa gegen den Rest der Welt

SVK siegt 3:1 gegen Westheim

(luw) In einem an Unterhaltungswert reichen Spiel schlägt der SV Kollerbeck den FC Westheim/Oesdorf mit 3:1. Kurios: Neben zwei Lattenkopfbällen erzielte Jan Dyballa drei Tore. Davon jedoch nur zwei Mal auf der richtigen Seite. Sein Eigentor zum zwischenzeitlich 1:2-Anschlusstreffer egalisierte der Gast jedoch fairerweise mit einem eigenen Eigentor in der Nachspielzeit.

Die Vorzeichen vor dem Spiel standen für die Grün-Weißen nicht schlecht. Zwar fehlten Sven Abitz, Michael Meyer (nach Stammzellenspende noch nicht wieder einsatzfähig) und sein Bruder Lukas verletzungsbedingt (Oberschenkelzerrung). Doch hatte im Vorfeld erstens die Zweite Mannschaft schon gewonnen und zweitens die Damenmannschaft, die ihrerseits bereits zu früherer Stunde in Westheim mit 9:1 gewonnen hatten, ihre Meisterschaft und den dazugehörigen Aufstieg durch ein Remis der Konkurrenz aus Peckelsheim perfekt gemacht. So floss der Sekt im Rehbergstadion in Strömen und die Stimmung auf den Rängen war prächtig. Zumindest all derer, deren Sympathie dem SVK galt. Das war aber der weit überwiegende Teil im weiten Rund. Das lag nicht etwa daran, dass am Muttertag etwa so viele Kollerbecker den Weg ins Rehbergstadion gefunden hätten, sondern an der Tatsache, dass der Gegner aus Westheim seinerseits weniger als eine Handvoll Gäste mitgebracht hatte. Wer will es den Westheimern verdenken?
 
Das Spiel selbst brauchte dann ein ganz klein wenig, um Fahrt aufzunehmen. Zwar tauchte Jonas Stecker einmal in der 4. Spielminute in aussichtsreicher Position vor dem Gästetor auf. Das war es dann aber auch schon mit der ganzen Herrlichkeit, ehe erst wieder aber der 22. Spielminute etwas passierte. Dann jedoch ging es Schlag auf Schlag. Zunächst parierte Jens Schölzel einen Flachschuss, ehe er nur eine Minute später bereits geschlagen war, aber Glück hatte, dass die Querlatte für ihn rettete. Auf der anderen Seite hätte es dann wiederum nur zwei Minuten später durchaus Elfmeter für den SVK geben können. Einem Westheimer Verteidiger war der Ball an den eben nur mehr oder weniger angelehnten Arm gesprungen. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf Weiterspielen.
 
Auf die Siegerstraße bog der SVK demzufolge erst in der 44. Spielminute ab. Nur Sekunden zuvor hatte Trainer McCurry lautstark darauf hingewiesen, dass es „jetzt Zeit sei für ein Tor.“ Das nahm sich Abwehrrecke Jan Dyballa zu Herzen, ersprintete einen Freistoß von Rafael Foest am kurzen Pfosten und gab ihm die entscheidende Richtungsänderung ins grün-weiße Glück. Fast wäre dann sogar noch das zweite Tor vor dem Pausentee gefallen. Wieder war es Jan Dyballa gewesen, der einen von Tim Ewers getretenen Freistoß mit dem Kopf in die Maschen gedrückt hatte. Dass er dabei seinen Körper ein ganz klein wenig zu vehement eingesetzt hatte, war die Entscheidung des Unparteiischen und fairerweise auch nachvollziehbar.
 
Unmittelbar nach der Pause war der FC Westheim/Oesdorf dem Ausgleichstreffer noch einmal ziemlich nah. Nur haarscharf ging der Ball am Tor von Jens Schölzel vorbei. Glück gehabt! So mussten sich die Anhänger des SVK nur bis zur 55. Spielminute gedulden, ehe die Vorentscheidung fiel. Wieder war ein Freistoß die Ausgangssituation gewesen. Doch dieses Mal hatte der Torwart zunächst mit einer Faustabwehr klären können. Dumm nur für ihn, dass Torben Rheker die Kirsche unmittelbar wieder in den Sechzehner beförderte, wo Jan Dyballa mal wieder in seiner unnachahmlichen und – an diesem Nachmittag für den Gast offenbar unwiderstehlichen – Art und Weise hochstieg und per Kopf das 2:0 markierte.
 
So hätte das Spiel eigentlich einen ruhigen Verlauf nehmen können, denn der Gast hatte im Verlaufe des Spiels nicht unbedingt übermächtig  viel Torgefahr vermitteln können. Doch Hoffnung keimte noch einmal auf, als eine Kommunikation zwischen Jens Schölzel und Jan Dyballa suboptimal verlaufen war und Letztgenannter einen langen Ball mehr oder weniger unbedrängt ins eigene Tor verlängert hatte (70.).
 
Aber danach brannte nichts mehr an. Ganz im Gegenteil hatte der SVK jetzt immer wieder die Chance, den Deckel aufs Spiel zu setzen. Doch insbesondere scheiterten erneut Jan Dyballa mit einem weiteren Kopfball an die Latte (75.) und der wie aufgedreht spielende Rafael Foest mit einem ebenso überhasteten wie erfolglosen Heber (80.). Erwähnenswert ist noch die Einwechslung von Amer Ibo in der 80. Spielminute, der damit zu seinem ersten Einsatz in der ersten Mannschaft des SVK kam.
 
Den Schlusspunkt setzte dann der Westheimer Kapitän, der eine Hereingabe von Rafael Foest nur ins eigene Tor klären konnte.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Tim Ewers, Jan Dyballa, Simon Reinhard, Marvin Köhne, Marc Neumann, Torben Rheker, Raphael Föst, Alexander Rheker, Jonas Stecker, Marius Marx (80. Amer Ibo)