SV Kollerbeck

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02.04.2007

Von Knipsern und Rettern

SG Sandebeck/Langeland - SVK 1:5

Dieses Spiel passte aus Kollerbecker Sicht ideal zum herrlichen Frühlingswetter. Gute Unterhaltung, ein relativ ungefährdeter Sieg und die ein oder andere Kuriosität. Fußballherz, was willst Du mehr? Torschützen für den SVK waren Carsten Rheker (2), Torben Rheker und Elmar Happe (2).

Noch hatten sich gar nicht alle der etwa 60 mitgereisten Kollerbecker Anhänger auf das Spiel konzentriert, da führte der SVK auch schon mit 1:0. Nachdem sich Niklas Rheker schön im gegnerischen Strafraum gleich gegen mehrere Gegenspieler durchgesetzt hatte, bewies er sogar noch „Auge“ und legte seinem Cousin Carsten Rheker auf. Der hatte wenig Mühe und schob zum umjubelten 1:0 ein (3.). Doch bereits vier Minuten später hätte es auch gut und gerne 1:1 stehen können. Doch zunächst rettet Sascha Niemeier und bei der darauf folgenden Ecke die Torquerlatte nicht minder spektakulär. Zum Durchatmen blieb jetzt wenig Zeit. Denn in der 14. Spielminute hieß es bereits 2:0 aus Sicht der Kollerbecker. Wieder war es Niklas Rheker, der wohl aus Gründen des Familienfriedens diesmal auf seinen Cousin Torben Rheker abgelegt hatte. Dieser hielt einfach mal drauf und schon lag der Ball im Tor. Wie genau das ablief, mussten sich jedoch nicht wenige Kollerbecker Zuschauer hinterher erzählen lassen. Denn der Ball ging nicht direkt ins Tor, sondern nahm einen Abstecher über Pfosten und Schienbein des verdutzten Sandebecker Torwarts. Dieser hatte den Ball eigentlich schon im Toraus gesehen. Dumm gelaufen. Nicht aber für den SVK, der in der 37. Spielminute sogar auf 3:0 erhöhen konnte. Dass in der Woche zuvor nach Trainerangaben Freistöße geübt worden sind, konnte man bis zu diesem Zeitpunkt zwar nur erahnen. Diesmal allerdings legte sich Elmar Happe 20 Meter zentral vor dem Tor den Ball zurecht und zirkelte den Ball um die Mauer ins Torwarteck. Wo der Torwart in dieser Situation verweilte, bleibt wohl sein Geheimnis.
Niklas RhekerMan hätte also erwarten können, dass ein zufriedener Trainer Jörg Hundertmark in der Pause eher ruhigere Töne anschlagen würde. Dies war jedoch mitnichten der Fall. Vielmehr legte der Sabbenhausener leidenschaftlichere Töne an den Tag. Mit Vehemenz verdeutlichte er, dass er nun „keinen Bock auf 45 Minuten Eiertanz“ habe und dass man sich doch bitte „nicht auf diesem Vorsprung ausruhen“ lassen solle.
Allerdings schienen seine Worte nur bedingt die Ohren der Zuhörerschaft erreicht zu haben, denn es wurde tatsächlich noch einmal eng. Zwar konnte zum wiederholten Male Matthias Brisgies unter Einsatz sämtlicher Körper- und Weichteile gefährliche Chancen der Gastgeber vereiteln. Doch gegen seinen Libero André Struck, der in der 55. Spielminute den „überflüssigsten Elfer der Saison“ (O-Ton Hundertmark) produzierte, war auch der leidenschaftliche BVB-Fan machtlos. Schon stand es also 1:3 und die Spielgemeinschaft war jetzt dem 2:3 nähe als der SVK dem vierten Tor. Und so dauerte es eine ganze Weile, bis abermals Elmar Happe mit einem sehenswerten Freistoß aus 20 Metern den alten Abstand wiederherstellen konnte (80.). Den Schlusspunkt unter einen amüsanten Nachmittag setzte dann erneut Carsten Rheker, der in Knipser-Manier das 5:1 markierte (85.). Marc Neumann hatte die sehr schöne Vorarbeit geleistet und deswegen maßgeblichen Anteil daran, dass man einen sehr nachdenklichen SG-Trainer Leineweber zurückließ. Denn dem Mitaufsteiger aus der Saison 2004/05 steht das Wasser mittlerweile bis zum Hals. Viel Glück, Ihr Sandebecker und Langeländer!

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Alexander Rheker, Matthias Brisgies, Elmar Happe, Marc Neumann, Jens Schölzel (83. Simon Reinhard), Niklas Rheker, Michael Meyer, Carsten Rheker, Torben Rheker (80. Jörg Hundertmark)

Gab beide Vorlagen zum 1:0 und 2:0: Niklas Rheker