SV Kollerbeck

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03.04.2008

Kollerbeck bemüht

FC PEL – SVK 4:1

(luw) In Barntrup und gegen Nieheim kann man verlieren. Und man kann anschließend einigermaßen ruhigen Gewissens sagen, dass man sich mit Solchen Gegnern nicht messen lassen muss. Und dass man eben gegen Gegner aus anderen Tabellenregionen punkten muss. Doch was sagt man, wenn man sang- und klanglos mit 1:4 beim Abstiegskonkurrenten FC PEL untergeht? Klar, die anderen Mannschaften unten drin haben auch verloren. Doch irgendwann gehen dem SVK die Spiele aus, in denen man sich dem rettenden Ufer nahen könnte.

Die meisten Kollerbecker Fans waren – wie wahrscheinlich die Spieler auch - noch nicht ganz am und auf dem Peckelsheimer Platz angekommen, da stand es schon 1:0 für den Gastgeber. Denn nach nur zwei Minuten Spielzeit gab es die erste Ecke für den FC PEL, die wieder einmal zum Gegentreffer führte. Das aber ist es man ja mittlerweile in Kollerbeck gewohnt, sodass sich zwanzig starke Minuten der Grün-Weißen anschlossen. Es sollten die einzigen in diesem Spiel sein. Trotzdem hatten es diese zwanzig Minuten in sich, denn den Kollerbeckern präsentierten sich gute Einschussmöglichkeiten im Fünf-Minuten-Takt. Zunächst war es Mikael Grunwaldt, der einen Kopfball einigermaßen knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei setzte (5.). Dann schloss Michael Meyer in der zehnten Minute mit seinem schwächeren linken Fuß ohne Erfolg ab, ehe in der 15. Spielminute der Ausgleichstreffer für den SVK fiel. Vorangegangen war eine Ecke, die irgendwie den Weg zu Pascal Ewers findet. Der Youngster kann zwar im ersten Versuch nicht einnetzen, spielt aber Doppelpass mit der Latte und wuchtet den Ball mit Köpfchen ins Tor. „Na also, geht doch!“, befanden die etwa 20 mitgereisten Kollerbecker und sahen wiederum fünf Minuten später den Lupfer von Jens von Heesen, der nur knapp am gegnerischen Kasten vorbei geht.

Gerade, als es also anfing, Spaß zu machen, kassierte die Happe-Elf das völlig unnötige 2:1. Marc Neumann soll den Ball im eigenen Sechzehner mit der Hand gespielt haben. Zwar meinten nach dem Spiel noch einige unabhängige Zuschauer, dass man diesen Elfer nicht geben kann. Aber sei es drum, der Schiri zeigte auf den Punkt und gab den Elfer frei. Was folgte, war ein Wechselbad der Gefühle für alle Beteiligten. Denn zunächst sah es zumindest aus einiger Entfernung so aus, als hätte der Peckelsheimer Schütze den Strafstoß neben das Tor gesetzt. Doch einige Sekunden später sprach es sich herum, dass der Ball wohl nur eine Lücke im Tornetz gefunden hatte. Dumm gelaufen also.

Von diesem Schock sollte sich der SVK an diesem Abend nicht mehr erholen. Ganz im Gegenteil: Die Grün-Weißen hatten sogar noch Glück, dass der FC PEL nicht bereits in der ersten Halbzeit alles klar machte. Chancen dafür boten sich allemal.

So aber ging es in eine Halbzeitpause, in der man auf Seiten des SVK noch alle Möglichkeiten für mindestens einen Punktgewinn in den Händen wähnte. Es konnte ja auch keiner ahnen, dass der SVK in Halbzeit Nummer zwei nicht einmal aus dem Spiel heraus annähernd gefährlich zum Torabschluss kommen würde. So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis dann endlich die Entscheidung fiel. Dieses Warten ging in der 58. Spielminute zu Ende, als ganz dem bisherigen Saisonverlauf entsprechend ein Pressschlag von Jan Durgeloh mit seinem Gegenspieler den Weg ins eigene Tor fand. Selbstverständlich, dass nur noch ein Eigentor diesen Abend krönen konnte. Matthias Brisgies stellte also unbedrängt in der 3. Minute der Nachspielzeit das Endergebnis her.

Was nach dem Spiel hängen bleibt, ist, dass man der Mannschaft noch nicht einmal einen großen Vorwurf in Sachen Kampfbereitschaft machen kann. Doch das fast ebenso schlimme Urteil für das Kollerbecker Spiel lautet schlicht und ergreifend „bemüht“. Und das reicht selten für Punkte. Und schon gar nicht heute, wo man schon fast als größten Erfolg werten muss, dass man das Spiel tatsächlich mit elf Mann beendet hat. Denn danach hatte es nach der Kartenflut der ersten Halbzeit lange Zeit nicht ausgesehen.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jan Durgeloh, Marc Neumann, Matthias Brisgies, Jens von Heesen (46. Elmar Happe),Michael Meyer, Stefan Klocke, Mikael Grunwaldt (85. Jens Schölzel), Torben Rheker (58. Simon Reinhardt), Pascal Ewers, Niklas Rheker

Musste in der zweiten Halbzeit kaum einfreifen: Der PEL-Keeper  fängt sicher einen Freistoß