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26.10.2008

Aufwärtstrend gegen Kellerkind gestoppt

SVK verliert Derby gegen Altenbergen mit 1:3

(luw) Nach fünf Spielen ohne Niederlage verliert der SV Kollerbeck ausgerechnet gegen den Abstiegskandidaten und Nachbarn aus Altenbergen und Vörden mit 1:3. Und am Ende muss man vielleicht sogar von einer verdienten Niederlage sprechen. Denn was unsere Jungs insbesondere in der zweiten Halbzeit anboten, war einfach zu wenig. Unglücklich allerdings, dass die Tore zum 1:2 und 1:3 erst in den Minuten 85 und 86 fielen.

„Ich bin ja eigentlich ganz selten pessimistisch. Aber heute glaube ich nicht mehr an einen Sieg. Ganz im Gegenteil…“ Die zweite Halbzeit war noch nicht einmal zur Hälfte rum. Und es stand immerhin noch 1:1. Zeit genug also für die spielerisch bessere Mannschaft, in Führung zu gehen. Doch Trainer Jörg Hundertmark hatte wohl so eine Ahnung. Und am Ende sollte er tatsächlich Recht behalten.

Dabei hatte alles so gut angefangen. Der SVK dominierte anfangs die Partie nach Belieben und kam zu Torchancen in schöner Regelmäßigkeit. Eine davon nutzte dann endlich Stefan Klocke in der 23. Spielminute. Niklas Rheker hatte einen Freistoß von nah der Mittellinie in den gegnerischen Sechzehner gebracht, wo der Youngster diesmal den Ball nicht nur behaupten, sondern auch im Tor unterbringen konnte. Na bitte! Nach all den Rückständen in den letzten Spielen ging man also dieses Mal mit 1:0 in Führung.

Vielleicht war aber genau das das Problem. Denn nach dem Tor passierte auf Kollerbecker Seite nicht mehr viel. Waren die Altenbergener und Vördener bis zum Führungstreffer gar nicht in die Nähe des von Sascha Niemeier bewachten Tores gekommen, so musste der Papenhöfener auf einmal sogar Bälle klären.

Und selbst das gelang ihm in der 40. Spielminute nicht mehr. Ein blitzsauberer Konter, bei dem die Rückwärtsbewegung vom ansonsten wieder stark spielenden Matthias Loges nur suboptimal verlaufen war, führte doch tatsächlich zum Ausgleichstreffer für die Gäste.

Machte aber nichts, denn noch war ja eine ganze Halbzeit da, um Tore zu machen. Doch irgendwie wollte das nicht gelingen. Schlimmer noch. Denn selbst Torchancen wurden nicht mehr herausgespielt. Stattdessen begab man sich auf das spielerisch nicht sehr hoch angesiedelte Niveau der Gäste und verlegte sich mehr und mehr auf`s Bolzen. Und es wurde von Minute zu Minute hektischer auf dem Platz. Nicht ganz unschuldig hieran war neben allen Spielern der Schiedsrichter, der das ein oder andere Mal den Überblick und insbesondere die Verhältnismäßigkeit bei der Vergabe von Verwarnungen vermissen ließ. So kam es, dass zum Ende des Spiels kaum ein Kollerbecker Spieler nicht gelb-belastet war.

Die Altenbergener jedoch mussten auch bereits ab der 55. Spielminute wegen gelb-roter Karte mit zehn Mann auskommen. Zwanzig Minuten später war es dann aber auch auf Kollerbecker Seite soweit. Jan Durgeloh war allzu hart eingestiegen und hatte knallrot gesehen. Wie gut passt es da nebenbei, dass Alexander Rheker im nächsten Spiel nach Absitzen seiner Strafe wieder eingreifen kann.

Heute allerdings polterte das Spiel weiter vor sich hin, bis sich eigentlich alle Beteiligten mit einem Unentschieden abgefunden hatten. Dann schlug sich Fortuna jedoch auf die Seiten der Gäste.

Denn in der 85. Spielminute hieß es Elfmeter und Tor für den SV Altenbergen/Vörden. Dem rutschenden André Struck war das Leder an die Hand geprallt. Ob natürliche oder unnatürliche Armbewegung. Das war die alles entscheidende Frage, die der Schiedsrichter mit einem eindeutigen Fingerzeig auf den ominösen Elfmeterpunkt entschied.

Und als dann sogar eine Minute später das 3:1 für die Gäste fiel, da war auch dem letzten Zuschauer klar, dass das Spiel gelaufen war. Kunststück, dass die Altenbergener und Vördener Fans nun das Spiel zu einem Heimspiel machten. Lautstark bejubelten sie in den letzten Minuten die willkommenen drei Punkte im Abstiegskampf.

Ob sie sich zum Rückspiel immer noch dort befinden werden, kann man zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Wenn das allerdings der Fall ist, dann kann man sich bereits heute mit Sicherheit auf ein hitziges und sehr motiviertes Spiel beider Parteien freuen. Denn zur Verständigung innerhalb der Stadt Marienmünster hat das Spiel heute mit Sicherheit nicht beigetragen.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Matthias Brisgies, Marc Neumann, Torben Rheker, Michael Meyer, Jan Durgeloh, Niklas Rheker, Matthias Loges, Pascal Ewers, Stefan Klocke (76. Lukas Meyer)

Hätte heute besser Lotto gespielt: Trainer Jörg Hundertmark (rechts) war bedient