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02.11.2008

Wundertüte SVK

SVK schießt TIG Brakel mit 7:1 ab

(luw) Der SVK präsentiert sich in diesen Tagen als echte Wundertüte. Da folgt einem 1:3 gegen Abstiegskandidaten Altenbergen in der Vorwoche eine Gala mit sieben größtenteils wunderschönen Toren gegen die Türken aus Brakel. Dem Zuschauer soll es recht sein. Denn beste Unterhaltung bekommt er so immer geboten.

Gegenüber der Vorwoche hatte Jörg Hundertmark auf drei Positionen umgestellt. Auf Jan Durgeloh muss der Sabbenhausener sogar bis zum Frühjahr verzichten. Als Wiederholungstäter – Jan Durgeloh hatte in einem Vorbereitungsspiel für die zweite Mannschaft bereits einmal „rot“ in dieser Saison gesehen – bekam der Schwalenberger eine saftige Sechs-Spiel-Sperre für sein überhartes Einsteigen gegen Altenbergen. Für ihn rückte nach Absitzen seiner Strafe Alexander Rheker wieder zurück ins Team. Auch der andere Manndeckerposten war neu zu besetzen, weil Matthias Brisgies beruflich in Bremen weilt. Seinen Job übernahm der wieder genesene Mikael Grunwaldt. Zudem fiel Matthias Loges wegen einer Zerrung aus und wurde durch Jens von Heesen ersetzt.

Man kann es relativ kurz machen: Hätte der SVK bereits in der ersten Halbzeit  - meist in der Person von Stefan Klocke - konsequent seine Chancen genutzt, dann wäre der Sieg wahrscheinlich noch um einiges höher ausgefallen. So aber stand es nach 45 Minuten „nur“ 2:0 für Grün-Weiß. Getroffen hatte Pascal Ewers bereits in der vierten Spielminute per Kopf nach klasse Flanke von Stefan Klocke. Das zweite Tor steuerte souverän Michael Meyer in der 27. Minute per Foulelfmeter bei, nachdem Niklas Rheker regelwidrig von den Beinen geholt worden war.

Und weil es eben nur 2:0 stand und TIG in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit das Heft des Handelns in die Hand nahm, folgte nun die einzige richtig spannende Phase des Spiels. Denn wieder einmal nach einer Ecke herrschte Konfusion im Kollerbecker Strafraum, die mit dem Anschlusstreffer zum 2:1 bestraft wurde. Die Türken rochen nun Morgenluft und das Spiel wurde hektischer. Nun musste auch Sascha Niemeier das ein oder andere Mal seine Klasse zeigen.

Gut, dass nur vier Minuten später der alte Abstand wieder hergestellt war. Ausgangspunkt war auch hier wieder eine Ecke gegen den SVK. Doch diesmal wurde der Ball schnell aus der Gefahrenzone und noch schneller von Michael Meyer in den gegnerischen Strafraum befördert, wo Niklas Rheker den perfekten Konter mit dem 3:1 abschloss.

Und jetzt sollte es auch noch besser laufen. Denn es dauerte auch wieder nur sechs Minuten, bis endlich auch Stefan Klocke zu seinem verdienten Tor kam. Michael Meyer – ganz klar Mann des Spiels heute – hatte eine Ecke so schnell ausgeführt, dass der verdutzte TIG-Torwart noch gar nicht wieder vor seinem Kasten stand, als Stefan Klocke den Ball in den selbigen drückte. Hut ab!

In der 72. Spielminute folgte das 5:1 durch Michael Meyer persönlich, der in der 85. Spielminute auch das schönste Tor an diesem Tag nachlegte. In klassischer Diego-Manier hatte der Werder-Fan den Ball zwei- bis drei Mal „hochgehalten“, um ihn dann per Bogenlampe aus der Drehung und aus 20 Metern Entfernung im Tor zu versenken.

Der Schlusspunkt war das allerdings noch nicht. Denn der eingewechselte Jens Schölzel wollte natürlich auch noch mal und nutzte die Hereingabe von wiederum Michael Meyer zum 7:1.

„Komisch, warum manchmal alle Chancen drin sind und dann wieder Spiele kommen, in denen nur der Torwart angeschossen wird“. Nicht nur SVK-Urgestein Jochen Mönks schüttelte nach dem Spiel den Kopf. Doch so sind sie nun mal, unsere Jungs. Eine Wundertüte eben.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Matthias Brisgies, Marc Neumann, Torben Rheker (83. Lukas Meyer), Michael Meyer, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Jens von Heesen, Pascal Ewers (76. Jens Schölzel), Stefan Klocke (75. Dominik Sprenger)

So sehen Sieger aus: Die Mannschaft lässt sich feiern. Jens von Heesen feiert mit seinem Sohn Levin