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29.03.2009

Einen Punkt gewonnen oder doch zwei verloren?

SVK holt Remis auf Driburger Kunstrasen

(luw) Es steht 0:0. Sascha Niemeier hält den Ball am Fuß. Er kann ihn aufnehmen. Er tut es aber nicht. Er spielt auf Zeit. Kein Driburger greift ihn an. Auch die Driburger spielen auf Zeit. Irgendwann hat der SVK-Keeper ein Einsehen. Er nimmt den Ball auf und schlägt ihn nach vorne. Diese Situation aus der 75. Spielminute spricht Bände. Irgendwie hatte man immer das Gefühl, überlegen zu müssen, ob man jetzt mit dem Punkt zufrieden sein soll oder eher nicht.

An einen Sieg der ersten Mannschaft in Bad Driburg konnte sich noch nicht einmal Jochen Mönks erinnern. Zu lange ist dies Erfolgserlebnis her. Selbst in der Aufstiegssaison 2006/2007 war man hier mit 0:3 derbe unter die Räder gekommen. Insofern hätten wohl nicht wenige Kollerbecker Spieler und Zuschauer dankend unterschrieben, hätte man ihnen vor Spielbeginn ein Unentschieden angeboten. Doch nach Ablauf der neunzig Minuten herrschte dann schon rege Diskussionen darüber im grün-weißen Block, ob hier nicht mehr drin gewesen wäre. Und das wäre es mit Sicherheit . Denn die besseren Tormöglichkeiten – insbesondere zum Ablauf der Partie – hatten die Kollerbecker.

In der ersten Halbzeit allerdings blieben Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Die Kollerbecker kamen zwar ein wenig besser ins Spiel, gaben aber recht bald das Heft wieder aus der Hand. Freilich ohne Chancen der Driburger zuzulassen. So entwickelte sich ein Spiel im Mittelfeld, indem sich beide Mannschaften beinahe komplett neutralisierten. In die Karten des SVK spielte dabei die Tatsache, dass Driburgs ehemaliger Topstürmer Klunker wegen einer zweifelhaften roten Karte am letzten Sonntag gegen Alhausen heute nicht wirbeln konnte.

Der erste Aufreger ereignete sich erst in der 28. Spielminute, als Michael Meyer vom so genannten „Letzten Mann“ von den Beinen geholt wurde. Der Schiedsrichter ahndete dies allerdings nur mit dem gelben Karton. Ansonsten blieb alles ruhig und es ging mit einem Remis in die Pause.

Und auch wenn einzelne Zuschauer sich etwas über das mäßig interessante Spiel ärgerten, Jörg Hundertmark war zufrieden in der Kabine: „Leute, wir sind auf dem Weg zu unserem Minimalziel. Wir haben die Zweikämpfe gesucht und größtenteils gut geführt. Der Gegner hatte keine einzige Torchance!“ Aus diesem Blickwinkel heraus kann man seine Begeisterung sogar nachvollziehen. Als geneigter Zuschauer allerdings bestand dann doch die Hoffnung auf ein wenig mehr Spektakel in Halbzeit Nummer zwei.

Und tatsächlich war dann etwas mehr los im zweiten Durchgang. Insbesondere der SV Kollerbeck kam jetzt immer besser mit dem Platz zurecht und erspielte sich Chancen. In der 65. Spielminute hatte Niklas Rheker die Gelegenheit, den SVK in Führung zu bringen. Allerdings bekam der Langenkämper alleine vor dem Torwart stehend den Ball nicht mehr auf seinen starken linken Fuß.

Dann verflachte das Spiel wieder etwas und wurde erst wieder in der Schlussphase spannend. Jetzt hätte Kollerbeck den Sack zumachen können oder auch müssen. Doch Pascal Ewers scheiterte in der 85. Spielminute nach schöner Vorarbeit vom eingewechselten Matthias Loges per Flugkopfball am Torwart. Auch Stefan Klocke hatte in der 89. Spielminute noch einmal die ganz große Gelegenheit zum Einschuss. Er verzieht allerdings aus 16 Metern deutlich.

Nur noch statistischen Wert hatte die gelb-rote Karte für Michael Meyer in der 87. Spielminute. Es blieb beim 0:0, mit dem wohl beide Mannschaften leben können. So richtig zufrieden war aber nur der Driburger Würstchenverkäufer. Bei nur zwei angepfiffenen A-Liga-Begegnungen an diesem Tag hatte die tolle Kulisse mächtig Hunger mit nach Driburg gebracht. Schön für ihn…

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Marc Neumann, Michael Meyer, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Jens von Heesen (28. Jens Schölzel), Pascal Ewers, Stefan Klocke, Mikael Grunwaldt (73. Matthias Loges), Torben Rheker (77. Lukas Meyer)


Gute Beziehungen zur Presse sind ein Muss für einen erfolgreichen Trainer:
Jörg Hundertmark checkt die gegnerische Aufstellung mittels Fotoapparat von WB-Mitarbeiterin Sabrina Marx