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13.04.2009

Das perfekte Timing

SVK fügt Tabellenführer Alhausen/Pömbsen erste Saisonniederlage zu

(luw) Wie oft war vor dem Spiel davon gesprochen worden, dass die SG Alhausen/Pömbsen gerade zum rechten Zeitpunkt ins Kollerbecker Rehbergstadion kommen würde? Wie gut hatte doch am 1. März die Generalabsage ins grün-weiße Konzept gepasst. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte man damals gegen den Spitzenreiter antreten müssen. Die Party zum 40. Geburtstag des Trainers war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal zwölf Stunden her gewesen. Und tatsächlich war es heute das perfekte Timing. Denn der SVK schaffte endlich das, was viele Mannschaften zuvor nicht geschafft haben. Er fügte der SG Alhausen/Pömbsen die erste Saisonniederlage zu. Das Tor des Tages erzielte André Struck per Kopf nach einem Freistoß von Michael Meyer in der 80. Spielminute. Die perfekte Antwort also auf das Freistoßtor aus dem Hinspiel, das seinerzeit die Kollerbecker Niederlage besiegelt hatte.

Wegen Probleme mit dem Luft holen musste Jens Schölzel für die Startaufstellung passen. Für ihn rückte Marc Neumann auf die Position des Manndeckers. Die „Sechs“ vor der Abwehr übernahm Elmar Happe.

Die erste Halbzeit gehörte größtenteils den Gästen. Dies machte sich vor allem bemerkbar in den vielen Standardsituationen, die der SG zugesprochen wurde. Und beinahe hätte es in der sechsten Spielminute schon 0:1 aus Kollerbecker Sicht gestanden. Nach einer Ecke lag der Ball schon im Kollerbecker Tor, als der Unparteiische aus Hembsen auf Foulspiel durch Alhausen/Pömbsen entschied. Noch einmal Glück gehabt. Danach beruhigte sich das Spiel etwas, bis in der 21. Spielminute einmal mehr Sascha Niemeier wunderschön in den Winkel flog. Nicht nur Michael Meyer war begeistert von dieser Parade: „Ich habe den Ball schon im Tor gesehen!“ Auf der Gegenseite hatte Stefan Klocke in der 27. Spielminute die gute Chance zum 1:0. Allerdings reagierte auch hier der Keeper gedankenschnell.

Es folgte wieder eine Phase mit vielen Freistößen für Alhausen/Pömbsen. Diese sorgten immer wieder für Gefahr und hatten ja auch im Hinspiel zum einzigen Tor des Spiels durch Lars Markus geführt. Und dieser Lars Markus feuerte auch heute wieder scharfe Schüsse auf den Kollerbecker Kasten. Der Erfolg allerdings blieb dieses Mal aus.

Die Kollerbecker Spieler hingegen waren zwar heiß. Was jedoch das Kombinationsspiel anging, hat man im Rehbergstadion schon mehr gesehen. Taktisch gesehen lieferten beide Mannschaften eine großartige Leistung ab. Und dann ergeben sich eben kaum Gelegenheiten zum mit der Zunge schnalzen.

Jörg Hundertmark jedenfalls war mit dem 0:0 zur Pause zufrieden. „Kameraden, die Chance auf drei Punkte besteht in der gleichen Höhe wie vor dem Spiel. Wir haben hier mit dem souveränen Spitzenreiter gut mitgehalten und kaum einen Unterschied bemerken lassen. Also warum soll uns heute hier nicht der Sieg gelingen?“ Auf der anderen Seite trat der Sabbenhausener aber auch auf die Bremse. „Wir brauchen nicht zu pokern. Auch mit einem Punkt kann ich sehr gut leben!“ Sprach es aus und sah in das verständnislose Gesicht von Marc Neumann, der für heute ja ein Tor versprochen hatte, dessen Chancen darauf als Verteidiger aber weniger als gut standen. Der stellte davon unabhängig schnell klar, dass er nur mit einem Sieg gut leben könne. Volle Zustimmung der restlichen Spieler, die noch einmal versprachen, in Halbzeit Nummer zwei alles zu probieren.

Und tatsächlich kam der SVK in der zweiten Halbzeit nochmal. Hatte die SG Alhausen/Pömbsen in der ersten Halbzeit noch leichte Vorteile gehabt, so drehte sich das Bild im zweiten Durchgang völlig. Je länger das Spiel andauerte, desto mehr Druck machten die Kollerbecker auf das gegnerische Tor. Insbesondere Matthias Loges (71.), der eingewechselte Lukas Meyer (73.) und Niklas Rheker (78.) hatten gute bis sehr gute Gelegenheiten, den entscheidenden Treffer zu erzielen.

Doch das war mal wieder dem Libero André Struck vorbehalten. Ausgangspunkt war ein Freistoß von halb links. Michael Meyer zirkelte den Ball perfekt getimt auf den Raum zwischen Elfmeterpunkt und Fünfmeterlinie. Dort hatte André Struck wenig Mühe, den Ball mit viel Druck über die Linie zu befördern. Grenzenloser Jubel im prall besetzten Rehbergstadion war die Folge.

Eine andere Folge, die man jetzt vielleicht erwartet hätte, blieb aus. Denn wer jetzt damit gerechnet hatte, dass die SG alles nach vorne schmeißen und noch einmal richtig gefährlich werden würde, der sah sich eines Besseren belehrt. Denn der SVK schaffte es relativ clever, den Ball schön weit weg vom Kollerbecker Kasten zu halten. So verrannen die Minuten und schließlich hatte der Schiedsrichter ein Einsehen und pfiff ab.

Das Projekt „Spitzenreiter ärgern“ war also geglückt. Das Spiel selber lebte zwar nicht unbedingt von der spielerischen Klasse. Das war bei hochsommerlichen Temperaturen aber auch nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Stattdessen bot das Spiel aber Spannung pur und Kampf vom Feinsten. Was will man mehr?

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Marc Neumann, Michael Meyer, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Elmar Happe, Pascal Ewers (90.+2 Jan Durgeloh), Stefan Klocke (85. Jens Schölzel), Matthias Loges, Torben Rheker (70. Lukas Meyer)

Nahm Lars Markus gut aus dem Spiel: Manndecker Alex "Sanner" Rheker schon vor dem Spiel mit breiter Brust