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24.05.2009

„Schönen Dank für die Punkte“

SV Kollerbeck unterliegt in Vörden mit 2:3

(luw) Der Häme der Vördener und Altenbergener Zuschauer konnten sich die Kollerbecker Akteure nach dem Schlusspfiff sicher sein. Schließlich hatten sie dem Abstiegskandidaten soeben die Punkte vier bis sechs in dieser Saison überlassen. Und in einem Derby tun solche Debakel eben doppelt weh.

Viele Kollerbecker Zuschauer waren noch gar nicht in Vörden angekommen, als es schon 2:0 aus Sicht der Gastgeber hieß. Verantwortlich hierfür war eine kommunikationstechnische Meisterleistung der SG Altenbergen/Vörden, die zu Saisonbeginn „Altenbergen“ als Spielort angegeben hatte. Dementsprechend lautete auch der Eintrag auf der Kollerbecker Homepage. Klar kann man nun den Spielort verlegen. Ob man dann allerdings auch dem Gegner Bescheid gibt, ist eine andere Frage. Aber sei es drum. Um 15:05 Uhr stand es 2:0.

Danach kamen aber die Kollerbecker mit Macht. Zunächst scheitert Michael Meyer in der 9. Spielminute am Vördener Aluminium. Dann versucht es Stefan Klocke in der 18. Spielminute schön per Kopf und findet im gegnerischen Keeper seinen Meister.

In der Folgezeit wurde es etwas ruhiger. Das allerdings nur, was das Geschehen in den beiden Sechzehnern anging. Denn verbal kochte das Spiel über neunzig Minuten nahe am Siedepunkt. Schon aus Tradition sind Derbys gegen Altenbergen selten Langeweiler. Wenn dann allerdings noch ein derart unerfahrener Schiedsrichter dazu kommt, der es nicht versteht, von Anfang an für klare sprich ruhige Verhältnisse zu sorgen, dann nimmt das Schicksal eben seinen Lauf. Doch dazu später.


    Perfekter Halt auch ohne Drei-Wetter-Taft: Mikaels Nase ist gerichtet
Bereits in der 30. Spielminute musste Niklas Rheker mit Sprunggelenkblessur ausgewechselt werden. Für ihn kam – man glaubt es kaum – Mikael Grunwaldt ins Spiel. Dieser war erst vor sechzehn Tagen mit offenem Nasenbeinbruch im Spiel gegen Ovenhausen vom Platz getragen worden. Wahnsinn!

In der 32. Spielminute fiel das erhoffte Anschlusstor. Flankengeber war Michael Meyer und Torschütze Pascal Ewers gewesen. Letzterer hatte etwas Glück beim Torerfolg.

Nach der Pause folgte noch einmal die gleiche Kombination mit dem gleichen Ergebnis: Tor für Kollerbeck durch Pascal Ewers, der dieses Mal kein Glück benötigte (52.). Na also. Spiel wieder offen und fast eine ganze Halbzeit zu spielen. Das sollte doch wohl für ein Tor reichen. Zumal Kollerbeck über die Spielzeit hinweg zu mehr Spielanteilen gekommen war.

Was allerdings nun passierte, war nicht unbedingt zu vermuten. Denn Torraumszenen vor dem Vördener Kasten wurden wieder zu seltenen Rarität. Stattdessen spielte sich das Spiel – respektive das Gebolze – mehr im Mittelfeld ab.

Die besseren Chancen hatte nun sogar wieder die SG. Insbesondere in der 70. Spielminute ist es Jens Schölzel, der per Kopf für seinen bereits geschlagenen Kapitän und Keeper Sascha Niemeier auf der Linie rettet.

In der 72. Spielminute dann das entscheidende Tor für die SG Altenbergen/Vörden. Einen unnötiger Ballverlust im Mittelfeld nutzten die Hausherren, um schnell in die Spitze zu spielen. Folge war ein Vördener Stürmer, der relativ wenig Mühe hat, Sascha Niemeier zum 3:2 zu überwinden.

Was folgte, sucht fortan seinesgleichen. Zuschauer und Spieler lieferten sich einen Schlagabtausch, der fesselte. Freilich spielte der Ball in diesem Gefecht eine eher untergeordnete Rolle. Hauptakteure auf Kollerbecker Seite waren Andrè Struck und Michael Meyer, die beide mit „gelb-rot“ vorzeitig zum Abkühlen geschickt wurden. Gerade letzterer hatte in den Schlussminuten verbal Bewerbung auf Bewerbung „geschrieben“, um endlich vom Platz zu dürfen. Außerdem hätte Marc Neumann – die grün-weiße Brille einmal bitte kurz zur Seite legen – wegen Nachtretens definitiv mit totalem Feldverweis belegt werden müssen. Der Schiedsrichter ließ die Karte am Hintern und setzte so die Reihe „Entscheidungen aus dem Kuriositätenkabinett“ nahtlos fort.

Die rote Karten wäre auch der letzte Nagel auf einem Sarg namens „Kollerbecker Spielerdecke“ gewesen. So kann man gespannt sein, mit welchen Personen der nächste Anlauf auf drei Punkte – dieses Mal gegen den SV Bredenborn – gewagt werden soll. Das Nervenkostüm jedenfalls liegt beim SVK derzeit blank.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Michael Meyer, Jens von Heesen (55. Marc Neumann), Niklas Rheker (30. Mikael Grunwaldt), Pascal Ewers, Stefan Klocke, Jens Schölzel, Torben Rheker, Lukas Meyer, Matthias Loges