SV Kollerbeck

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20.09.2009

Lauenförde ungemein effektiv

SVK verliert zu Hause 1:2

(luw) Der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Michael Meyer fiel definitiv zu spät, als dass noch einmal so etwas wie Spannung im Kollerbecker Rehbergstadion hätte aufkommen können. Denn es lief bereits die vierte Minute der Nachspielzeit und der Unparteiische pfiff das Spiel quasi erst gar nicht wieder an. So also verlor der SVK gegen einen Gegner, der in dieser Form mit Sicherheit zu den stärksten Mannschaften der Liga zählen dürfte. Nichtsdestoweniger musste das Spiel nicht verloren gehen. Ein Blackout durch Libero Jens Rendorf in der ersten Halbzeit und ein blitzsauber vorgetragener Konter des SCL in der zweiten Halbzeit besiegelten jedoch die Heimniederlage in grün und weiß.

Das Spiel begann ungemein temporeich. Insbesondere der Gegner aus Niedersachsen machte von Beginn an mächtig Druck und ließ den Kollerbeckern kaum Luft zum Atmen. So hätte es in der neunten Spielminute auch schon 0:1 aus Kollerbecker Sicht heißen können. Doch Jens Rendorf kann nach einer Flipper-Aktion noch so eben retten.

Nur drei Minuten später Glück für den SCL. Pascal Ewers hatte einen Freistoß aus etwa 22 Metern an die obere Begrenzung des Lauenförder Tores gedonnert. Das hätte widerum die Führung sein können.

Als wenn das ein Weckruf gewesen wäre, löste sich jetzt auch der SVK aus der Umklammerung des SCL. Was folgte, war ein Spiel, das hin und her ging, ohne dass allerdings die beiden Abwehrreihen viele Großchancen zuließen. Andreas Fuhrmann stellte andächtig fest: „Hier ist mächtig Dampf im Spiel!“

Nach und nach wurde der SVK jetzt sogar die etwas aktivere von zwei starken Mannschaften. Das Tor jedoch fiel wie aus heiterem Himmel und auf der falschen Seite.

Das Spiel schrieb die 40. Spielminute, als ein langer Ball auf die Lauenförder Stürmer gespielt wird. Libero Jens Rendorf steht gut, der Ball fliegt direkt seiner hohen Stirn entgegen und der Sabbenhausener Neuzugang kann sich eigentlich in aller Ruhe überlegen, was er mit dem Ball anfangen will. Vielleicht war das ein wenig zu viel Zeit, denn seine Entscheidung war definitiv die falsche. Er legt dem gegnerischen Stürmer den Ball quasi auf den Fuß und kann nur noch tatenlos mit ansehen, wie der sofort mit links dieses klasse Geschenk zum 1:0 annimmt.

In der kurz darauf folgenden Halbzeitpause stand Jörg Hundertmark natürlich noch unter dem Eindruck dieses Fauxpas’. Seine Ansprache richtete sich allerdings mehr an seine Offensive: „Leute, nach vorne sind wir heute ganz einfach zu statisch. Da sind keine Überraschungsmomente. Na klar ist das heute und hier der bisher stärkste Gegner. Aber unschlagbar ist der mit Sicherheit auch nicht!“

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist dann allerdings recht schnell erzählt. Der SCL zog sich fast über die komplette zweite Spielzeit hinweg weit in die eigene Hälfte zurück und überließ dem SVK das Mittelfeld. Der SVK drängt also auf den gegnerischen Kasten und kommt insbesondere um die 70. Spielminute herum zu mehreren guten Einschussgelegenheiten insbesondere durch Pascal Ewers per Kopf (70.) und Lukas Meyer von halblinks (73.).

Allerdings stand es zu diesem Zeitpunkt schon 0:2. Der absoluten Drangphase der Kollerbecker ging nämlich der schönste Spielzug des Nachmittags voraus. Leider fand der auf der falschen Seite statt und es war Sascha Niemeier, der den Ball nach einem tollen Konter nur noch aus dem Netz holen konnte (63.).

Und weil danach das Tor auf der richtigen Seite zunächst einfach nicht fallen wollte und dieses dann erst viel zu spät in der 94. Spielminute tat, bleibt am Ende eine Niederlage stehen. Der Plan des Trainers, das Tabellenfeld von hinten aufzurollen, hat also erst einmal einen gehörigen Dämpfer hinnehmen müssen.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jens Rendorf, Marc Neumann, Lukas Meyer (77. Jens Schölzel), Torben Rheker (60. Benni Dobrott), Michael Meyer, Pascal Ewers, Stefan Klocke, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt, Alexander Rheker

Heute Pechvogel, beim nächsten Mal vielleicht schon wieder Matchwinner: Jens Rendorf