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25.10.2009

Spitzenreiter!

SVK gewinnt in Vinsebeck 3:1

Nach 93 Spielminuten hat der Schiedsrichter ein Einsehen und pfeift das Spitzenspiel zwischen dem TuS Vinsebeck und dem SV Kollerbeck ab. Am Rand kämpft ein eigentlich bereits abgekämpfter Jörg Hundertmark sichtlich um jedes einzelne seiner Worte. „Ich fass’ es nicht!“ Mehr kriegt er nicht raus. Gerade haben seine Leute mit einer klasse Mannschaftsleistung 3:1 in Vinsebeck gewonnen und so die Tabellenspitze erklommen. Die Tore haben Pascal Ewers und Stefan Klocke doppelt beigesteuert.

KäferDabei hätte das Spiel auch ganz anders ausgehen können. Denn die ersten zwanzig Minuten gehörten ohne Wenn und Aber dem Gastgeber. Als nämlich die Männer in grün und weiß noch mehr oder weniger über den schwierig zu bespielenden Platz rutschten, hätte der TuS schon 2:0 führen müssen. Da war das Spiel noch gar keine fünf Minuten alt. Aber Sascha Niemeier hatte sowohl in der 3. als auch in der 4. Spielminute erfolgreich Kopf und Kragen riskiert.

Manndecker Mikael Grunwaldt sah bereits in der 20. Spielminute die gelbe Karte und musste auf Anweisung des Trainers folgerichtig mit Alexander Rheker seinen Gegenspieler tauschen.

Ob es nun an dieser Umstellung lag oder sich die Mannschaft insgesamt nun besser auf Gegner und Platzverhältnisse eingestellt hatte, bleibt dahin gestellt. Fakt ist, dass der SVK nun langsam aber sicher das Heft in die eigene Hand nahm und prompt zu Torchancen kam.

Zunächst scheiterte Lukas Meyer zwar noch knapp, weil er einen Schritt zu spät kommt (29.). In der 32. Spielminute allerdings lief es dann besser. Michael Meyer hatte wieder einmal einen Pass weit in der gegnerischen Hälfte abgefangen und den Ball auf der linken Seite vorangetrieben. Fast auf der Grundlinie angekommen brachte der Spielmacher den Ball vor das gegnerische Tor, wo Pascal Ewers in Mittelstürmermanier die Kirsche über die Linie drückte.

1:0 war auch der Halbzeitstand. Jörg Hundertmark war zu diesem Zeitpunkt nur bedingt zufrieden. Ihm war die Anfangsphase etwas auf das ansonsten sonnige Gemüt geschlagen: „Leute, die ersten zwanzig Minuten waren schlimm. Da brauchen wir nicht drum herum zu reden. Dann aber hat mir unser Spiel gut gefallen. Jetzt macht so weiter und behaltet das Spiel im Griff!“ Sprach es und schmiss fast die Mineralwasserflasche um.

Was folgte, war aber eben nicht so ganz im Sinne des Sabbenhauseners. Denn es dauerte keine fünf Minuten nach Wiederanpfiff, bis das Gegentor fiel. Unverständlicherweise nach einem Konter. Nicht nur die Vinsebecker Ultras waren begeistert.

Der Schock des frühen Ausgleichs saß aber augenscheinlich nicht allzu tief beim SVK. Denn nach 57 Minuten lag die Hundertmark-Truppe schon wieder in Front. Vorausgegangen war ein schlimmer Schnitzer des Vinsebecker Liberos Dominik Pott. Der spielte seinem direkten Arbeitskollegen Michael Meyer den Ball unbedrängt direkt in den Fuß und musste mit ansehen, wie dieser den Ball schön für Stefan Klocke auflegte. Der Youngster machte es dann vom Elfmeterpunkt so richtig spannend. Denn seinen Schuss kann der Vinsebecker Torwart zwar noch gehörig abfälschen. Doch all die herbei gelaufenen Vinsebecker können nichts mehr ausrichten und der Ball landet trotzdem im grün-weißen Glück. Das war schön!

Noch schöner wurde es dann aus Kollerbecker Sicht in der 85. Spielminute, als der Sack endlich zu war. Der geneigte Leser darf drei Mal raten, wer den Assist beisteuerte. Wieder war es Michael Meyer, der zwar zunächst alleine aufs Tor zulief, dann aber noch einmal eine Runde im Vinsebecker Sechzehner drehte und punktgenau für Stefan Klocke auflegte. Der ließ sich zum zweiten Mal nicht zwei Mal bitten und schraubte seine beachtliche Torquote noch einmal um Eins nach oben.

3:1 beim Bezirksligaabsteiger gewonnen und so die Tabellenspitze erobert. Was will man mehr? Ach so, da wäre noch was: Ein Auswärtssieg gegen Driburg bitte.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jens Rendorf, Marc Neumann (86. Jens Schölzel), Lukas Meyer, Michael Meyer, Torben Rheker, Pascal Ewers, Stefan Klocke (88. Simon Reinhard), Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt, Alexander Rheker