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15.11.2009

Gelungener Schlusspunkt unter gelungene Halbserie

SVK schlägt Brakels Reserve 5:1

Man kann die Dinge ja immer von zwei Seiten aus betrachten. Stichwort „halb leer oder voll“. Das gilt uneingeschränkt auch für den Sieg gegen Brakel. Denn sicherlich kann man hergehen und sagen: „5:1 gewonnen. Sieg nie wirklich gefährdet und weitestgehend den Gegner unter Kontrolle gehabt.“ Auf der anderen Seite muss man ebenfalls klipp und klar feststellen: „Wäre der Gegner heute stärker gewesen, hätte man ganz große Probleme bekommen.“ Denn was sich die Hundertmark-Elf heute insbesondere in der zweiten Halbzeit  zurecht kickte, dass passte zum Wetter und kann mit einem Wort ziemlich treffend überschrieben werden: lausig. Das alles aber interessiert ab übermorgen keinen mehr. Ob der Sieg allerdings für die Herbstmeisterschaft reicht, das kann noch nicht beurteilt werden. Der SC Lauenförde hat zwar vier Punkte weniger auf dem Konto, aber auch noch zwei Nachholspiele zu absolvieren.

Das Spiel begann mit einer Verzögerung, weil der Computer nicht unbedingt so wollte wie die übrigen Beteiligten. Auf den ist man aber im Zeitalter des digitalen Spielberichts seit dieser Saison angewiesen.

Nach etwa fünfzehn Minuten ging es dann aber endlich los und es stellte sich schnell heraus, dass der SVK das Spiel heute dominieren würde. Über weite Teile der ersten Halbzeit waren die Zuschauer Zeuge eines Spiels auf ein Tor. So dauerte es auch nur fünf Minuten, als der SVK die erste richtig dicke Torchance in Person von Stefan Klocke verbuchte. Der Youngster lief einsam und verlassen auf das Brakeler Tor zu, schob den Ball allerdings nur neben das Tor. Besser machte es in der 18. Spielminute Torben Rheker, der nach langem Pass von Michael Meyer das 1:0 markiert.

In der 31. Spielminute dann bereits das 2:0 für den SVK. Wieder steuerte Michael Meyer den Assist bei, indem er die Flanke in den Sechzehner brachte. Dieses Mal behielt Stefan Klocke die Nerven und köpft zum 2:0 ein. Na, also. Geht doch.

Jörg Hundertmark war dann in der Pause auch vom Grundsatz her zufrieden. Eine Sache jedoch hatte er zu bemängeln. „Das einzige, was nicht passt, ist die Genauigkeit beim letzten Pass. Ansonsten spielen wir weiter wie bisher, machen noch ein paar Buden und jubeln nach neunzig Minuten.“ Das ist Fußball ganz leicht gemacht.

Dass dann die Theorie eben doch manchmal von der Praxis abweicht, konnten alle Zuschauer in der 48. Spielminute live miterleben. Denn wie aus dem Nichts stand es zu dem Zeitpunkt nur noch 2:1. Gut, dass Stefan Klocke mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag relativ schnell den alten Abstand wieder herstellte (53.). Drei Mal dürfen Sie raten, wer Passgeber war. Richtig: Michael Meyer.

Dann aber machte das Zugucken keinen so rechten Spaß mehr. Denn nun war das Spiel geprägt durch noch mehr Fehlpässe. Das was der Trainer gefordert hatte – nämlich die Angriffe konzentriert bis zum Ende zu spielen – wollte und wollte heute einfach nicht funktionieren. Normalerweise hätte man diesen Gegner heute auseinander nehmen müssen. Zumal sich dieser in der 65. Spielminute noch dezimierte. Für den gut gemeinten Ratschlag an Michael Meyer „Lern russisch, du Spinner!“ sah der Absender den roten Karton. Aber auch danach lief es nicht wirklich rund.

Alleine die zwei späten Tore durch Jens Rendorf per Kopf (80.) und den just eingewechselten Jens Schölzel (81.) trösteten etwas über das schwache Spiel hinweg.

Sei es drum. Der Sieg musste her. Und hier ist er. Jetzt steht nur noch ein Spiel auf dem Kalender für das Jahr 2009. Und das steigt am 6. Dezember in Bergheim. Das wird dann hoffentlich der Beginn einer Rückserie, die ähnlich erfolgreich verläuft wie der erste Durchgang.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jens Rendorf, Marc Neumann, Lukas Meyer, Michael Meyer, Torben Rheker, Pascal Ewers, Stefan Klocke (80. Jens Schölzel), Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt, Alexander Rheker