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11.04.2010

Befreiungsschläge sehen leider anders aus

SVK schlägt den TuS Ovenhausen mit 3:0

(luw) Zu gerne würde ich hier vom Befreiungsschlag nach dem miserablen Rückrundenauftakt sprechen. Und vom geplatzten Knoten. Immerhin, wir haben drei Buden gemacht. Wer jedoch das Spiel und insbesondere die Klasse des heutigen Gegners gesehen hat, der weiß, dass dieses 3:0 nicht mehr sein kann und darf als die vor dem Spiel von allen Seiten geforderten drei Punkte. Und wirklich nicht mehr. Die Tore für den SVK erzielten Jens Rendorf, Michael Meyer und Niklas Rheker.

Es ist 17 Uhr und 11 Minuten mitteleuropäischer Sommerzeit. Das Spiel des SV Kollerbeck gegen den TuS Ovenhausen schreibt die 52. Spielminute. Der TuS Ovenhausen schießt tatsächlich zum ersten und einzigen Mal an diesem Nachmittag auf das Kollerbecker Tor. Klingt komisch. Ist aber so.

Das, was der TuS Ovenhausen an diesem Nachmittag zeigte, war mit viel Wohlwollen bestenfalls unteres B-Liga-Niveau. Garantiert nicht mehr. Nicht falsch verstehen, liebe Ovenhäuser: Lob und Anerkennung an dieser Stelle für den Mut und das Engagement, sich anständig aus der Liga zu verabschieden. Manch anderer Verein würde einfach den Spielbetrieb einstellen.

Der Grund, weswegen ich die spielerische Klasse des TuS Ovenhausen an diesem Nachmittag mit solch harten Worten anspreche, ist einfach nur folgender: Wir müssen das 3:0 richtig einordnen und begreifen, dass der Weg aus dem spielerischen Tief noch lange nicht gegangen ist. Denn das, was der SV Kollerbeck heute angeboten hat, war schwach. Drei Tore hin oder her.

Sicher, Chancen haben sich unsere Jungs auch noch genug erarbeitet. Und diese an dieser Stelle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Aber insbesondere die mangelnde Durchschlagskraft im Abschluss stimmt schon sehr nachdenklich. Was ist passiert mit diesem Sturm, der bis zur Winterpause so mancher gegnerischen Abwehr schlaflose Nächte bereitet hat und in der Wertung für den Offensivcup ganz vorne stand?

Folgerichtig markierte auch ein Kollerbecker Abwehrspieler das 1:0. Nach einem Freistoß von Michael Meyer aus gut 22 Metern hatten sich viele Zuschauer schon wieder abgewandt. Denn wie so oft an diesem Nachmittag kam auch der Ball wieder direkt auf den Torwart. Dieses Mal jedoch hatte der Ovenhäuser Keeper – es mag an der tief stehenden Sonne gelegen haben – große Probleme, den Ball fest zu halten. Unser Libero Jens Rendorf war glücklicherweise dorthin gespurtet und netzte mit dem Kopf zum 1:0 ein. Jetzt sollte doch der Knoten geplatzt sein.

Er tat es aber nicht und es sollte lange dauern, bis das beruhigende 2:0 aus Kollerbecker Sicht fiel. Schließlich sollte nicht auch dieses Spiel wieder nur 1:1 enden. Das Spiel war 52 Minuten alt, als Michael Meyer sich auf der linken Seite durchsetzte und aus relativ spitzem Winkel einfach mal abzog. Na bitte! Das 3:0 fiel dann quasi mit dem Schlusspfiff. Niklas Rheker hatte aus 16 Metern den Endstand hergestellt.

Erwähnenswert noch die 20. Spielminute, in der „Dr.“ Matthias Loges nach mehreren falschen Einwürfen mit dem Schiedsrichter auszudiskutieren versuchte, ob hier und heute der richtige Ort und der richtige Zeitpunkt sei, „um Einwürfe zu üben.“ Der Schiedsrichter stellte klar, dass insbesondere hier und heute nicht der richtige Ort und nicht der richtige Zeitpunkt sei, um zu diskutieren und zeigte dem Kleinenbredener gelb. „War denn das wirklich nötig?“ „ Noch ein Wort, dann zeige ich Ihnen noch gelb-rot!“

Ganz nach oben auf der To-do-Liste  gehören nun „Ballsicherheit und Durchschlagskraft zurück gewinnen“. War es in der letzten Woche vielleicht noch der tiefe Bergheimer Platz, der das Kombinationsspiel erschwert hatte und somit als Begründung für das schwache Spiel herhalten kann, so haben wir diese Woche auf unserer vertrauten heimischen Asche gespielt. Wie schon gegen Bredenborn und Dalhausen war es auch heute wieder erstaunlich, wie viele Probleme unsere Spieler derzeit offenbar mit dem Platz haben. Und das sind nicht die einzigen.

Da wartet also noch viel Arbeit auf Jörg Hundertmark. Oder vielleicht doch nicht? Denn was passiert, wenn der Befreiungsschlag endlich da ist und der Knoten endlich geplatzt ist, weiß auch keiner. Vielleicht läuft es dann auch wieder von ganz allein… Wundertüte SVK!

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Jens Rendorf, Marc Neumann, Matthias Loges, Lukas Meyer, Torben Rheker, Michael Meyer, Stefan Klocke, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt

Der Zuschauer erkennt hier die Szene zum 1:0. Michael Meyer löffelt einen Freistoß in den Sechzehner. Jens Rendorf trifft.