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10.04.2011

Zweite Saisonniederlage für den SVK

SVK verliert gegen SV Brenkhausen/Bosseborn mit 0:2

(luw) Was sind vorher alles für Erwartungen in dieses Spitzenspiel gelegt worden? Am Ende muss man konstatieren, dass das Duell Erster gegen Zweiter vieles schuldig geblieben ist. Und aus Kollerbecker Sicht muss man wohl oder übel anerkennen, dass die Niederlage insbesondere aufgrund einer sehr mäßigen bis schwachen zweiten Hälfte durchaus als verdient bezeichnet werden kann oder sogar muss. So reihen sich die Grün-Weißen erste einmal vier Punkte hinter dem Sieger aus Brenkhausen in der Tabelle ein. Und das will erst einmal verdaut sein.

Marc Neumann gesperrt. Lukas Meyer Muskelfaserriss. Das sind die Tatsachen, die dafür sorgten, dass auf der Bank einmal mehr in dieser Saison Jens von Heesen Platz nahm. Er kam dann auch im Laufe der zweiten Halbzeit in die Partie, konnte ihr allerdings auch nur noch wenige Akzente verleihen. Denn zu diesem Zeitpunkt liefen die Kollerbecker schon eine ganze Weile einem 0:1-Rückstand hinterher, der aus der Anfangsviertelstunde resultierte. Ganz genau war es die zwölfte Spielminute gewesen, als der Gast von der Schelpe zunächst zu viel Platz im Mittelfeld hatte, um einen langen Ball auf seine Stürmer zu spielen. Bei diesem sah die Kollerbecker Innenverteidigung dann auch nicht so 100%ig souverän aus, sodass auch Keeper Sascha Niemeier keine Chancen mehr hatte, den Einschlag zu verhindern.
 
Apropos lange Bälle: Wer am heutigen Tage bei brennendem Lorenz keine Sonnenbrille in seinem Handgepäck verstaut hatte, der hatte tatsächlich schlechte Karten. Denn der Ball machte einen Höhenmeter nach dem anderen. Zunächst war es eher der Gast aus Brenkhausen, der sich dieses Stilmittels bediente. Im Laufe des Spiels ließ sich allerdings auch der Gastgeber mehr und mehr auf diese Spielchen ein. 
 
So kam es auch, dass Torraumszenen – vom Tor natürlich abgesehen - zunächst lange Mangelware blieben. Wobei man damit im Vorfeld auch hätte rechnen können. Immerhin standen sich zwei bärenstarke Abwehrreihen gegenüber. Worauf allerdings viele Zuschauer wohl nicht gewettet hätten, das war die Anzahl der gelben Karten beispielsweise zur Halbzeitpause. Kein einziges Mal griff der Unparteiische Matthias Thamm aus Lauenförde bis dahin in seine Brusttasche. Und überhaupt: So emotionslos, wie sich das Spiel teilweise darstellte, das war schon bemerkenswert.
 
Laut wurde es im Laufe der ersten Halbzeit eigentlich nur drei bis vier Mal. Zunächst schießt Torben Rheker in der 17. Spielminute knapp am kurzen Pfosten vorbei. Dann kommt es in der 18. Spielminute zu einer grün-weißen Doppelchance. Erst scheitert jedoch Jens Schölzel am sicheren Gästekeeper, dann haut Pascal Ewers den Ball per Seitfallzieher knapp über die Oberkante des gegnerischen Gehäuses.
 
In der 22. Spielminute schockte Sascha Niemeier dann die gesamte Kollerbecker Anhängerschaft, als er einen Gästefreistoß ohne jede Gegenwehr ins Tor segeln lässt. Was viele jedoch nicht gesehen hatten, war der erhobene Arm des Unparteiischen, der ja bekannter weise einen indirekten Freistoß anzeigt. Aufregung also umsonst.
 
Kurz vor dem Pausenpfiff schließt Stefan Klocke dann noch einmal aus 14 Metern ab. Sein Ball wird jedoch geblockt. Nur mit welchen Körperteil, das war hier die Frage. Alle Kollerbecker sehen die Hand. Alle Brenkhäuser das Hinterteil. Sei es drum: Der Schiedsrichter bemerkte keinen Regelverstoß und es ging es mit einem 0:1 in die Kabine, wo Norbert Dölitzsch die Felle noch nicht endgültig schwimmen sah: „Leute, hier ist noch gar nichts verloren. Normalerweise ist das hier ein Spiel, in dem es 0:0 stehen muss. Alleine unsere Passivität vor dem 0:1 hat dies verhindert. Die müssen wir jetzt ablegen!“
 
Doch wenn eine Mannschaft besser aus der Kabine kam, dann war es definitiv der Gast. Hatte man die Halbzeitführung vielleicht noch als schmeichelhaft bezeichnen können, so war das 2:0 nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff schon überfällig. Allein der unkonzentrierten Abschlüsse der Brenkhäuser ist es geschuldet, dass der SVK auch weiterhin in der Partie war.
 
Doch das sollte an diesem Tag nichts mehr nützen, denn die Grün-Weißen bekamen einfach nach vorne nichts mehr auf die Kette heute. Für die eingangs erwähnten langen Bälle waren die Rot-Weißen einfach zu kopfball und zweikampfstark. So kam es, wie es kommen musste, und die Brenkhäuser banden am Ende der regulären Spielzeit den Sack per Konter zum 0:2 dann endgültig zu. Mit viel Pech hätten unsere Kicker dann sogar noch das 0:3 hinnehmen müssen. Wobei das auch mehr oder weniger egal gewesen wäre.
 
Gut, dass nun nicht lange Zeit bleibt, um über diese Niederlage lange nachzudenken. Denn bereits am Donnerstag geht es zum nächsten Meisterschaftsspiel nach Bergheim. Vielleicht klappt es ja dann mit dem guten, alten Fußballermotto: Flach spielen, hoch gewinnen! Die Betonung liegt auf flach.
 
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Torben Rheker, Michael Meyer, Alexander Rheker, Jens Schölzel (78. Slava Neskoromny), Artur Ratzlaf (60. Jens von Heesen), Pascal Ewers, Mikael Grunwaldt, Stefan Klocke, Martin Rheker, Christian Foest
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