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16.10.2011

Drei Promille und Punkte zum Oktoberfest

SVK schlägt den SV Dalhausen 1:0

(luw) Es war wie eigentlich jedes Jahr, wenn der SV Kollerbeck sein traditionelles Oktoberfest feiert. Klasse Wetter. Gutes Bier. Prächtige Stimmung. Und es kann kommen, wer will: So gut wie jedes Mal bleiben die drei Punkte im Rehbergstadion. So auch in diesem Jahr im Verfolgerduell ganz in den Farbtönen grün und weiß gehalten. Mann des Tages war in der 47. Spielminute einmal mehr Pascal Ewers, der mit seinem Treffer zum alles entscheidenden 1:0 ein kleines Stückchen die Niederlage vom vergangenem Wochenende gegen Stahle vergessen machen konnte.

All zu viele Alternativen in Sachen Aufstellung hatten sich Norbert Dölitzsch vor dem Spiel nicht geboten. Vieles ergab sich von selbst. So fehlte beispielsweise Kapitän und Leitwolf Marc Neumann, der unter der Woche im Vergleich Finger versus Kreissäge den Kürzeren gezogen hatte. Auch der andere Sechser Christian Föst stand nicht zur Verfügung. Er war auf Bundesligafahrt. Na, ja, wer weiß, wie lange Köln noch in der ersten Liga spielt? Und auch Lukas Meyer war nicht mit von der Partie, nachdem sein Wadenbeinbruch aus dem Stahlespiel tatsächlich noch immer nicht verheilt war.
 
Dementsprechend fahrig begann auch das Match. Zwar kamen die Kollerbecker nach kurzer Eingewöhnungsphase etwas besser ins Spiel. Einigermaßen gefährlich wurde es aber höchstens einmal dann, wenn der gegnerische Torwart in Ballnähe kam. So auch in der 15. Spielminute, als er eine total verunglückte Flanke von Michael Meyer einfach mal fallen ließ, nur um zu gucken, ob Steffen Rheker denn schnell genug schalten würde. Der kam jedoch einen Schritt zu spät und so blieb es beim 0:0.
 
Apropos 0:0. Es war tatsächlich über große Teile der ersten Halbzeit ein klassisches 0:0-Spiel. Demnach war es auch wenig überraschend, dass es mit diesem Resultat in die Halbzeit ging. Hier sprach Norbert Dölitzsch insbesondere die drei gelben Karten an, die die Kollerbecker bereits einigermaßen ungeschickt gesammelt hatten. Präsentiert worden sind diese Karten übrigens vom Schiedsrichter Helge Heinemann, der auch im Verlauf der zweiten Halbzeit immer mal wieder in den Blickpunkt treten sollte.
 
Doch zunächst fiel das 1:0 durch Pasacal Ewers in der 47. Spielminute. Ausgangspunkt war einmal mehr ein Freistoß von Michael Meyer von der halbrechten Position gewesen. Flach hatte er auf die kurze Ecke geschossen. Eigentlich eine sichere Beute für einen Torwart. Nur dass der eben bekanntermaßen heute offensichtlich einen gebrauchten Tag erwischt hatte. Der holprige Platz tat sein Übriges und der Keeper ließ den Ball fallen. Diese Mal hatte Jens Schölzel schnell reagiert und den Abpraller wieder aufs oder vor das Tor gebracht. Ob dies nun ein Torschuss war oder nicht, mag dahin gestellt bleiben. Denn schlussendlich drückte Pascal Ewers den Ball ohne Mühe zum viel umjubelten 1:0 über die Linie.
 
Auch in der Folgezeit ließ das Spiel leider die ganz große Struktur und Linie vermissen. Immerhin standen die Kollerbecker im Defensiv-Verbund recht ordentlich, sodass es erst in der 68. Spielminute erstmals richtig gefährlich wurde. Mikael Grunwaldt hatte in der Situation nicht ganz so glücklich ausgesehen wie im sonstigen Verlauf des Spiels. Doch mit dem Restquäntchen Glück des Tüchtigen überstand man auch diese Phase.
 
Schock dann in der 75. Spielminute. Der Garant für eine sichere Abwehr hinten und gefährliche Standards vorne Martin „Kiesel“ Rheker war hart angegangen worden und zu Boden gegangen. Ein seltenes Bild, das schon befürchten ließ, dass er den Schlusspfiff nicht mehr auf dem Feld erleben würde. So kam es auch. Mit einer lädierten Nase ging er vom Platz. Unter vielen der etwa 150 Kollerbecker Zuschauern wurden Erinnerungen an Jochen Mönks wach, der auch schon einmal mit gebrochenem Nasenbein Oktoberfest gefeiert hatte.
 
Doch noch war für die Spieler nicht an Feiern zu denken. Immerhin war noch eine gute Viertelstunde zu spielen. Und tatsächlich hätte es mit noch nicht einmal ganz so viel Pech nur zu einem Punkt gereicht. Doch mit seiner ersten und einzigen so ganz richtigen Parade hielt Sascha Niemeier in der 85. Spielminute die drei Punkte fest.
 
Dass es danach noch zwei ganz dicke Chancen für den SVK gab, darüber können wir glücklicherweise genau so hinwegsehen wie über die Tatsache, dass sie von den zwei „MM“s Michal Meyer und Mario Mugabe mehr oder weniger kläglich vergeben worden sind. Insbesondere dem Bönekenberger Michael Meyer können wir in diesem Zusammenhang zugute halten, dass er heute eine Riesenpartie gemacht, überall auf dem Platz zu finden gewesen und so manches Mal ganz böse von den Beinen geholt worden ist. Hut ab!
 
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Martin Rheker (78. Kevin Mönks), Alexander Rheker, Pascal Ewers, Torben Rheker, Stefan Klocke, Mikael Grunwaldt, Jens Schölzel (90.+3 Simon Reinhard), Michael Meyer Pascal Wegener, Steffen Rheker (68. Mario Mugabe)