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22.04.2012

SVK schlägt Tabellennachbarn TIG mit 5:1

SVK – TIG Brakel 5:1

(luw) Der SV Kollerbeck hat sich für die Hinspielniederlage mit einem ebenso verdienten wie deutlichen 5:1 gegen die TIG aus Brakel rehabilitiert. Überraschungsgast auf der Kollerbecker Ersatzbank war dieses Mal Carsten Rheker, der wegen des Kurzurlaubs seines Bruders Torben quasi in Sippenhaft genommen wurde. Zu dieser personellen Überraschung hatte einmal mehr die Personalnot gezwungen, nachdem auch Alexander Rheker wegen einer Verletzung aus dem Hembsenspiel passen musste. Gleichwohl gelangen fünf schöne Tore durch Lukas Meyer, Stefan Klocke, Pascal Ewers, Michael Meyer und noch einmal Lukas Meyer.

Der Knackpunkt in diesem sehr unterhaltsamen Spiel ist mit Sicherheit in der 40. Spielminute zu verorten. Beim Stande vom 2:0 war es Pascal Ewers gewesen, der zum einen in letzter Sekunde für seinen bereits geschlagenen Keeper Sascha Niemeier noch soeben spektakulär auf der Linie klären kann. Zum anderen erzielte derselbe Pascal Ewers tatsächlich im Gegenzug nach einer Ecke von Michael Meyer das mehr als vorentscheidende Tor. 3:0 statt 2:1. Gar nicht auszudenken, was im Falle des Anschlusstreffers wieder los gewesen wäre im Rehbergstadion. So aber blieben die Grün-Weißen deutlich auf der Gewinnerstraße, auf die sie bereits früh abgebogen waren.
 
Denn das Spiel hatte erst die 15. Spielminute geschrieben, als der SVK mit 1:0 in Führung ging. Dabei war jede Menge Glück im Spiel gewesen. Michael Meyer hatte einen Freistoß schnell und kurz auf seinen Bruder Lukas ausgeführt, der nicht lange fackelte und den Ball vor das Tor zu bringen versuchte. Das gelang jedoch insofern nicht wie gewollt, als dass seine Flanke abgefälscht wurde und der Torwart mit der entstandenen Bogenlampe so seine Probleme hatte. Wie auch immer: der Ball lag im Netz. Weitere 15 Minuten und etliche Torchancen später dann das 2:0 für den SVK. Pascal Ewers hatte sich wieder einmal aus einer an und für sich recht ausweglosen Situation auf seiner rechten Seite durchgetankt und seinen Kollegen Stefan Klocke bedient- Der hatte mutterseelenallein stehend 8 Meter vor dem Tor auf den Ball gehofft und gewartet und dann relativ wenig Probleme gehabt mit der Bude.
 
In der 36. Spielminute hatte dann Torhüter Sascha Niemeier erstmals ins Spielgeschehen eingegriffen, als er eine weitere Bogenlampe des Spiels noch soeben entschärfen konnte, die sich bedrohlich auf sein Tor zu senkte.
 
Nach der bereits eingangs erwähnten Phase mit dem 3:0 in der 40. Spielminute sollte es bis zum Pausenpfiff sogar noch besser kommen. Michael Meyer ist es dieses Mal gewesen, der die Bude machte. Zuvor hatte sich Stefan Klocke bockstark gleich gegen mehrere Gegenspieler durchgesetzt und uneigennützig vor dem Tor quer gelegt.
 
So ging es mit einer mehr als beruhigenden Vorsprung in Höhe von 4:0 in die Kabine, wo die Kollerbecker zunächst einmal mehr mit der lautstarken Ansprache aus der Nachbarkabine konfrontiert wurden als mit der ihres Trainer Norbert Dölitzsch. Der nämlich war, wen wundert’s, recht zufrieden und konnte es ruhiger angehen.
 
Ob die Ansprache vielleicht sogar ein Quäntchen zu ruhig war, darüber lässt sich natürlich dann trefflich streiten, wenn unmittelbar nach Wiederanpfiff das blöde Gegentor zum 1:4 fällt. Aber sei es drum. In der Folgezeit gelang es dem SVK auch wieder weitestgehend, den Gast vom eigenen Tor fernzuhalten. Nicht zu vergessen allerdings der Lattentreffer in der 55. Spielminute, der das Spiel noch einmal wesentlich unangenehmer hätte werden lassen können. So aber kam auch der SVK wieder zu Torgelegenheiten, von denen eine in der 71. Spielminute zum 5:1 führte. Torschütze war dieses Mal Lukas Meyer mit seinem zweiten Tor an diesem Tage gewesen. Zuvor hatte Pascal Ewers toll abgeschlossen und der Torwart den Ball nicht festhalten können.
 
Am Ende verbleibt es also bei einem verdienten 5:1 gegen den Tabellennachbarn aus Brakel. Wobei die Formulierung „Tabellennachbar“ bei einem Punktevorsprung von nunmehr 22 Punkten etwas komisch anmutet. In diesem Fall gilt aber einmal mehr der gute, alte Slogan aus der Sendung mit der Maus „Klingt komisch, ist aber so!“ Im Übrigen hat der SVK mit diesem Sieg bei nur noch sieben verbleibenden Spielen den dritten Tabellenplatz fix gemacht. Der zweite ist es deswegen (noch) nicht, weil Amelunxen sein Spiel in Bergheim gewonnen hat und damit „nur“ 19 Punkte hinter dem SVK residiert. Auch das klingt komisch. Auch das ist aber so. Trotzdem stehen die Chancen auf Platz eins bei annähernd 0%. Irgendetwas stimmt mit dieser A-Liga in diesem Jahr einfach nicht!
 
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jens Schölzel (80. Jochen Mönks), Martin Rheker, Pascal Wegener, Pascal Ewers, Michael Meyer, Stefan Klocke, Lukas Meyer (80. Carsten Rheker), Christian Föst, Marc Neumann, Simon ReinhardMeyer (80. Carsten Rheker), Christian Föst, Marc Neumann, Simon Reinhard